
- Screenshot Kartoo - Kartoo.com
Jede Suchmaschine deckt immer nur einen kleinen Teil des gesamten weltweiten Datennetzes ab. Dies liegt vor allem daran, dass das Web ständig wächst und mit ihm die Datenmengen. Neben den öffentlich zugänglichen Inhalten existieren viele Daten in geschlossenen Datenbanken und internen Firmennetzwerken. Diesen Teil des Webs bezeichnet man als das "Deep Web".
Google – Der Marktführer
Google ist in vielen Teilen der Welt Marktführer für die Suche im Internet. Mit seinen unzähligen kostenlosen Diensten und der effektiven Suche hat sich Google einen festen Platz in der Internet-Szene erobert. So deckt Google in den Vereinigten Staaten rund zwei Drittel aller Suchanfragen ab. Auch in Europa ist Google die Nummer Eins. Die Google-Technologie steckt unter anderem auch hinter Suchergebnissen von T-Online, web.de und AOL. Für den deutschsprachigen Markt schätzt man, dass etwa 95 Prozent aller Suchanfragen über die Google-Server laufen.
Meta-Suchmaschinen
Über aktuelle Entwicklungen und neue Suchmaschinen kann man sich bei Diensten wie searchengineland.com, searchenginewatch.com und seargengineguide.com informieren.
Sind die Ergebnisse von Google nicht erschöpfend, so kann man sich bei einer Meta-Suchmaschine wie MetaGer, Metaspinner, Ixquich, Clusty oder dem Queryserver von OpenText, bedienen. Der englischsprachige Dienst Clusty bildet neben den Suchergebnissen Begriffe aus dem Umfeld des Suchbegriffs. Unter jedem Cluster-Begriff verbergen sich passende Unter-Suchbegriffe. Mit dieser Technik kann man sich schnell auf eine übersichtliche Trefferliste durchklicken. Der Suchdienst Exalead bietet ebenfalls eine solche Verfeinerung der Suche. Außerdem werden zu jedem Treffer Screenshots der Webseite angezeigt. Hier gibt es auch eine extra Wikipedia-Suche, sowie eine Bild- und Videosuche. Exalead gibt es auch in einer deutschsprachigen Version.
Extravagante Suchmaschinen
Zu den ausgefallenen oder experimentierfreudigen Suchmaschinen zählt Kartoo. Die Technik basiert auf Flash. Als Ergebnis erhält man keine Liste mit Suchergebnissen, sondern eine grafische Darstellung der Suchergebnisse. Man kann sich so immer tiefer in die Webseitenlandschaft hineinklicken. Der Dienst steht auch in deutscher Sprache zur Verfügung.
Für eine visuelle Suche hat sich auch der Anbieter Oskope entschieden. Hier kann man gezielt – und ausschließlich – in den Angeboten von Amazon, Ebay, Flickr, Fotolia, Yahoo!Image Search und YouTube suchen. Bislang jedoch nur in englischer Sprache.
Das englischsprachige Angebot Quintura geht den Web 2.0-Weg. Ähnlich wie bei den Clustering-Verfahren erhält man hier auf der linken Seite die für das Web 2.0 typischen Tags. Diese sind jedoch zusätzlich interaktiv: Bewegt man den Mauszeiger auf einen Tag, so gruppieren sich weitere Suchbegriffe um den ausgewählten Begriff herum.
Im Kontext von Web 2.0 im Zusammenhang mit Suchstrategien ist dann wohl auch Mr. Wong zu nennen. Hier bookmarken und taggen Internetnutzer ihre Lieblingsseiten. Allerdings ist die Gefahr des Spammings und der Werbung für bestimmte Internetangebote recht groß.
Tagatum ist neben Technorati eine weitere englischsprachige Spezial-Suchmaschine für Blogs, welche auf der Tag-Suche basiert.
Suchmaschinen für spezielle Fragen
Ist man auf der Suche nach Informationen zu einer bestimmten Person, so kann man neben einer handelsüblichen Suchmaschine auf eine Personensuchmaschine, wie zum Beispiel Yasni.de oder 123people.de zugreifen. Allerdings sind diese Datenbanken nicht immer zuverlässig. E-Mail-Adressen von Privatpersonen lassen sich ebensowenig wie Handynummern – da beides nirgendwo zentral erfasst wird – sicher recherchieren.
Preisvergleiche tätigt man bei guenstiger.de oder idealo.de. Wowowo.de ist eine Shop-Suchmaschine.
Es lohnt sich also, bei gezielten Such-Anfragen eine Spezial-Suchmaschine oder eine Datenbank zu benutzen. Hierzu zählen unter anderem Bibliothekskataloge, wissenschaftliche und medizinische Datenbanken, Jobsuchmaschinen und Weiterbildungsangebote.
