
- Google informiert Webmaster auch auf Deutsch - Wilhelm Ruprecht Frieling
Der Google-Pagerank entscheidet maßgeblich darüber, ob ein Unternehmen, ein Angebot oder eine Stellungnahme gefunden wird. Pagerank ist die Wertigkeit einer Seite und die daraus folgende Position in der Reihenfolge der Suchergebnisse.
Erfahrungsgemäß werden nur die ersten Ergebnisse einer Suchabfrage vom Internetznutzer wahrgenommen und angeklickt, denn niemand hat Zeit noch Muße, sich durch hunderte oder vielleicht tausende Links zu klicken und alles zu lesen, was im Netz zu einem Stichwort gefunden wird.
Internetnutzer vertrauen auf Google
Der einzelne Nutzer verlässt sich vielmehr auf die Platzierung der Ergebnisse und unterstellt, dass die zuerst genannten auch die relevantesten Ergebnisse zeigen. Dem Suchmaschinengiganten Google kommt damit eine wichtige Rolle zu, die er mit technischen Hilfsmitteln auch wahrnimmt.
Die Webmaster-Zentrale von Google hat sich nun klar und zweifelsfrei gegen den sogenanten Link-Spam erklärt. Das Verkaufen von Links zu bestimmten Webseiten, die auf diese unlautere Weise ihren Rang nach oben pushen wollen, schadet den Benutzern von Google, heißt es in einer Erklärung unter dem Titel „Was wir von gekauften und verkauften Links halten“.
Google sagt Nein zu gekauften Links
Google erklärt seinen Standpunkt klar und einfach: „Kauft keine Links für PageRank, und verkauft sie auch nicht.“ Dies sei bereits deutlich in den Richtlinien für Webmaster geregelt und im Google-Blog ausführlich erklärt.
„Die Tatsache, dass Links gekauft und verkauft werden, ist nichts Neues, und wir können solche Links inzwischen gut erkennen,“ heißt es in der Stellungnahme. „Wenn wir den Eindruck haben, dass Websites versuchen, mit solchen Links ihre Position in den Suchergebnissen zu verbessern, ergreifen wir Maßnahmen, um das zu verhindern und Webmaster davon abzuhalten.“
Google indentifiziert gekaufte Links
Googles Programmierer können gekaufte Links erkennen, und sie gehen auch aktiv dagegen vor: „Wir möchten nicht zu sehr ins Detail gehen, aber wenn zum Beispiel klar ist, dass Links auf einigen Seiten keine wirklichen `Empfehlungen´ für andere Websites sind, könnten wir diese Seiten davon abhalten, PageRank weiterzugeben. Unser Ziel ist es schließlich, dass unsere User bei allen Suchanfragen die relevantesten Ergebnisse finden.“
Webmaster sollten sich vor allem darauf konzentrieren, einzigartige und überzeugende Inhalte für ihre User zu erstellen. Das wird andere User dazu motivieren, einen Link auf entsprechende hochwertige Seiten zu setzen, ohne dass sich jemand aktiv um Backlinks bemühen muss.
Google-Richtlinien wichtig für SEO
An die Adresse der Webmaster schreiben die Google-Verantwortlichen: „Wenn ihr selbst aktiv dafür sorgen wollt, dass ihr mehr Links auf eure Site bekommt, dann macht das auf eine nachhaltige Art, ohne unsere Richtlinien zu verletzen. Denkt daran: Wenn ihr Links kauft, ist es recht wahrscheinlich, dass wir sie nicht mehr berücksichtigen, so dass ihr möglicherweise viel Zeit und Geld dafür verwenden würdet und eure Rankings trotzdem sinken.“ Das Thema zeigt auch, wie wichtig es ist, dass der jeweilige Pagebetreiber mit einem Suchmaschinenoptimierer (SEO) arbeitet, der sich an Googles Richtlinien für Webmaster hält.
Links in Anzeigen für Google „kein Problem“
Google weist gleichzeitig darauf hin, dass natürlich nicht alle bezahlten Links gegen ihre Richtlinien verstoßen. Links in Anzeigen, die keinen PageRank weiterleiten, seien „kein Problem“, denn davon lebt die weltgrößte Suchmaschine.
Bezahlte Links sollten jedoch sowohl für die Leser als auch für Suchmaschinen deutlich gekennzeichnet sein. Um den Suchmaschinen zu zeigen, dass ein Link bezahlt ist und für das Ranking nicht berücksichtigt werden sollte, könne beispielsweise das rel="nofollow"-Attribut verwendet werden. Ansonsten ist und bleibt das Verbreiten von Spam-Links wettbewerbswidrige Werbung, zu gut deutsch: Schleichwerbung".
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