
- Thomas Gottschalk - Sandra Borchert
1950 als Sohn eines Rechtsanwalts in Bamberg geboren, mauserte sich der ehemalige Grundschullehrer schnell zu einem der beliebtesten Moderatoren Deutschlands. Zunächst versuchte sich Gottschalk 1971 als freier Mitarbeiter beim Jugendfunk für Bayern 3 und arbeitete dort, bis ihn Frank Elstner 1980 zum Radio Luxemburg holte.
Gottschalk entdeckt das Fernsehen für sich
Dort wurde er zunächst „Mister Morning“ und moderierte die Hitparade. 1982 wurde er Moderator von „Thommys Pop-Show“ und „Na sowas“ im ZDF. Ebenfalls in diesem Jahr drehte er mit Mike Krüger die Supernasen.
Am 26. September 1987 erfolgte dann der endgültige Durchbruch für Thomas Gottschalk. Frank Elstner übergab ihm seine Show „Wetten,dass..?“ Dieses Geschenk machte Gottschalk zum Zugpferd der beliebten Samstag Abend Sendung und auch er selbst, war aus der deutschen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. 2011 gab Gottschalk nach 23 Jahren seinen Ausstieg aus Wetten, dass..? bekannt. Eine Entscheidung, die laut Gottschalk schon lange in ihm reifte, aber erst durch den Unfall von Samuel Koch gefasst wurde.
Der ARD Vorabend als neue Herausforderung
Still ist es aber um ihn nicht geworden. Während das ZDF noch immer über einen Nachfolger rätselt, stellt Gottschalk in einer Pressekonferenz im Dezember 2011 klar, dass es für ihn keinen Weg zurück gäbe. Er macht sich derweil auf zu anderen Ufern und hat einen Senderwechsel in das Vorabendprogramm der ARD vollzogen. Gottschalk live heißt das neue Konzept, welches ganz allein auf Thomas Gottschalks Idee basiert. Die Idee ist ganz einfach: Vor der Tagesschau möchte Gottschalk mit deinen Zuschauern seinen ganz eigenen Nachrichtenüberblick zu tagesaktuellen Themen zusammenstellen. Dabei möchte er vor allem auf Themen zurückgreifen, welche in der Tagesschau nicht besprochen werden, die aber jeden zu Hause interessieren. Außerdem mit dabei werden prominente Gäste sein, mit denen entweder Filme, Bücher, Musikalben, oder auch das ganz alltägliche besprochen werden. Die Zuschauer könne dabei aktiv teilnehmen. Via der sozialen Medien, wie zum Beispiel Twitter und Facebook, können sie Fragen stellen oder auch Kommentare oder Anregungen abgeben. Gottschalk selber macht sich keine Gedanken um den Erfolg des Formats. Für ihn war alles andere vorher nur das "Warm up", jetzt soll es erst richtig los gehen. Die einzige Schwierigkeit sieht der Showmaster darin, die Sendezeit nicht zu überziehen.
Opa via Facebook
Privat ist der Wahlamerikaner den sozialen Medien gegenüber skeptisch. Die Nachricht darüber, dass er bald Großvater werden würde, erhielt er über Facebook. Ein persönliches Gespräch mit seinem Sohn wäre ihm da lieber gewesen. Heute, am 23.01.2012, startet „Gottschalk live“ in der ARD und es bleibt abzuwarten, ob sich dieses innovative Konzept im Vorabend durchsetzt. Zu wünschen wäre es unserem Thommy, denn schließlich tauscht er auch seinen sonnigen Wohnsitz in Malibu gegen ein Hotelzimmer im kalten Berlin ein. Allerdings hat Gottschalk nicht vor die Berliner Szene zu erobern, sondern vielmehr sich abends zurückzuziehen und sich auf die nächste Sendung vorzubereiten, oder mit Ehefrau Thea telefonisch die aktuelle Sendung auszuwerten.
