Gramzow in der Uckermark

Stadtkirche St.marien in Granzow - Harald Rossa
Stadtkirche St.marien in Granzow - Harald Rossa
Gramzow ist ein ruhiger Ort inmitten einer an Seen reichen Umgebung in der Uckermark. Eine Attraktion ist das Eisenbahnmuseum.

Gramzow ist ein Ort an der Märkischen Eiszeitstraße im Landkreis Uckermark im Norden von Brandenburg. Sein Wahrzeichen ist die Ruine der Klosterkirche. Ein Anziehungspunkt für viele Besucher ist das Eisenbahnmuseum und die Gramzower Museumseisenbahn.

Rund um Gramzow gibt es eine Reihe von Seen. Eine große Zahl von Rad- und Wanderwegen erschließt die Natur in der Umgebung.

Sehenswürdigkeiten in Gramzow

Weithin sichtbar ist die Ruine der Klosterkirche von Gramzow. Sie brannte 1714 ebenso wie das ganze Kloster und etliche Häuser im Ort aus. Erhalten blieb ein Teil des reich gegliederten Westgiebels mit einer sechseckigen Kapelle. .

Besonders geschichtsträchtig ist die Stadtkirche St. Marien. Schon 1168 stand hier eine Kirche. Sie ist ein rechteckiger Feldsteinbau mit einem mächtigen querrechteckigen Westturm in der Breite des Kirchenschiffes. Sie entstand in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Kirche wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und 1686 wiederaufgebaut. Dabei wurden die Fenster der Längsseiten vergrößert und der Turmgiebel in Backstein ausgeführt. Die Glocken sind um 1329 gegossen worden und gehören zu den ältesten Glocken im Land Brandenburg. Eine Besonderheit ist der Treppenaufgang in der an der Basis fast 2,5 Meter starken Feldsteinmauer des Turmes. Der heutige Innenraum wurde im Rahmen einer umfassenden Renovierung von 1937 bis 1941 gestaltet. Dabei erhielt die Kirche eine große Schuke-Orgel, die heute die „Gramzower Sommermusik" bestreitet. Der Kanzelaltar stammt vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Taufe, Westempore und Gemeindegestühl wurden in der der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts beschafft.

Am ehemaligen Bahnhof von Gramzow öffnet seit 1996 das Brandenburgische Museum für Klein- und Privatbahnen in der Sommersaison seine Pforten. Die Geschichte und die Bedeutung der Klein- und Privatbahnen sind das zentrale Thema des Museums. Gezeigt werden Eisenbahnfahrzeuge, die auf den Klein- und Privatbahnen im Einsatz waren. Dazu gibt es Ausstellungen zum Gleisbau, Werkstattwesen, Betriebs- und Verkehrsdienst sowie technische Anlagen im Freigelände und in Gebäuden.

Die Gramzower Museums Bahn unterhält die ehemaligen Kleinbahnstrecken Gramzow - Lützlow - Kleinow - Damme und Damme - Eickstedt mit ihren Bahnhöfen. An Betriebstagen werden Mitfahrten auf historischen Eisenbahnfahrzeugen geboten. Auch Draisinen für Selbstfahrer sind verfügbar.

Zur Geschichte von Gramzow

Gramzow ist der älteste per Urkunde belegte Ort in der Uckermark. Von 1168 stammt eine erste Erwähnung als „villa Gramsowe“. 1288 wurde Gramzow erstmals als Stadt bezeichnet. Ab 1586 wurde nur noch der Flecken erwähnt.

Das Kloster der Prämonstratenser in Gramzow stifte 1178 Herzog Bogislaw von Pommern. 1235 wurde für das Kloster eine Feldsteinkirche gebaut. Die wurde zwischen 1355 und 1365 zu einer dreischiffigen Backsteinkirche mit Querschiff und Umgangschor erweitert. 1536 wurde das Kloster aufgehoben. Von 1687 bis 1714 nutzte die französisch-reformierte Gemeinde den Kirchenbau. Am 23.07.1714 zerstörte ein Stadtbrand auch die Klosterbauten. Nur ein Teil ihres Westgiebels blieb stehen. 1885 wurde die Ruine der Westwand mit der sechseckigen Kapelle erstmals gesichert. Von 1996 bis 1999 erfolgte eine weitere Sicherung und anschließend wurde der Platz vor dem Kloster neu gestaltet.

1906 wurde die Kreisbahn Schönermark–Damme eingeweiht. Der Betrieb wurde 1995 endgültig eingestellt. Den Streckenteil zwischen Gramzow und Damme und zwischen Damme und Eickstedt nutzt das Eisenbahnmuseum Gramzow.

Seit 2002 sind Lützlow, Meichow und Polßen Ortsteile der Gemeinde Gramzow.

Lage und Anreise

Mit dem Auto geht es zur Abfahrt Gramzow an der Autobahn A 11. Von dort sind es noch wenige Kilometer bis Gramzow.

Die nächsten Bahnhöfe mit Personenverkehr sind Angermünde und Prenzlau. Busse stellen die Verbindung nach Gramzow her.

Das Amt Gramzow

Zum Amt Gramzow gehören sechs Gemeinden:

  • Grünow mit den Ortsteilen Damme, Dreesch und Drense
  • Oberuckersee mit den Ortsteilen Blankenburg, Seehausen und Warnitz
  • Randowtal mit den Ortsteilen Eickstedt, Schmölln und Ziemkendorf
  • Uckerfelde mit den Ortsteilen Bertikow, Bietikow, Falkenwalde und Hohengüstow
  • Zichow mit den Ortsteilen Fredersdorf und Golm
  • Gramzow mit den Ortsteilen Lützlow, Meichow und Polßen

Im Bereich des Amtes Gramzow leben rund 7.800 Menschen auf einer Fläche von 327,24 Quadratkilometern.

Steckbrief der Gemeinde Gramzow

  • Bundesland: Brandenburg
  • Landkreis: Uckermark
  • Amt: Gramzow
  • Höhe: 65 Meter über Normal Null
  • Fläche: 65,67 Quadratkilometer
  • Einwohner am 31.12.2010: 1.986
  • Anschrift der Amtsverwaltung: Poststraße 25, D-17291 Gramzow
  • Touristeninformation: Tourismusverein Uckerseen e.V, Lindenallee 27 , D-17291 Oberuckersee OT Warnitz, Fon +49 (0)39863 78122

Quellen

  1. Amt Gramzow
  2. Evangelischer Kirchenkreis Uckermark
  3. Eisenbahnmuseum Gramzow
  4. Uckermark-Kirchen
  5. Märkische Eiszeitstraße