Gratwanderung vom Herzogstand zum Heimgarten mit tollem Panorama

Der Grat zwischen Herzogstand und Heimgarten - Almut Winkler
Der Grat zwischen Herzogstand und Heimgarten - Almut Winkler
Die Gratwanderung gehört zu den 100 schönsten der Alpen und hält, was sie verspricht. Denn das Panorama reicht von den Stubaier Alpen bis nach München.

Als wirklich anspruchsvoll lässt sich die Runde vom Herzogstand zum Heimgarten nicht wirklich bezeichnen, doch das Panorama begeistert auch erfahrene Bergsteiger und tröstet leicht über die mangelnde Herausforderung. Alle anderen Wanderer finden in der Runde eine lohnende Halbtagestour, die sich mit der Herzogstandbahn auch um rund 800 Höhenmeter abkürzen lässt.

Vom Walchensee auf den Herzogstand

Ausgangspunkt der Gratwanderung ist der Walchensee nördlich von Mittenwald. Startpunkt ist der Parkplatz der Herzogstandbahn (drei Euro Parkgebühr). Nun können entweder die ersten 800 Höhenmeter mit der Bahn überwunden werden. Oder die Wanderung führt über einen Steig zunächst zur Herzogstandhütte und von dort weiter zum Gipfel.

Auf den Gipfel des Herzogstand

Von der Bergstation führt ein breiter Weg zum Berggasthaus Herzogstand, das bald erreicht ist. In den Sommermonaten kann es hier durchaus etwas voller werden. Doch sobald der Herzogstandgipfel erreicht ist und die eigentliche Gratwanderung beginnt, wird es wesentlich leerer. Kurz vor der Hütte trifft der Steig aus dem Tal auf den Wanderweg und in einigen Serpentinen geht zum Pavillon, der auf dem Gipfel des Herzogstand steht. Bis hier hin ist die Wanderung leicht und zu keinem Zeitpunkt ausgesetzt.

Über den Grat zum Heimgarten und das Panorama genießen

Direkt unterhalb des Gipfels beginnt nun die Gratwanderung zum Heimgarten, der bereits zu sehen ist. Nun wird es etwas enger und an manchen Stellen leicht ausgesetzt. Doch oft helfen Versicherungen über diese Stellen hinweg und so ist es zu keinem Zeitpunkt gefährlich. Über viele kleine Hügel und Kuppen geht es nun in rund zwei Stunden zum Heimgarten. Hierbei erschließt sich das Panorama der Wanderung.

Vom Voralpenland bis zur Alpenhauptkette - das Panorama auf dem Grat

Die Aussicht vom Grat bietet zwei grundsätzlich verschiedene Ansichten. Das flache Voralpenland im Norden mit seiner Seenlandschaft, wie den Kochel-, Starnberger- oder Staffelsee. Bei guter Fernsicht erscheint München am Horizont. Im Süden dagegen zeigen sich die Gipfel des Karwendel, des Wettersteingebirges und der Stubaier Alpen. Mit einem guten Fernglas will so mancher Wanderer sogar den Ortler von hier aus gesehen haben.

Abstieg über die Ohlstätter Alm zum Walchensee

Nach rund zwei Stunden ist der Gipfel des Heimgarten erreicht. Der großzügige Gipfel bietet ausreichend Platz für eine Brotzeit. Kurz unterhalb des Gipfels bietet aber auch die Heimgartenhütte die Möglichkeit zur Einkehr. Für den Weiterweg bieten sich nun zwei Varianten an. Über den Grat zurück zum Herzogstand und von dort aus mit der Bahn oder über den kleinen Steig talwärts zum Parkplatz. Es besteht aber auch die Möglichkeit, aus der Gratwanderung eine schöne Rundtour zu machen. Direkt an der Heimgartenhütte beginnt der Abstieg in Richtung Walchensee. Über die Ohlstätter Alm, die nicht bewirtschaftet ist, führt ein Steig in vielen kleinen Kehren direkt zum Parkplatz der Bergbahn zurück. Für den Abstieg sind rund zwei Stunden einzurechnen.

Tourdaten im Überblick:

  • Ausgangspunkt: Parkplatz (gebührenpflichtig) an der Herzogstandbahn
  • Höhenmeter: mit Bergbahn 400 Höhenmeter, ohne Bergbahn zusätzlich 800 Höhenmeter
  • Gehzeit: mit Bergbahn rund vier Stunden, ohne Bergbahn zwei Stunden mehr
  • Einkehrmöglichkeiten: Berggasthof Herzogstand und Heimgartenhütte

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Almut Winkler, Almut Winkler

Almut Barden - Als freie Autorin und Redakteurin schreibe ich hauptsächlich in den Bereichen Outdoor, Bergsteigen, Klettern und Camping. Neben ...

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