
- Genprodukte werden gekennzeichnet - # Copyright: © (C) Andreas Varnhorn/Greenpeace
Milch von Kuh, Ziege oder Schaf ist für die Gesundheit wertvoll und schmeckt, auch als Butter, Sahne, Joghurt oder Käse lecker. Säuglinge bevorzugen Muttermilch, die alle Nährwerte in einer für sie bestimmten Dosis und Form enthält. Für Mütter, die nicht stillen, bieten Firmen Babymilch-Produkte an, von denen eine gleichwertige Qualität der Muttermilch erwartet wird. Im Februar 2010 protestieren Greenpeace-Aktivisten bundesweit, in 39 Städten in über 100 Supermärkten und Drogerien, gegen die Produktion und den Verkauf von Babymilchpulver, weil festgestellt wurde, dass diese einen Anteil von Gen-Milch enthalten. Müttern die stillen wollen, aber nicht wissen wie es ohne Probleme geht, wird im Buch. "Stillen" Hilfe angeboten.
Was ist Gen-Milch?
Der Begriff Gen-Milch ist eine Wortschöpfung. Mit ihm macht die Umweltorganisation Greenpeace darauf aufmerksam, dass namhafte Molkereien von ihren Milchlieferanten Milch von Kühen akzeptieren, an die gentechnisch veränderten Pflanzen verfüttert wurden. Greenpeace-Aktivisten machten Kunden von Supermärkten auf die, nach ihrer Sicht bedenklichen Grundlagen der Produkte aufmerksam. Sie beklebten Milchpackungen, Joghurtbecher mit dem Aufkleber: Umweltgefahr - Für dieses Produkt bekommen Milchkühe Gentechnik-Futter." und erzwangen so eine gerichtliche Auseinandersetzung mit den Produzenten. Greenpeace forderte die Milch erarbeitenden Betriebe Nestlé und Milupa, die Säuglingsnahrung herstellen, auf, aus der Gen-Milch-Produktion auszusteigen.
Was wird den Fabrikanten vorgeworfen?
"Der Anbau von genmanipulierten Futterpflanzen gefährdet die Artenvielfalt und erhöht den Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft", sagt Alexander Hissting, Gentechnikexperte von Greenpeace. "Mit dem Kauf von Gen-Milch unterstützen Verbraucher die Verbreitung der riskanten Gentechnologie. Gentechnikfreie Milch trägt hingegen dazu bei, Kindern eine intakte Umwelt zu hinterlassen."
Der neue Kinder- und Babymilch-Ratgeber von Greenpeace klärt auf
Die Umweltorganisation Greenpeace veröffentlichte Anfang 2010 den neuen „Ratgeber Milch für Kinder - Einkaufsratgeber für den Genuss ohne Gentechnik“. Er ermöglicht eine aktuelle Übersicht zum Einsatz von Gen-Pflanzen und was diese mit der Schulmilch und mit Babymilchprodukten zu tun haben. Sie machen darauf aufmerksam, dass gleichwertige Bio- Produkte immer ohne Gentechnik im Tierfutter produziert werden. Lobend wird erwähnt, dass schon einige konventionelle Babymilchhersteller wie Hipp und Humana, Milch ohne Gen-Futter-Einsatz verarbeiten.
Im Ratgeber wird erwähnt, dass die Firmen Nestlé und Danone (Milupa), die mit einem Marktanteil von 65 Prozent den höchsten Absatz von Babymilchpulver in Deutschland haben, gegenüber Greenpeace erklärten, dass Gen-Pflanzen in der Milchviehfütterung Standard sei. Eine Umstellung sei nicht in Planung.
"Durch die fehlende Kennzeichnungs-Pflicht für Milch, Eier und Fleisch, die mit Gen-Pflanzen erzeugt wurden, ist vielen Verbrauchern nicht bewusst, dass sie mit Nestlé,- und Danone-Produkten Gen-Milch kaufen", sagt Hissting. "Mit den Warn-Hinweisen unterstützen wir heute den Wunsch der meisten deutschen Verbraucher nach einer besseren Information über die Herkunft ihrer Lebensmittel."
Gen-Pflanzen bringen die Natur aus der Balance
Der Großteil der weltweit angebauten Gen-Pflanzen, wie Gen-Mais und Gen-Soja landen in den Futtertrögen von Schweinen, Kühen und Hühnern. Zwangsläufig stellt sich die Frage:Sind Genprodukte gesünder? Greenpeace setzt sich gegen die ökologisch riskante Grüne Gentechnik ein. Gen-Pflanzen gefährden die Umwelt und eine gentechnikfreie, nachhaltige Landwirtschaft. Gen-Pflanzen können sich unkontrolliert ausbreiten und bedrohen die Artenvielfalt. Besonders in Südamerika werden Urwälder für Gen-Soja gerodet und immer mehr gesundheitsgefährdende Agrargifte eingesetzt. Im neuen Ratgeber weist Greenpeace darauf hin, dass die Forschung derzeit in Gen-Milch kein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher erkennt.
Gentechnik Gegner können sich bei GreenAction registrieren
Im Gentechnik-Labor werden artfremde Gene künstlich in Pflanzen hinein manipuliert. Unerwartete Nebenwirkungen sind nicht auszuschließen: So können neue giftige Inhaltsstoffe entstehen. Oder aber Eiweiße, die Allergien auslösen. Langzeitstudien zu den Risiken des Verzehrs solcher Gen-Pflanzen für Mensch und Tier gibt es nicht. Einmal in der Natur, können sich Gen-Pflanzen unkontrolliert ausbreiten. Das veränderte Erbgut gelangt durch Pollenflug oder über Insekten auch in herkömmliche Pflanzen. Dies gefährdet die biologische Vielfalt und macht die Produktion von Lebensmitteln ohne Gentechnik immer schwieriger. Die Wahlfreiheit von Bauern und Verbrauchern bleibt dabei auf der Strecke.
Was können Verbraucher auf Empfehlung von Greenpeace tun?
- Milch, Fleisch und Eier von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden meiden
- Gentechnik-frei einkaufen
Der Greenpeace-Einkaufsratgeber für den Gentechnik-freien Genuss informiert darüber:
- Welche Firmen ohne Gen-Pflanzen im Futter produzieren
- Welche Firmen sich weigern, auf Tierfutter ohne Gen-Pflanzen umzustellen
Zwangsläufig ergibt sich die Frage: "Welche Milchnahrung für das Baby ist die Richtige?" In der aktuellen Ausgabe "Milch für Kinder" werden speziell Trinkmilch und Milchprodukte für Kinder und Säuglinge näher unter die Lupe genommen. Eins ist sicher, Milch ist für Kinder und Erwachsene wichtig, denn auch sie können durch Milch-plus Melatonin besser einschlafen.
Der Ratgeber "Milch für Kinder", Einkaufsratgeber für Genuss ohne Gentechnik, kann kostenlos bestellt werden. Wegen der großen Nachfrage kann es einige Tage dauert, bis er bei Ihnen eintrifft. "Milch für Kinder", Einkaufsratgeber für Genuss ohne Gentechnik (2010), 24 Seiten
Infoquelle: Greenpeace
