
- Bergsteiger am Stüdlgrat - Nationalpark Hohe Tauern
Er ist der höchste Berg Österreichs und zieht jedes Jahr rund 5.000 Bergsteiger an. Doch allzu leicht sollte keiner die Besteigung des Großglockners nehmen, denn immerhin geht es auf 3.798 Meter hinauf. Dafür ist das Panorama hier oben ein ganz besonderes und das Gefühl auf dem höchsten Punkt Österreichs zu stehen, ist für Viele unbeschreiblich.
Über den Normalweg auf den Großglockner
Wer auf den Großglockner will, hat die Qual der Wahl. Fast 30 verschiedene Aufstiegsrouten existieren inzwischen. Als verhältnismäßig leicht gilt der sogenannte Normalweg, der Kletterstellen im zweiten Schwierigkeitsgrad aufweist. Der Weg führt über die Adlersruhe, Standort der Erzherzog-Johann-Hütte über den Kleinglockner auf den Gipfel des Großglockners. Auch wenn diese Route als leicht gilt, bedeutet dies nicht, dass ungeübte Bergsteiger ohne Bergführer unterwegs sein sollten. Trittsicherheit, der richtige Umgang mit Steigeisen und Schwindelfreiheit sind unbedingte Voraussetzung für die Gipfelroute. Für den Aufstieg ab der Hütte sind rund zwei Stunden einzuplanen.
Der Stüdlgrat auf den Großglockner
Nach dem Normalweg ist diese Variante die beliebteste auf den Großglockner. Der Stüdlgrat führt mit Kletterstellen im dritten und vierten Schwierigkeitsbereich über das Ködnitzkee zum Gipfel. In luftiger Kletterei geht es vorbei an Felstürmen und Grataufschwüngen in rund vier Stunden auf den Großglockner. Die Route ist mit Klebehaken gut gesichert, der Verlauf gut ersichtlich, dennoch nur für geübte hochalpine Kletterer zu empfehlen, da der Zeit- und Kraftaufwand häufig unterschätzt wird. Zusätzlich zu den vier Stunden sind noch eineinhalb Stunden Zustieg von der Erzherzog-Johann-Hütte bis zum Einstieg am Stüdlgrat zu rechnen.
Stützpunkte für die Glocknerbesteigung
Neben der Erherzog-Johann-Hütte gibt es im Gebiet des Großglockners noch weitere Hütten, die für eine Zwischenübernachtung auf dem Weg zum Gipfel in Frage kommen. Von Tirol aus kommend bieten sich das Lucknerhaus und die Lucknerhütte an, sowie das Kalser Tauernhaus und die Studlhütte. In Kärnten existieren außerdem noch das Glocknerhaus und die Salmhütte. Außerdem gibt es noch das Glocknerbiwak, das am Nordrand des Glocknerkees liegt. Egal von welcher Seite aus, die Besteigung des Großglockners geplant ist, eine rechtzeitige Reservierung auf den Hütten ist auf jeden Fall zu empfehlen, da besonders in den Sommermonaten der Ansturm sehr groß ist.
Mit einem Bergführer auf den Großglockner
Nicht nur geübte Bergsteiger können den höchsten Berg Österreichs besteigen. Mit einem Bergführer ist es auch weniger Geübten möglich, einmal das Panorama auf 3.798 Metern zu genießen. Zahlreiche Bergsteigerschulen sowie auch die Nationalparkverwaltung bieten geführte Touren an. Häufig empfiehlt es sich auch, nicht direkt mit dem Großglockner zu beginnen, sondern zu Beginn eine Tour auf einen einfacheren 3.000er Gipfel in den Hohen Tauern zu unternehmen. Wie zum Beispiel den Ankogel (3.251 Meter) für eine Akklimatisierungstour zu nutzen.
Die Lage des Großglockners - ein Berg, drei Bundesländer
Der Großglockner, Namensgeber der Glocknergruppe, befindet sich im Nationalpark Hohe Tauern und spielt seit seiner Erkundung im 18. Jahrhundert bei der Entwicklung des Alpinismus eine wichtige Rolle. Auch heute noch ist seine markante Spitze ein Wahrzeichen für Österreich und angeblich nach Schloss Schönbrunn das meistfotografierte Motiv im Land. Um auf den Gipfel des Großglockners zu kommen, stehen drei Bundesländer zur Auswahl, die alle Anteil am Nationalpark Hohe Tauern haben. Kärnten, Tirol und Salzburg. Der Gipfel des Großglockners liegt auf der Grenze zwischen Tirol und Kärnten.
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