
- Hönower Seenkette - Norman Oelker
Wer an Plattenbauten denkt, der denkt nicht automatisch an Grün, Biotope, Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete oder Parklandschaften. Genau dies ist aber das andere Gesicht von Marzahn-Hellersdorf. Unter den Bezirken Berlins steht der Stadtteil an dritter Stelle mit 15% an Grünflächen und Freiflächen. Eine Mischung von natürlichen Refugien und von Menschenhand geschaffenen Grünanlagen mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt laden hier zum entspannen; verweilen, wandern oder einfach die Seele baumeln lassen ein.
Vielfältige Natur mitten in der Stadt
Parks, Kleingartenanlagen, natürliches und naturbelassenes Grün, Teiche, Seen, Tümpel – die Natur in Marzahn-Hellersdorf ist vielschichtig und bietet Abwechslung. Über die Stadt hinaus bekannt ist z. B. der Erholungspark Marzahn mit seinen Gärten der Welt und einer Größe von 21 Hektar. Er wird immer noch erweitert. Eine besondere Attraktion stellt auch der Schlosspark Biesdorf mit dem ältesten und größten zusammenhängenden Baumbestand in Marzahn und seinen anderen Sehenswürdigkeiten dar. Wanderer werden vom Wuhletal, einer der größten Grüngürtel Berlins mit einem Wanderweg von knapp 16 Kilometer Länge angetan sein. An heißen Sommertagen mit hochgekrempelten Hosen einmal durch einen vom Grün umgebenen klaren Seitenbach der Wuhle spazieren – wer stellt sich so etwas mitten in der Stadt vor? Etliche Biotope und Schutzgebiete wie der Schleipfuhl oder die Hönower Weiherkette mit ihren rund 50 Hektar Fläche und vielfältigem Pflanzenwuchs laden zum Naturstudium ein. Wer will, kann sich das alles auch von einer höheren Warte aus betrachten. Die Ahrensfelder Berge, der Kienberg oder die Biesdorfer Höhe bieten mit bis zu 100 Metern Höhe nach einem kurzen Aufstieg einen weiten und freien Blick über den Bezirk. Die Reihe dieser Beispiele von Erholungsgebieten in Marzahn-Hellersdorf ließe sich noch weiter fortsetzen.
Heimat nicht nur für Menschen
Die Landschaften und Grünflächen im Bezirk sind auch die Heimat einer vielfältigen und teilweise seltenen Tierwelt. Man muss nicht einmal die Augen offenhalten oder von den Wegen abweichen, um sie wahrzunehmen. Beim warten am U-Bahnhof Hellersdorf kann man im benachbarten Grün Kaninchen zusehen und mit etwas Glück kreuzt ein paar Meter weiter die Konkurrenz in Form eines Fuchses den Pfad des Passanten am Hellersdorfer Graben. Wer mehr Glück hat kann im Gebiet der Ahrensfelder Berge auch schon einmal in Berlin kaum noch anzutreffende Feldhasen oder Rehe zu Gesicht bekommen. Kleinere Tiere wie Amphibien, Igel, Eichhörnchen und mehr sind vertreten. Auch die Vielfalt der Vogelwelt ist nicht das, was man in einer Großstadt erwartet. Im Wuhletal brüten z. B. etwa 70 Vogelarten und der eine oder andere Greifvogel ist nicht zu übersehen..
Das Grün in Marzahn-Hellersdorf nimmt sogar noch weiter zu. Die wachsende Parklandschaft am Hellersdorfer Graben oder die Planungen zur Gestaltung des Seelgrabens als Naherholungsraum sind nur einige Beispiele dafür. Bezirke mit Plattenbauten sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Für Marzahn-Hellersdorf kann man das so sehen.
