Grüner Tee – heilsame Wirkung seiner Inhaltsstoffe

Grüner Tee - Blätter - Antje Melanie Schneider
Grüner Tee - Blätter - Antje Melanie Schneider
Durch die zahlreichen positiven Eigenschaften des Grüntees wirkt er sich wohltuend auf die Gesundheit aus. Grüner Tee gilt als der beliebteste Heiltee.

Einer alten Legende nach wurde vor etwa 5.000 Jahren zum ersten Mal, gar zufällig während eines Jagdausfluges, Tee vom chinesischen Kaiser Shen Nung zubereitet. Bis heute gilt Tee als Genussmittel, da er zugleich erfrischend und – im Falle des Grünen Tees – sogar heilsam wirkt. Er wird von unzähligen positiven Eigenschaften begleitet, die wohltuend für Körper, Gesundheit und Geist sind.

Camellia sinensis – die Pflanze des Grünen und auch des Schwarzen Tees

Hauptsächlich wird Grüner Tee in Gebieten Süd- und Ostasiens hergestellt, wie etwa in China und Japan, den beiden Ursprungsländern. Aber auch in Indien, Indonesien, Sri Lanka, Teilen Südamerikas und Ostafrikas sowie in der Türkei und im Iran wird die Pflanze angebaut. Der immergrüne Baum – Camellia sinensis – dessen Blätter gleichermaßen für die Zubereitung des Grünen als auch des Schwarzen Tees verwendet werden, kann bis zu 15 Meter hoch wachsen. Er benötigt ein feuchtwarmes Klima und gedeiht am besten in höheren Lagen. Seine Blätter sind dunkelgrün und die Ränder erinnern an eine feine Säge.

Während beim Schwarzen Tee eine Oxidation herausgefordert wird, um unter anderem den Gehalt der Gerbstoffe zu reduzieren und die ätherischen Öle sich voll entfalten zu lassen, wird beim Grünen Tee auf eine Fermentation vollkommen verzichtet. Somit bleiben, nachdem die Blätter der Pflanze gedämpft, gerollt und getrocknet wurden, die Inhaltsstoffe beim Grüntee vollkommen erhalten und auch die Farbe verändert sich nicht. Im Gegensatz zum Schwarzen Tee verliert dadurch der Grüne Tee seine heilsame Wirkung nicht, wodurch sich die Sorte bereits seit Jahren auszeichnet und immer beliebter wird.

Die Bedeutung der Gerbstoffe und der Mineralstoffe im Grünen Tee

Grüner Tee birgt zahlreiche positive Attribute in sich, weshalb er insbesondere in der Heilkunde immer gebräuchlicher wird. Durch eine etwas längere Ziehzeit des Tees werden die Gerbstoffe (Tannine) intensiviert. Das sorgt zwar für einen etwas bitteren Geschmack des Tees, verlangsamt aber auch die Alterungsvorgänge im Körper. Außerdem sorgen sowohl die Tannine als auch Katechine - als antioxidative Flavonoide - beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Die Gefahr von Magenkrebs wird aufgrund der hemmenden Wirkung auf das Wachstum der Krebszellen vermindert. Der Gehalt von Mineralstoffen unterbindet zusätzlich eine Übersäuerung im Magen, sodass Menschen mit Verdauungsproblemen auf Grünen Tee nicht verzichten sollten.

Neben des bedeutsamen Wesenszugs der Mineralstoffe – bestehend aus Calcium und Kalium – in der Magengegend sorgen diese insbesondere zusammen mit Spurenelementen dafür, dass die Zähne von Karies verschont bleiben. Bereits das Durchspülen Grünen Tees im Mund schützt vor Parodontose. Das Calcium beruhigt darüber hinaus die Muskulatur und stärkt den Knochenaufbau.

Grüner Tee beeinflusst das Herz-Kreislauf-System

Zusätzlich hat Grüntee einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System. Die Alkaloide Theophyllin und Theobromin helfen dabei die Blutgefäße zu erweitern, den Blutdruck zu senken und die Leistung der Herzmuskeln zu fördern. Die Ablagerungen in den Blutgefäßen reduzieren sich, wodurch Arteriosklerose vorgebeugt wird. Durch eine Minderung der Bildung von Blutgerinnseln wird die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls gesenkt. Ebenfalls verbessern sich die Fließeigenschaft des Blutes und Fettwerte.

Die Rolle des Koffeins und der Vitamine im Grünen Tee

Wie auch beim Schwarzen Tee und beim Kaffee, ist im Grünen Tee Koffein enthalten (abhängig von der Sorte mal mehr, mal weniger). Der Unterschied liegt jedoch in der Wirkungsweise. Durch die Gerbstoffe, an die sich das Koffein im Grünen Tee bindet, wird verhindert, dass das Koffein sofort ins Blut gelangt und somit einen raschen Wacheffekt auslöst. Stattdessen hat der Grüntee eine sanfte anregende Wirkung, die nach etwa einer halben Stunde einsetzt, sich dafür aber bis zu drei Stunden halten kann.

Ferner wirkt sich der heilsame Tee positiv auf Stoffwechselerkrankungen wie Gicht und Diabetes mellitus aus. Er unterstützt die Funktion und Erneuerung jeglicher Körperzellen. Durch den hohen Grad an Vitamin C und Zink wird das Immunsystem gestärkt und die Verdauung wird wohltuend reguliert. Des Weiteren sind aber auch Vitamin A und insbesondere die Vitamingruppe B enthalten, die für eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit, eine Entgiftung des Körpers und eine Anti-Stress-Wirkung sorgen.

Informieren Sie sich weiter: Grüner Tee – japanische und chinesische Sorten und Zubereitung

Literatur:

  • Die Teefibel – Vielfalt und Heilkraft aus der Natur, Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft mbH
  • Die besten Haus- und Naturheilmittel – Altbewährtes neu entdeckt, Gondrom
  • Miriam Polunin: Die 50 besten Lebensmittel für Ihre Gesundheit, garant