In der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen an einer Erkältung, und versuchen ihrem Körper mit einer warmen Tasse Tee etwas Gutes zu tun. Am besten eignet sich hier Grüner Tee – denn dieser hat sich als besonders gesundheitsfördernd herausgestellt.
Was ist eigentlich das Besondere am Grünen Tee?
Grüner Tee geht - genauso wie Schwarzer Tee - aus Blättern der chinesischen Teepflanze (Thea sinensis) hervor. Die beiden Teesorten unterscheiden sich lediglich in einem als Fermenation bezeichnetem Verarbeitungsschritt, der nur bei der Herstellung von Schwarzem Tee stattfindet. Bei diesem Vorgang werden die im Teeblatt enthaltenen Gerbstoffe - vor allem die so genannten Catechine - oxidiert und schließlich zu größeren Molekülen weiterverarbeitet, die wiederum für die Schwarzfärbung verantwortlich sind. Bei der Herstellung von Grünem Tee hingegen werden die zur Fermentation nötigen Eiweißstoffe durch Hitze vernichtet. Grüner Tee enthält deshalb als Gerbstoff hauptsächlich Catechin - aber gerade dem werden gesundheitsfördernde Fähigkeiten zugesprochen.
Die wesentlichen Inhaltsstoffe des Grünen Tee
-Gerbstoffe (hauptsächlich Catechine; etwa ein Drittel des Tee-Trockengewichts)
-Mineralstoffe (etwa 5% der Trockensubstanz; Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Fluor)
-Alkaloide (vor allem Koffein; 1 Liter Tee enthält etwa 150 bis 350 mg Koffein)
-ätherische Öle
-Vitamine (hauptsächlich Vitamin C; etwa 100g Tee-Trockensubstanz enthalten 250 mg Vitamin C)
Grüner Tee zur Vorbeugung
Die Gerbstoffe des Grünen Tees haben so genannte antioxidative Eigenschaften. Antioxidantien sind wichtige Schutzstoffe, die Sauerstoffradikale im menschlichen Körper unschädlich machen – die ansonsten an der Entstehung von Krebserkrankungen beteiligt wären. So ist es beispielsweise auf die antioxidativen Eigenschaften zurückzuführen, dass Grüner Tee der Entstehung von Hautkrebs vorbeugt, wie eine Untersuchung der Case Western Reserve University, USA, ergab.
Grüner Tee in der Therapie
Seit alters her gilt Grüner Tee als Heilmittel. Schon immer wird das Getränk als unterstützende Behandlung bei Entzündungen im Mund - und Rachenraum, Magen-Darm-Erkrankungen, Verstopfung, Erkältung und Grippe verwendet. Aber auch bei Bluthochdruck hat sich Grüner Tee bezahlt gemacht.
Neuste Studien zeigen sogar, dass das Aufguss-Getränk auch bei Hautentzündungen eingesetzt werden sollte: Wissenschaftler der Universität in Freiburg und Los Angeles untersuchten 60 Krebspatienten, die aufgrund einer Strahlentherapie mit Hautentzündungen zu kämpfen hatten. Dank Kompressen mit Grünem Tee heilten die Entzündungen nach 16 Tagen ab, was die Wissenschaftler hauptsächlich auf die im Grünen Tee enthaltenen Gerbstoffe zurückführten. Zudem haben die Forscher festgestellt, dass der Tee die Produktion von Entzündungsstoffen hemmt. Aufgrund von Hautschäden wird häufig eine Krebstherapie abgebrochen, dank der Tee-Extrakte kann eine Strahlentherapie nun konsequenter durchgeführt werden.
Vorsicht bei der Auswahl von Grünem Tee
Eine Untersuchung der Stiftung Warentest hat insgesamt 68 in Deutschland erhältliche Sorten des Grünen Tees auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Das Ergebnis: Nur sieben waren frei von Rückständen oder wiesen lediglich Spuren auf. Vor allem Sorten aus ökologischem Anbau schnitten gut ab. Beim Tee-Einkauf sollte deshalb unbedingt auf Qualität geachtet werden.
