
- Grüner Tee - Herzstiftung
Nach einer Legende wurde der Grüne Tee 2737 v. Chr. zufällig in China entdeckt. Dem Kaiser wehte ein Blatt eines wildwachsenden Teestrauches in eine Schale mit heißem Wasser. So entstand der erste Aufguss.
Die Chinesen tranken den Tee zunächst nur als Heilmittel. Er half unter anderem bei Kopfschmerzen, Müdigkeit, Rheuma, Konzentrationsschwäche und Sehschwäche. Erst viel später wurde er auch als Genussmittel getrunken und ab etwa 400 v. Chr. entstanden erste Formen der traditionellen Teestunde.
Durch buddhistische Mönche gelangte der Grüne Tee im 6. Jh. v. Chr. nach Japan. Während die Chinesen die Teeblätter einfach mit heißem Wasser übergossen, wurden sie in Japan erst zu Pulver gerieben, bevor man sie mit kochendem Wasser übergoss. Nachdem die Teezubereitung sich im Laufe der Zeit immer wieder geringfügig veränderte, ging man im 16./17. Jahrhundert allgemein dazu über, die Teeblätter meist nicht mehr zu pulverisieren, sondern sie gleich mit heißem Wasser aufzubrühen. Diese Zubereitungsweise ist bis heute üblich.
Durch die Holländer kam der Grüne Tee 1610 nach Europa. In Deutschland verbreitete er sich zuerst in Ostfriesland. Auch dort wurde er zunächst als Medizin angewendet. Dann wurde er nur von der Oberschicht getrunken und schließlich setzte er sich überall als Modegetränk durch.
Wie wird Grüner Tee hergestellt?
Im Gegensatz zu Schwarzem Tee wird Grüner Tee nicht fermentiert, das heißt, er wird keinem Oxidations- oder Gärungsprozess unterzogen. Wenn die frisch gepflückten Blätter gewelkt sind, werden sie kurz erhitzt, geröstet oder gedämpft. Dadurch wird das Fermentieren verhindert und alle Wirkstoffe der Vitamine und Mineralstoffe bleiben im Blatt. Dann werden die Teeblätter gerollt, gepresst und im Heißluftofen endgültig getrocknet.
Die Herstellung von Grünem Tee unterscheidet sich nach Sorte und Herkunft:
- Die chinesischen Grüntees werden in der Pfanne geröstet. Dadurch haben sie einen herb-rauchigen, blumigen Geschmack.
- Die japanischen Grüntees werden gedämpft. Dadurch haben sie einen grasigen, frischen Geschmack.
Woraus besteht Grüner Tee?
Grüner Tee enthält genauso wie Schwarzer Tee Koffein. Außerdem besteht er aus Catechin, was die meisten gesundheitsfördernden Wirkungen enthält, dem Tee aber auch seinen bitteren und herben Geschmack verleiht. Weiterhin besteht er aus Gerbstoffen, die ebenfalls für den herben Geschmack verantwortlich sind. Dazu kommen Vitamin A, B, B2 und Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Natrium, Karotin und Fluor.
Welche Wirkungen hat Grüner Tee?
Regelmäßiges Trinken von Grünem Tee kann lebensverlängernd wirken. Er senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er vermindert die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken und verlangsamt das Voranschreiten von Krebs. Er verstärkt die Wirkung von Antibiotika. Er verlangsamt das Voranschreiten von Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Multipler Sklerose. Durch den Fluorgehalt beugt er Zahnkaries vor. Deshalb ist er sogar für Kinder empfehlenswert.
Außerdem hat Grüner Tee entspannende Eigenschaften, er hebt das Wohlbefinden, beruhigt bei Stress, reinigt die Haut, macht schlank, kräftigt die Muskulatur, steigert die Verdauung, entgiftet und noch vieles mehr.
Wie bereitet man Grünen Tee zu?
Den Blatttee sollte man zuerst mit lauwarmem Wasser abwaschen. Pro Tasse verwendet man einen gehäuften Teelöffel. Die Temperatur des Wassers beim Aufbrühen sollte zwischen 70°C und 90°C liegen. Die Ziehzeit sollte zwischen 2 und 4 Minuten betragen. Grünen Tee kann man zwei- bis dreimal aufgießen. Mit jedem Aufguss sollte die Wassertemperatur aber höher sein und die Ziehzeit kürzer.
Aus Grünem Tee kann man nicht nur leckere Getränke herstellen, sondern auch Speisen. Auf der Grünteeseite kann man nach Belieben nach Rezepten stöbern.
Tipps:
- Grünen Tee nur in kleinen Mengen kaufen und lieber den frischen genießen.
- Grünen Tee nicht in der Nähe von Gewürzen und Kräutern lagern, da er sehr schnell fremde Gerüche und Aromen aufnimmt und dadurch seinen eigenen Geschmack verliert.
Quellen: gruener-tee.net, das-teebuch.de
