Grundlagen der WENN-Funktion in Excel

Das Wetter-Beispiel - Christopher Olbertz
Das Wetter-Beispiel - Christopher Olbertz
Dieser Artikel möchte in die grundlegende Arbeit mit der WENN-Funktion in Excel einführen und diese mit mehreren Beispielen verdeutlichen.

Die WENN-Funktion in Excel kann Ihnen helfen, komplexe Problemlösungen schnell und einfach zu lösen. Leider erschließen sich ihr Umgang und ihre Möglichkeiten nicht sofort, sondern man muss den Einsatz der Funktion ein wenig üben. Mit der WENN-Funktion kann man erreichen, dass unter unterschiedlichen Bedingungen unterschiedliche Berechnungen durchgeführt werden. In diesem Artikel werden nur die Grundlagen der WENN-Funktion vorgestellt, aber Sie können auch komplexere Probleme mit ihr lösen.

Voraussetzungen

Sie sollten sich mit folgenden Themen auskennen:

  • Formeln
  • Funktionen
  • Relative und absolute Zellbezüge

Wie funktioniert die WENN-Funktion?

Am besten lässt sich die Funktionsweise der WENN-Funktion an einem kleinen Beispiel aus dem täglichen Leben darstellen. Stellen wir uns vor, wir schauen mittags aus dem Fenster und treffen anhand des Wetters eine Entscheidung für den Nachmittag. Wenn die Sonne scheint, gehen wir ins Schwimmbad, wenn es regnet, schauen wir einen Film. Am Anfang haben wir nur diese beiden Möglichkeiten. In "Excel-Sprache" könnte man das so formulieren: Wenn das Wetter gleich sonnig, dann Schwimmbad, sonst Film.

Schauen wir uns einmal das Beispiel in Bild 1 an. Dabei handelt es sich um eine Übersicht über das Wetter an bestimmten Tagen. Excel gibt an, was wir an diesen Tagen tun könnten. Es gibt vorerst nur die beiden Möglichkeiten: sonnig -> Schwimmbad, regnerisch -> Film. Die Syntax der WENN-FUNKTION sieht folgendermaßen aus: WENN(Bedingung; Dann-Wert; Sonst-Wert)

  • Bedingung: Eine Bedingung, die entweder wahr oder falsch ist.
  • Dann-Wert: Wird ausgeführt, wenn die Bedingung wahr ist.
  • Sonst-Wert: Wird ausgeführt, wenn die Bedingung nicht wahr ist.

In Zelle C2 finden wir die folgende WENN-Funktion: =WENN(B2 = "sonnig"; "Schwimmbad"; "Film"). In der Bedingung wird der Wert in der Zelle B2 geprüft. Eine Bedingung besteht immer aus drei Elementen: eine Zelle, einem Vergleichsoperator und einem Wert, mit dem die Zelle verglichen wird. Folgende Vergleichsoperatoren sind möglich:

  • gleich: =
  • ungleich: <>
  • größer: >
  • größer gleich: >=
  • kleiner: <
  • kleiner gleich: <=

In der Bedingung im Beispiel wird gefragt, ob der Inhalt der Zelle C2 "sonnig" ist. Wenn die Bedingung wahr ist, wird der Dann-Wert ausgeführt. Das kann eine einfache Ausgabe wie im Beispiel sein oder eine komplexe Berechnung, die weitere Funktionsaufrufe enthalten kann. Achten Sie darauf, dass Ausgaben, die als Text erfolgen sollen, wie im Beispiel in Anführungszeichen stehen müssen.

Weitere Beispiele

Das nächste Beispiel (Bild 2) führt eine komplexere Berechnung durch. Die Provisionen für unsere Verkäufer sollen berechnet werden. Wenn der Verkäufer einen Umsatz von mehr als 300.000 Euro erwirtschaftet hat, erhält er eine Provision von 8% des Umsatzes, sonst sind es 4%. Sehen wir uns die Formel in Zelle C4 an: =WENN(B4>=300000;B4*8%;B4*4%).

Sie sehen, dass die Bedingung fragt, ob der Inhalt der Zelle größer oder gleich 300.000 ist. Wenn das der Fall ist, wird B4 * 8% ausgerechnet. In allen anderen Fällen, also wenn der Wert von B4 kleiner als 300.000 ist, wird B4 * 4% berechnet. Das Ergebnis der WENN-Funktion erscheint wie immer in der Zelle, in welcher die Formel steht.

Natürlich können Sie auch innerhalb der WENN-Funktion weitere Funktionen aufrufen. Wir erweitern das Beispiel ein wenig. Wenn der Gesamtumsatz größer als 1.000.000 Euro ist, soll in Zelle A12 der Text erscheinen: "Erfolgreiches Jahr". Sonst soll nichts geschehen. Dazu benötigen wir natürlich die Summe der Umsätze. Sie können die Summe natürlich separat berechnen. Aber dann steht sie irgendwo auf dem Tabellenblatt und das möchten wir in unserem Beispiel vermeiden. Hier soll die Summe innerhalb der WENN-Funktion berechnet werden. Dies geschieht mit Hilfe der gleichnamigen Funktion SUMME.

In A12 sehen Sie folgende Funktion: = WENN(SUMME(B4:B10) > 1000000; "Erfolgreiches Jahr"; ""). In der Bedingung wird geprüft, ob die Summe aus dem Bereich B4 bis B10 größer als 1000000 ist. Wenn nichts ausgegeben werden soll, wie hier im Sonst-Wert, geben Sie einfach zwei Anführungszeichen ein. Aber Sie können Funktionen auch im Dann- oder im Sonst-Wert aufrufen.

In Bild 3 sehen Sie ein erweitertes Beispiel. Wir sind großzügig: Die Mitarbeiter erhalten noch einen Sonderzuschlag. Wenn der durchschnittliche Umsatz der Verkäufer höher ist als 250.000, erhalten die Verkäufer einen Sonderzuschlag in Höhe von 1% der höchsten Provision, sonst in Höhe von 1% der niedrigsten Provision. Die Formel: =WENN(MITTELWERT($B$4:$B$10) > 250000; MAX($C$4:$C$10) * 1%; MIN($C$4:$C$10) * 1%).

Es werden drei Funktionen innerhalb der WENN-Funktion aufgerufen. In der Bedingung rechnen wir den Mittelwert aus und prüfen, ob er höher als 250.000 ist. Falls ja, wird im Dann-Wert das Maximum berechnet und mit 1% multipliziert. Sonst rechnen wir ein Prozent vom Minimum der Provisionen aus.

Christopher Olbertz - Ich heiße Christopher Olbertz und komme aus dem Saarland. Nach dem Abitur im Jahr 2000 und meinem Wehrdienst startete ich eine ...

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