Guido Westerwelle gibt als FDP-Vorsitzender auf

Guido Westerwelle verkündet Rücktritt - Guido Westerwelle
Guido Westerwelle verkündet Rücktritt - Guido Westerwelle
Guido Westerwelle verkündet am frühen Sonntagabend seinen Rückzug als Parteivorsitzender der FDP. Die Erklärung im Wortlaut. Wer wird sein Nachfolger?

Bei der FDP dürfte dieses Wochenende eine nervöse Stimmung geherrscht haben. Seit Tagen schon lag etwas in der Luft und es brodelte mächtig innerhalb der Partei. Guido Westerwelle berief überraschend eine Pressekonferenz am frühen Sonntagabend ein und ließ die Bombe platzen. Westerwelle gab bekannt, auf eine weitere Kandidatur als Parteivorsitzender zu verzichten. Der Druck nach den letzten Wahldebakel wurde zu groß und die Kritik aus der eigenen Partei zu laut.

Kritik aus der eigenen Partei wurde größer

Die Pressekonferenz fiel ausgesprochen kurz aus. Gerade zwei Minuten dauerte Westerwelles Erklärung an die eilig bestellten Journalisten. Danach verschwand der Außenminister genauso eilig, wie er gekommen war. Fragen der anwesenden Presse beantwortete er nicht mehr, wie Bild.de berichtete. Guido Westerwelles Erklärung im Wortlaut:

Der FDP-Chef nahm sich nur zwei Minuten Zeit für die Presse

"Ich habe eine Entscheidung getroffen, die ich mir gut und gründlich überlegt habe. Nachdem ich aus Asien, aus China und Japan zurückgekehrt bin, habe ich eine Anzahl von weiteren Gesprächen auch mit dem engeren Kreis der Parteiführung durchgeführt, aber auch darüber hinaus. Ich werde auf dem kommenden Bundesparteitag im Mai nach zehn Jahren als Parteivorsitzender nicht erneut für das Amt mich bewerben."

Guido Westerwelle wird sich nicht mehr für den Parteivorsitz bewerben

"Ich kann ihnen sagen, dass mir diese Entscheidung einerseits sehr schwer, andererseits aber auch leicht fällt. Schwer deshalb, weil man nach zehn Jahren als Parteivorsitzender natürlich mit viel Herzblut bei der Sache ist. Leicht aber, weil eine ganze Anzahl auch von jungen Persönlichkeiten bereitsteht, auch in die Führung der Partei aufzurücken und die Führung der FDP zu übernehmen."

Westerwelle wil Platz für die junge Generation machen

"Ich werde meine Arbeit auf das Amt des Außenministers konzentrieren. Und ich werde weiterhin mit ganzer Kraft für den Erfolg der Liberalen, für den Erfolg der FDP arbeiten. Wir haben eine gute und erfolgreiche Koalition. Ich möchte, dass wir diese Arbeit auch als Liberale sichtbar und erfolgreich fortführen. Und ich kann ihnen versichern, dass das natürlich ein besonderer Tag ist.

Es ist ein besonderer Tag natürlich auch für mich selbst. Aber ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist. Es ist die richtige Entscheidung, jetzt auch für einen Generationswechsel in der FDP mit einem Neuanfang zu sorgen. Ich danke für ihre Aufmerksamkeit."

Rösler oder Lindner als Nachfolger gehandelt

Nach diesem politischen Paukenschlag stellt sich die Frage, wer Nachfolger von Westerwelle wird und den Parteivorsitz übernimmt. Als wahrscheinlichster Kandidat wird Gesundheitsminister Philipp Rösler gehandelt. Aber auch FDP Generalsekretär Christian Lindner hätte sicher gute Chancen auf den Chefposten, gilt er doch als das aufstrebende Talent der Partei. Die FDP will das Thema der Nachfolge möglichst schnell vom Tisch haben und eventuell schon am kommenden Dienstag darüber entscheiden.

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Andreas Arimont - Schon als Jugendlicher schrieb ich für ein Nintendo Spielemagazin Artikel. Ich lebe und arbeite in Hannover. Die Stadt hat allen ...

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