
- Kürbisgewächse - Blühendes Barock Ludwigsburg - Jucker Farmart AG
"Allerdings, Freund, taugen die Menschen und die Gurken nichts, sobald sie reif sind", stellte Jean Paul in seinen "Flegeljahren" fest. Allerdings, gerade vollreife Explodiergurken taugen nichts und ihre Gefährlichkeit wird immer wieder unterschätzt, obwohl die verheerenden Auswirkungen der Explodiergurkenexplosionen schon von den Einstürzenden Neubauten im Lied "Explosion im Festspielhaus" besungen wurde: Damals konnte auch der massive Einsatz von Spritzgurken der örtlichen Feuerwehrgurkentruppe die Tragödie nicht verhindern – mehrere Einlegegurken hauchten ihr Gurkenleben aus und wurden in Gurkengläser eingelegt. Sich dieser Gefahr bewusst, gab es im Jahr 2008 keine Explodiergurken im Gemüseprogramm der Arche Noah.
Arche Noah ...
... vergurkt keine Gurken, sondern hat sich in Gurken verguckt. Nicht nur die Gartengurke "Vorgebirgstraube" gurkt im Gemüsesortiment des österreichischen Vereins "Arche Noah" herum. Als "Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt" findet man sicherlich noch manch Gemüseschmankerl.
Brandenburger ...
... lieben ihre Spreewald-Gurken so sehr, dass sie mit ihren Radgurken den circa 250 Kilometer langen "Gurken-Radweg" entlang gurken.
Cucumis ...
... nennt man die Pflanzengattung der Gurken auf Lateinisch. Gurken gehören zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Gurken und Kürbisse bilden als Gemüse Beerenfrüchte mit harter Schale und weichem Kern – Panzerbeeren.
Die Vermessung der Gurkenwelt ...
... bringt im Anbauversuch bei der Antillen-Gurke "Cucumis anguria" eine Gurkenlänge von 2 bis 5 Zentimetern.
Explodiergurken ...
... explodieren! Gegenüber der ungenießbaren Explodiergurke "Cyclanthera brachystachya" explodiert die Explodiergurke "Cyclanthera explodens" auch geschmacklich ähnlich der Essiggurke. Die etwa 1,5 Zentimeter langen Gürkchen müssen früh geerntet werden, sonst fühlen sie sich vergurkt, werden vollreif, bauen Druck auf, und lassen den Druck in Explodiergurkenexplosionen ab – dann fliegt der Samen meterweit.
Fusarium oxysporum ...
... gehört zu den Gurkenschurken. Der langatmige Pilz "Fusarium oxysporum f. sp. radiciscucumerinum" vergurkt die Gurken und verursacht die Fusarium-Welke
Gurken ...
... werden in Salatgurken gleich Schlangengurken, Einlegegurken und Schälgurken eingeteilt.
Haarweibchen ...
... wurden früher als Cocktailgurken "Melothria trilobata" von spitzbübischen Spitzgurken ständig vergurkt, weil sich Haarweibchen auf Gurkenverkostungen ständig von Kindern vernaschen lassen.
"Im kühlen Gewölbe ...
... Gärt ihr der kräftige Kohl und reifen in Essig die Gurken", berichtet Johann Wolfgang von Gurken-Goethe in seiner "Zweiten Epistel".
Jungpflanzen der Gurken ...
... sind empfindlich gegen tiefe Temperaturen in der Nacht, wegen verspäteten Spätfrosten sollten die kleinen Gürkchen nicht vor Mitte Mai ausgepflanzt werden.
Krumme Gurken ...
... wollen als Panzerbeeren nicht rollen, sie nehmen deshalb der Europäischen Union die neue Vermarktungsnorm krumm: Ab 1. Juli 2009 dürfen sie sich nur noch "ohne Angabe einer Klasse auf Grundlage der allgemeinen Vermarktungsnorm oder mit Angabe der Klasse II auf Grundlage der UNECE-Norm" in der Gemüseabteilung krümmen.
Lieblingsgemüse des Kaisers Tiberius ...
... war die Gurke. Dies berichtet Gaius Plinius Secundus Maior in seiner "Naturalis historia". Plinius der Ältere bezeichnet die Gurken im 23. Kapitel seiner Naturgeschichte als "knorpelige" Pflanzenklasse.
Momordica charantia ...
... nennt man die knorpelige und verbitterte Bittergurke oder Balsambirne im Botaniker-Latein. Der Bitterstoff Momordicin regt aber eher die Verdauung an, richtig bitter wird es erst mit dem Bitterstoff Cucurbitacin – er ist giftig.
Netzung ...
... nennt man eines der Schalenmerkmale der Gurken. Die Russische Gurke wirft sich silbrig genetzt in Schale, die grünen Salatgurken aus dem Supermarkt kommen ganz ohne Netz und doppelten Boden aus.
Optimal wachsen Gurken ...
... im Glashaus oder Folientunnel. Bauen Sie ihre Gurken im kaiserlich klassischen Stil wie Kaiser Tiberius an!
Phomopsis sclerotioides ...
... ist ein weiterer Gurkenschurke. Der Schlauchpilz schlaucht Gurken und verursacht die Schwarze Wurzelfäule.
Qualitätsnormen für Gurken ...
... findet man im Amtsblatt der Europäischen Union.
Russische Gurken ...
... vergurken sicherlich jedes Russisches Roulette. Die Russische Gurke "Cucumis sativus var. sikkimensis" hat eine orange-gelbe bis braune und silbrig genetzte Schale. Gurkengärtner können sich hierzulande an etwa 500 Gramm schweren Panzerbeeren erfreuen.
Spritzgurken und Spitzgurken ...
... sind saftgeschwellte Gurken und als "Ecballium elaterium" und "Cyclanthera pedata" nur im Deutschen nahe verwandt.
Trichosanthes cucumerina var. anguina ...
... schlängelt sich gerne als Schlangen–Haargurke mit spargelähnlichen Geschmack im Wok. Natur-Schlangen–Haargurken werden bis zu 150 Zentimeter lang, Kultur-Schlangen–Haargurken nur 20 bis 30 Zentimeter. Die weißen und zerfransten Haar-Blütenblätter fusseln nicht.
Unreife Schlangen–Haargurken ...
... verschlingt man überall in Asien und Südamerika gnadenlos mit Trieb und Blatt.
Vollreife Spritzgurken ...
... stehen in der Leistungsgurkengesellschaft höllisch unter Druck. Halten sie dem Druck nicht mehr Stand, knallt ihre gurkige Sollbruchstelle durch – der Samen fliegt über zehn Meter weit.
Wildgurken ...
... wachsen in Zentralamerika wie wild im Wald. Wild und wie von Halloween-Kürbissen gebissen, bilden die Peruaner Gurkentruppen und wildern die Gurkengruppen der Spitzgurke "Cyclanthera pedata".
X-Fire Cross Gurken ...
... werden nur im Internet angebaut, hier wurde das Cross-Rennrad "X-Fire Cross" von Ridley vergurkt.
Yellow Eastern Shipper-Melonen ...
... haben sich nicht in den falschen Artikel verschippert. Die "Gelbe italienische Netzmelone" ist eine Varietät der Zuckermelone "Cucumis melo" – sie gehört zur Gattung der Gurken.
Zackengurken ...
... kann man auch im Garten mit ihren warzenartigen Zacken auf Zack bringen. Dies zeigen Anbauversuche der Forschungsanstalt für Gartenbau in Wien. Die 15 bis 20 Zentimeter großen orangegelben Früchte von "Cucumis metuliferus" werden auch Kiwano genannt.
