Gute Laune dank Sonnenschein

Die Macht der Sonne aufs menschliche Gemüt

Frau in der Sonne - www.pixelio.de
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Text über Wirkung der Sonne aufs menschliche Gemüt/ als Energiespender im Winter, Gefahren beim Sonnenbad, Risiko Solarium, Alternative Lichttherapie bei Winterdepression

Oft wird der Winter dem menschlichen Gemüt zum Verhängnis. Man ist müde, lustloser, gereizt, in einigen Fällen sogar depressiv. Das Warten auf den Frühling und die ersehnten wärmenden Sonnenstrahlen beginnt. Jeder kennt das Glücksgefühl, wenn die Sonne nach einem langen Winter zum ersten Mal wieder hinter der Wolkendecke hervorblitzt und die Nase kitzelt.

Wieso ist die Sonne so wichtig für unser Wohnbefinden?

Durch die ultravioletten Sonnestrahlen werden im Körper Glückshormone, die Endorphine, erzeugt, die Durchblutung und der Stoffwechsel wird angeregt und das wichtige Vitamin D hergestellt. Vitamin D aktiviert den Knochenaufbau und reguliert den Kalziumspiegel im Blut. Bei zu wenig Tageslicht produziert der Körper das Hormon Melatonin, das eigentlich nachts gebildet wird und für einen gesunden Schlaf sorgt. Am Tag hingegen macht es müde, träge und lustlos.

Der Sonne hinterher…

Sobald die Sonne sich blicken lässt, sollte man deshalb jede Gelegenheit für einen Spaziergang im Freien nutzen. Schon 10 Minuten in der Sonne reichen, um wieder neue Energie zu tanken und Glückshormone zu aktivieren. Am besten wendet man sein Gesicht direkt der Sonne zu, schließt die Augen und genießt bewusst die wohltuende Wärme. Einfach mal abschalten, die schlechte Laune vergessen und Energie tanken. Oftmals fühlt man sich nach solch einem Sonnenbad gleich viel besser.

In Maßen genießen

Auch wenn die Sehnsucht nach Licht und Wärme nach einem langen Winter groß ist, ist beim Genuss der Sonne Vorsicht angesagt. Das gilt mehr für die Sommerzeit als Frühlingsspaziergänge. Um sich vor einem Sonnenbrand, vorzeitiger Hautalterung und vor allem vor Hautkrebs zu schützen, sollten daher folgende Richtlinien unbedingt beachtet werden:

• Vor dem Sonnen den eigenen Hauttyp ermitteln. Die meisten Deutschen sind helle bis mittlere Hauttypen. Der Eigenschutz vor der Sonne beträgt gerade mal 10-30 Minuten. Entsprechend wichtig ist es zu wissen, welcher Hauttyp man ist und wie lange man sich ungefährdet in der Sonne aufhalten kann.

• Nach Ermittlung des Hauttyps ein entsprechendes Sonnenschutzmittel besorgen und rechtzeitig vor dem Sonnenbad auftragen. Das Auftragen sollte nach dem Baden unbedingt wiederholt werden, auch wenn auf dem Präparat damit geworben wird, dass es wasserfest ist.

• Die Mittagssonnen zwischen 12 und 15 Uhr meiden. In dieser Zeit steht die Sonne am höchsten und gibt die meiste UV-Strahlung ab.

• Generell gilt: Besser im Schatten aufhalten. Auch hier wird man braun, nur langsamer und schonender. Sonnenschutzmittel nicht vergessen!

• Kleinkinder sollten der direkten Sonnen nicht ausgesetzt werden. Ihre Haut ist sehr empfindlich. Sonnenbrände können noch Jahre später zu Spätfolgen führen. Wenn man Kinder mit in die Sonnen nimmt, unbedingt viel im Schatten aufhalten, einen hohen Lichtschutzfaktor verwenden, Hut und langes Oberteil zum Schutz nicht vergessen.

• Nicht mehr als 30-50 intensive Sonnebäder (je nach Hauttyp) pro Jahr nehmen.

Solarium als Sonnenersatz?

In der Winterzeit weichen viele Menschen aufs Solarium aus, um etwas Sonne zu tanken. Aber hier besteht laut des Bundesministeriums für Strahlenschutz generell ein Hautkrebsrisiko. Wer dennoch nicht auf den Sonnenstudiobesuch verzichten will, sollte sich zumindest vergewissern, dass es sich um ein zertifiziertes „Geprüftes Studio“ handelt, wobei auch hier schon Studios nachkontrolliert wurden, die nicht alle Kriterien eingehalten haben.

Alternative: Lichttherapie

Risikolos und sehr ergiebig für wintergeplagte Gemüter sind ist die so genannte Lichttherapie. Besonders bei der Winterdepression, auch SAD (saisonal abhängige Depression) ist sie als wirksame Behandlung anerkannt. Dabei wird die Person mit einer Vollspektrumlampe beleuchtet, die dem natürlichen Licht nachempfunden ist. Schon wenige Minuten pro Tag reichen, um eine Stimmungssteigerung zu erzielen. Am besten wirkt die Lichttherapie, wenn sie morgens durchgeführt wird. Die Behandlung erfolgt meistens über einen Psychiater, kann aber auch von Hausärzten verschrieben werden. Einige Ärzte oder Therapeuten verleihen die Lichttherapielampen auch. Für Menschen, bei einen Winterdepression diagnostiziert wurde, empfiehlt es sich, einen Lichttherapielampe im Sanitätshaus zu kaufen und sich so die Sonne direkt in Haus zu holen, bis sie draußen wieder scheint.