
- Vapiano - Jörg Tilmes
Die Schadow-Arkaden liegen am nördlichen Ende der Königsallee und beherbergen in ihrem hinteren Gebäudeabschnitt am Martin-Luther-Platz 28 eine Niederlassung der Vapiano-Restaurants, die unter anderem auch in Hamburg und München zu finden sind. Das Konzept des hochwertigen Selbstbedienungslokals ist gleichermaßen auf Tempo wie auf Qualität ausgelegt. Der Eingangsbereich besteht aus einer Glaswand, die im Sommer zur Außenterrasse vor dem Lokal geöffnet wird. Gemütliche, von Pflanzen eingerahmte Holztische laden zum Ausspannen ein.
Innen fällt die Zweiteilung des weltstädtisch modern gestalteten Vapiano auf
Links vom Eingang befindet sich eine etwas hochgesetzte Ebene mit loungeartigem Charakter im Stil einer Bar für den Drink oder die kurze Geschäftsbesprechung, dahinter ebenerdig Tische und Stühle im Barhockerformat.
Rechts vom Eingang werden die Speisen bestellt und zubereitet. Von dort aus führt auch eine Treppe auf die Galerie. Diese bietet einen Überblick über das gesamte Geschehen sowie eine ausreichende Zahl an Tischen und normal hohen Sitzgelegenheiten zum gemütlichen Essen und Unterhalten. Die gesamte Optik wird von den warmen Holztönen des Mobiliars dominiert; Rot und Weiss an den Wänden schaffen einen gelungenen Kontrast in den durch die Glasfront großzügig mit Tageslicht versorgten Räumen.
Schnell und preiswert: Vom Salat zur Pizza
Das Vapiano bietet drei Sorten Antipasti an: Bruschetta (geröstetes Brot, Knoblauch, Olivenöl) für 2,50 Euro. Vitello tonnato (zartes Kalbfleisch, Thunfischcreme, Kapern) ist für 7,50 Euro zu haben; ebenso Carpaccio vom Rind, hauchdünn in Ciprianisauce an Rucolasalat.
Diverse Blattsalate mit Kirschtomaten und Karotten (Insalata mista) ab 3,50 Euro; bedient man sich an der Salatbar und reichert man seinen Salat um Thunfisch, geröstete Croutons, Putenbrust, Rinderfilet oder Scampi an, zahlt man bis zu sieben Euro.
Pizza ist in vier Preisgruppen erhältlich: Die Standards wie Margherita, Spinaci oder Salame für 5,50 Euro; „Gruppo B“ mit wahlweise Rucola, gegrilltem Gemüse, Champignons, Tomate, Mozzarella (Verdure) für 6,50 Euro. Gruppe C liebt es pikant und scharf mit italienischer Wurst, Oliven, Parmaschinken, Artischocken oder Paprika für 7,50 Euro und für 8,50 Euro gibt es „Gruppo D“ mit Zutaten wie Garnelen, zartem Kalbfleisch, Thunfischcreme, Pute, Koreander und Räucherkäse.
Vier Preisgruppen auch für die Pastaspezialitäten des Vapiano
Nudelsorten nach Wahl, aber immer um die gleichen Beilagen ergänzt – so das Konzept zur Pasta im Vapiano. Gruppe A listet Gaumenfreuden wie Tomatensauce, Basilikum-Pesto, Olivenöl, Pinienkerne, Chili oder Pilze in Sahnesauce auf: Mit 5,50 Euro ist man dabei. Ebenso auch bei Klassikern wie Aglio e olio oder Funghi (Pilze). Ein Euro mehr ist für Gruppe B fällig, die fünf Gerichte mit folgenden Zutaten umfaßt: Bolognesesauce, Tomatensauce scharf oder standard, Spinat oder Sahnesauce mit Ei und Speck.
Gruppe C ist in folgende Gerichte gegliedert: Frische Kirschtomaten und Basilikum, Rucola-Ricotto-Ravioli an Kirschtomaten mit Pinienkernen, Ravioli mit Bolognesefüllung und Tomatensauce oder Putenbrust mit Orangen-Chilisauce, Pak-Choi und Paprika: 7,50 Euro je Speise.
Gruppe D ist auch hier die teuerste, wenngleich mit 8,50 Euro auch eher günstige Variante des Pastaessens und bietet sechs verschiedene Speisen: Gorgonzola mit Walnuss, Riesengarnelen in Sahnesauce mit Blattspinat, Rinderfiletstreifen mit Pilzen an Rucola oder Flusskrebse in Hummersauce. Scharfe italienische Wurst mit Feigen in Tomatensauce oder Riesengarnelen an Tomaten und frischem Gemüse.
Die Dessertkarte ist überschaubar, aber appetitanregend: Schokoladenkuchen für drei Euro, italienische Kekse für einen Euro, Tiramisu oder Mascarponecreme mit frischen Erdbeeren für 3,75 Euro.
Nicht alles ist perfekt
Zur Bestbenotung der stets frisch zubereiteten Gerichte und der erstklassigen, frischen Zutaten langt es nicht ganz, weil es hin und wieder vorkommt, dass die Speisen selbst den kurzen Weg von der Küche zum Sitzplatz an Wärme verlieren. Halbwarme Pasta kann dem Gast das Essen verleiden. Hat man jedoch diesbezüglich keinen Grund zur Beschwerde, ist das Essensangebot im Vapiano vor allen Dingen im Preis-/Leistungsverhältnis unschlagbar.
Die Bedienung im Vapiano am Martin-Luther-Platz verdient hingegen Bestnoten, weil sie stets freundlich, sehr höflich und zuvorkommend ist. Dies gilt auch für die Köche, die bei der Bestellannahme des Essens selbst im stärksten Streß gut gelaunt direkt mit dem Gast kommunizieren. Gebrauchtes Geschirr auf den Tischen wird blitzschnell abgeräumt, noch ehe es dem Gast lästig wird. Das Lokal wirkt zudem sehr sauber, modern und einladend und bietet sich daher für den eiligen Gast ebenso an wie für den Genießer italienischer Kochkunst, der sich auf der Galerie von der Hektik der Boomtown Düsseldorf abkoppeln möchte.
