Häkeln: Grundtechniken und Material

Häkelgarn und -zubehör finden Sie auch online  - Gabi Schoenemann / pixelio.de
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Sie möchten häkeln? Dann sind Sie hier richtig. Lesen Sie nach, welche Maschen es gibt, wie man sie erstellt und welches Material Sie dazu benötigen.

Handarbeiten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, und neben dem Stricken findet auch das Häkeln immer mehr Anhänger. Doch bevor Sie sich in die Arbeit stürzen können, sollten Sie sich über die Grundtechniken des Häkelns informieren und darüber, welche Utensilien und welches Material Sie zum Häkeln benötigen. Um Ihnen den Start in die kreative Welt des Häkelns zu erleichtern, können Sie hier übersichtlich gegliedert nachlesen, worauf Sie achten müssen.

Material und Werkzeug fürs Häkeln

Vor Beginn Ihrer Häkelkarriere sollten Sie sich die wichtigsten Materialien und Utensilien besorgen, die Sie für diese Arbeit brauchen werden. Zumeist werden Sie wohl im Familien- und Bekanntenkreis fündig werden - wenn Sie nicht ohnehin noch Häkelzubehör aus Schulzeiten in Ihrem eigenen Keller finden. Sie brauchen:

  • Eine Häkelnadel. Diese sieht aus wie ein schmaler Stab und hat am Ende eine Widerhaken.
  • Häkelgarn. Dieses finden Sie entweder im Fachhandel oder auch auf zahlreichen Homepages im Internet, wo Sie es online bestellen können.
  • Achten Sie aber bei der Auswahl der Häkelnadel auf das Garn, das Sie verwenden möchten. Denn es gibt - ähnlich wie beim Stricken - Häkelnadeln in unterschiedlichen Stärken, je nachdem welches Garn Sie verarbeiten möchten.
  • Grundsätzlich gilt: Bei der Verwendung einer dicken Häkelnadeln mit dünnem Garn, erhalten Sie eine gröbere Häkelarbeit mit großen Löchern.
  • Eine Schere. In erster Linie, um das Garn am Ende der Häkelarbeit abschneiden zu können oder auch beim Farbwechsel.
  • Eine Wollnadel. Diese Nadeln sind meist groß, abgeflacht und haben am Ende ein Nadelöhr - das brauchen Sie, um den Faden am Ende der Arbeit vernähen zu können.
  • Lineal oder Maßband. Diese beiden Utensilien sind sehr hilfreich, wenn Sie feststellen möchten, wie viele Häkelreihen Sie für eine bestimmte Anzahl von Zentimetern benötigen.
  • Ein Maschenmarker. Diese kann man als Zusatzutensil bezeichnen, denn sie sind nicht zwingend nötig. Sie dienen dazu, wichtige Maschen zu markieren.
  • Vorlage. Für einen Häkelanfänger ist eine Vorlage sehr wichtig, da sie angeben, wie viele Maschen gehäkelt werden müssen und wie viele Reihen man benötigt.

Die Häkelmaschen und deren Erstellung

Wenn Sie nun mit allem ausgestattet sind, was Sie zum Häkeln benötigen, kann es weiter gehen mit den verschiedensten Arten der Häkelmaschen und wie man sie erstellt.

  • Luftmaschen: Diese sind der Ausgangspunkt jeder Häkelarbeit, egal wie es dann weitergeht. Sie werden auch zur Überbrückung verwendet, etwa wenn man eine neue Reihe Stäbchen beginnt (mehr zu den Stäbchen weiter unten). Ebenso werden Luftmaschen bei durchbrochenen Mustern zur Bildung von Schlingen verwendet.Um eine Luftmasche zu erstellen, formen Sie das Garn zuerst zu einer Schlaufe. Dann holen Sie den Faden, der zum Knäuel führt nach vorne. Eine Luftmasche entsteht, indem Sie die Häkelnadel von unten hinter den Knäuelfaden führen und aus der zuvor gebildeten Schlinge herausziehen.Durch das Weiterhäkeln entsteht eine Luftmaschenkette, die als Anfang für einer rechteckige Arbeit genutzt werden kann. Wenn Sie eine runde Häkelarbeit erstellen möchten, können Sie drei oder vier Luftmaschen durch Einstecken in die erste Masche zu einem Ring schließen. Dieser wird anschließend umhäkelt.
  • Feste Maschen:Um eine feste Maschen zu häkeln, stechen Sie in eine vorhanden Masche ein und ziehen einfach eine Schlinge heraus. Auf der Häkelnadel befinden sich dann 2 Schlingen. Dann wird das knäuelführende Garn mit der Häkelnadel durch beide Schlingen gezogen. Durch dieses Abketteln entsteht dann die feste Masche. Üblicherweise wird zu Beginn einer Reihe fester Maschen eine Luftmasche gehäkelt, um die nötige Höhe zu erreichen.
  • Einfaches Stäbchen:Dazu holen Sie den Arbeitsfaden von hinten nach vorne und schlingen Ihn einmal um die Häkelnadel. Dann stechen Sie mit der Nadel von vorn nach hinten durch beiden obenauf liegende Maschenglieder. Dann umschlingen Sie den Faden wieder und holen den Arbeitsfaden zur Schlinge durch die Maschenglieder. Anschließend umschlingen Sie den Arbeitsfaden erneut und ziehen ihn durch die letzten beiden Schlingen auf der Nadel. Auf der Nadel befindet sich dann wieder eine neue Masche.
  • Halbes Stäbchen: Ein halbes Stäbchen wird wie das oben beschriebene Stäbchen mit einem Umschlag begonnen. Allerdings werden dann die drei Schlingen in einem Zug abgekettelt.
  • Mehrfach-Stäbchen:Es gibt neben dem einfachen Stäbchen noch Doppel- und Dreifachstäbchen. Diese werden durch einen zweifachen oder dreifachen Umschlag begonnen. Beim Abketteln werden dann jeweils zwei Schlingen zu einer reduziert und dadurch entstehen extra hohe Stäbchen.
  • Kettmasche: Für diese Masche wird der Arbeitsfaden in einem Zug durch die Einstichstelle und die auf der Nadel befindliche Schlinge gezogen. Dadurch lassen Maschen auf kürzestem Weg miteinander verbinden - wie etwa beim oben erwähnten Schließen der Luftmaschen zu einem Ring. Mit den Kettmaschen ist es aber auch möglich, in Arbeitsrichtung weiter zu häkeln, ohne die Arbeit zu vergrößern, da Kettmaschen nicht so hoch wie feste Maschen sind

Durch die Kombination dieser Grundmaschen ergeben sich dann die unterschiedlichsten Muster fürs Häkeln. Wenn Sie Anfänger sind, sollten Sie sich allerdings vorab an die Luftmaschen und festen Maschen halten - auch damit lässt sich das eine oder andere schöne Stück fertigen. Danach können Sie sich durchaus auch an Stäbchen und deren Variationen machen - Sie werden sehen, Häkeln ist an sich sehr leicht zu erlernen und je länger Sie üben, desto besser wird es Ihnen von der Hand gehen. Vorlagen für Häkelstücke finden Sie übrigens sehr zahlreich im Internet. Und wenn Sie mehr über die Geschichte und die Grundlagen des Häkelns erfahren möchten, werden Sie hier fündig.

Bildnachweis: © Gabi Schoenemann / pixelio.de

Melanie Kuehs - Ich lebe und arbeite auf der Insel Zakynthos in Griechenland. Als Journalistin bin ich seit 1999 tätig, zu Beginn als Freie ...

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