Halloween – seine Bräuche und Ursprünge

Halloween-Kürbis im Garten - Sigrid Rossmann, Pixelio
Halloween-Kürbis im Garten - Sigrid Rossmann, Pixelio
Das Fest Halloween am 31. Oktober erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit, doch wie entstand es ursprünglich?

Halloween geht ursprünglich auf einen keltischen Brauch und den keltischen Kalender zurück. Der keltische Kalender endete am 31. Oktober, denn dann war die Ernte eingebracht und für die Kelten begann die dunkle Jahreszeit. Auf ihrem Volksglauben beruhend wurden an jenem Tag die Grenzen zwischen dem Reich der Lebenden und dem der Toten durchlässig, sodass man glaubte, die Toten könnten an diesem Tag wieder zurückkehren. Um die bösen Geister zu besänftigen und dafür Sorge zu tragen, dass die Verstorbenen nicht von den Lebenden Besitz ergriffen, wurde am 31. Oktober das Fest Samhain gefeiert. Opfer in Form von Tieren, Obst und Gemüse zählten zu einem der zahlreichen Bräuche.

Der Ursprung des Namen Halloween

Da es sich bei Samhain um ein heidnisches Fest handelte, versuchte die katholische Kirche um 1000 n. Chr., hieraus ein christliches Fest zu machen. Am 1. November ist Allerheiligen, sodass Halloween sich als Ableitung des englischen Begriffs „All hallows evening“ (der Vorabend der Heiligen) als Bezeichnung dieses Festes etablierte.

Warum werden an Halloween ausgerechnet Kürbisse ausgehöhlt?

Da sich im Laufe der Zeit keltische, britische und amerikanische Bräuche miteinander vermengt haben, geht die Tradition, Kürbisse auszuhöhlen und bei Dunkelheit ins Fenster zu stellen, einmal auf den ursprünglich keltischen Brauch zurück, hiermit die bösen Geister zu vertreiben, die von den Lebenden Besitz ergreifen könnten. Eine andere Erklärung ist eine alte irische Legende von einem Trunkenbold namens Jack, der nach seinem Tod weder in den Himmel noch in die Hölle durfte, da er zu Lebzeiten einmal den Teufel geprellt hatte. Fortan leuchtete ihm ein Kürbis mit einer Kerze seinen Weg zwischen den Reichen der Toten.

Halloween in den USA und in Deutschland

In den USA, woher der Trend zu den Halloween-Feierlichkeiten auch nach Deutschland hinüber schwappte, ist Halloween nach Weihnachten die größte wirtschaftliche Einnahmequelle für den Einzelhandel. Oft verkleiden sich Kinder gruselig, zum Beispiel als Zauberer, Fledermaus oder Hexe, und sammeln in ihrer Nachbarschaft Süßigkeiten mit dem Spruch: „Trick or treat!“ (Süßes oder Schrecken!)

In Deutschland wurde Halloween erst gegen Ende der 1990er Jahre populär, sodass seitdem auch im hiesigen Einzelhandel Verkleidungen und Deko-Artikel für eine gelungene Halloween-Party zu haben sind. Oft werden auch Kürbisse aus Terrakotta oder Wachs in Kaufhäusern, Geschenkartikel-Läden oder Blumengeschäften angeboten, in die man ein Teelicht stellen kann. Damit sparen sich die Feierwütigen die Arbeit, einen Kürbis auszuhöhlen und aus seinem Fruchtfleisch gegebenenfalls noch eine Kürbissuppe zu kochen.

Halloween in Kino und Fernsehen

Sehr bekannt ist sicherlich die Halloween-Filmreihe, deren erster Teil mit Jamie Lee Curtis in der Hauptrolle 1979 in die Kinos kam. Es folgten etliche Fortsetzungen wie etwa Halloween H20, in denen der Killer Michael Myers jedesmal an Halloween unschuldige Teenager meuchelte. Jamie Lee Curtis hatte nach ihrem Schauspiel-Debüt im ersten Teil von „Halloween“ den Spitznamen „Queen of Screams“ erhalten und spielte anschließend noch in weiteren Horror-Filmen mit wie etwa in John Carpenters „The Fog – Nebel des Grauens“ aus dem Jahr 1980.

Berühmt ist sicherlich auch die Halloween-Folge der nicht immer politisch korrekten, amerikanischen Zeichentrickserie „South Park“, bei der Kenny unbemerkt zum Zombie mutiert, weil er nach seinem eigentlichen Ableben zuvor mit Rocester-Sauce konserviert worden war und seinen Freunden Cartman, Kyle und Stan die Halloween-Tour versaut, da er ständig die Leute an der Haustür anfällt, die den Kindern eigentlich nur Süßigkeiten geben wollen.

Bildnachweis:

Halloween-Kürbis: © Sigrid Rossmann / Pixelio.de

Leuchtender Halloween-Kürbis: © Sascha Gaul / Pixelio.de

Kürbis aus Keramik: © Maria Lanznaster / Pixelio.de

Gruselige Halloween-Deko: © Dieter Schütz / Pixelio

Alexandra Döll, Autorin, Marina Hong, Düsseldorf

Alexandra Döll - Persönliche Daten: geboren 1974 in Essen, wohnhaft ebendaFamilienstand: ledig, keine KinderAbitur 1993, anschließend ...

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