Halloween - Das Fest der Geister

Kürbisse, Hexen, Fledermäuse und "Süßes oder Saures"

Halloweenketting - Doreen Prüßing
Halloweenketting - Doreen Prüßing
Halloween ist ein Fest, welches in Europa und speziell in Irland seinen Ursprung hatte, in Vergessenheit geriet und aus den USA wieder zurück nach Europa gelangte.

Das erste Fest des keltischen Jahres fiel auf die Nacht des 31. Oktober zum 1. November und wurde Samhain genannt und stellte somit das keltische Neujahrsfest dar. Abweichend davon wurde es auch am ersten Neumond nach dem Herbstäquinoktium (Herbst-Tag- und Nachtgleiche) respektive während die Sonne das Tierkreiszeichen des Skorpions passiert, gefeiert.

Das keltische Jahr

Die Einteilung des Jahres erfolgte bei den Kelten in Mondmonate, wobei ein Monat mit Neumond begann. An Samhain wurde dem alten Jahr gedacht und das neue Jahr begrüßt ganz im Bewußtsein, daß Tod und Leben zusammengehören. Zu Samhain gedachte man der Toten, die in einer feierlichen Zeremonie in den Kreis der Ehrerbietung gemahnenden Ahnen aufgenommen, welche den Lebenden mit Ratschlägen zur Seite stehen sollten. Man gedachte aber auch den Totengöttern, welche die Toten in ihr Reich geleiten. Eine dieser Göttinnen wird im germanischen Sprachraum übrigens Hulda, Hell oder Holle genannt, diese Gestalt tritt in den Märchen der Gebrüder Grimm als Frau Holle auf.

Christen und Heiden

Das christliche Fest Allerheiligen am 1. November fällt erstaunlich zeitnah zu Samhain, weswegen dies auch aufgrund der Thematik von einigen Forschern nicht als purer Zufall angesehen wird. Die Adaption keltischer bzw. heidnischer Feste, diente dem christlichen Kirche als ein Mittel, die sogenannten Heiden bequemer zu christianisieren, da diese nur ungern ihre Bräuche vollständig aufgeben wollten. Ob allerdings Allerheiligen oder Halloween tatsächlich in Verbindung mit Samhain stehen wird von einigen Forschern mittlerweile bestritten.

Die Iren bringen Halloween nach Amerika

Das neuzeitliche Halloween gelangte über irische Auswanderer ab 1830 in die USA und von dort in stark kommerzialisierter Form wieder zurück nach Europa. Dabei stellt das Fest in Amerika neben dem Weihnachtsfest und dem Erntedankfest (Thanksgiving) das wichtigste Fest dar. In Europa ist der zum Teil eher düstere Charakter, der in Amerika vorherrscht einer eher beschwingten Atmosphäre gewichen und speziell in Deutschland nähert sich das Halloweenfest in Verbindung mit Tanzveranstaltungen und Feiern zunehmend dem Charakter einer Karnevalsveranstaltung.

Halloween - das Fest der Geister

Zu Halloween sind Verkleidungen insbesondere bei den Kindern sehr beliebt, wobei eine Vielfalt an Phantasie-, Grusel- und Geisterkostümen die Kaufhäuser in der Zeit vor Halloween bevölkern. Die Auswahl erstreckt sich dabei von den sehr beliebten Hexen-, Geister- und Skelett- über Vampir- und sogar Fledermauskostümen. Die obligatorischen Halloween-Kürbisse dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen, sei es als Teelichtbehälter oder gar als Maske. Ebensowenig dürfen natürlich kleine Quälgeister die an Haustüren klingen und mittels des Spruches „Süßes oder Saures“ zumeist Süßigkeiten ergattern können.

Zum Thema Halloween und Kürbisse – Jack O.

Der Kürbisbrauch hat seinen Ursprung ebenfalls in Irland. Ein sagenhafter Schurke namens Jack O. soll nach seinem Tode der Zugang sowohl zum Himmel als auch zur Hölle verwehrt worden sein. Der von ihm betrogene Teufel schenkte ihm eine Rübe und eine glühendes Stück Kohle, so daß Jack beziehungsweise seine verdammte Seele nun fortan durch die Finsternis wandert. Zu der Zeit als diese Sage seinen Weg nach Amerika machte, waren dort allerdings Kürbisse gerade ganz groß in Mode, so daß man heute keine Rüben, sondern Kürbisse aushöhlt. Diese Kürbisse tragen auch sinnigerweise die Bezeichnung Jack O’Lantern.

Sven Fauth, © Sven Fauth

Sven Fauth - Studium der Volkswirtschaftslehre in KonstanzStudium der Landschaftsplanung in BerlinAls selbständiger Künstler erstelle ich ...

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