Nachdem Deutschland mit knappen Ergebnissen gegen Dänemark und Polen am Halbfinale der EM 2012 in Serbien und auch an einer möglichen Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 vorbeigerutscht war, lief das Turnier ohne das deutsche Team weiter. Im Halbfinale bezwang Gastgeber Serbien die Mannschaft aus Kroatien mit 26:22. Im anderen Halbfinale konnte sich Dänemark mit 25:24 gegen Spanien behaupten. Im Spiel um den dritten Platz siegte Kroatien gegen Spanien überraschend klar mit 31:27. Im Finale kopierte Dänemark die serbische Spielweise und bot eine herausragende Abwehrleistung. Bester Beweis: Erst in der 6. Minute gelang Serbien das erste Tor und zur Halbzeit stand es 9:7 für Dänemark. Dem besten Spieler der Serben, Momir Ilic vom THW Kiel gelang erst in der 25. Minute sein erstes Tor. Das Endergebnis dieser intensiven reinen Abwehrschlacht lautete 21:19 für Dänemark.

Dänemark "von null auf hundert"

Mit dem Erringen der Europameisterschaft 2012 ist Dänemark in der Hauptrunde und in der Finalrunde ein „Start von null auf hundert“ gelungen, denn Dänemark hatte die Hauptrunde in fast aussichtsloser Situation mit null Punkten erreicht.

Als bester Rechtsaußen des Turniers wurde Handball-Nationalspieler Christian Sprenger vom deutschen Rekordmeister THW Kiel ins Allstar-Team der EM in Serbien berufen. Zum wertvollsten Spieler wurde Sprengers Kieler Teamkollege Momir Ilic gekürt.

Turnier „abgehakt“ und weiter geht’s:

Die Qualifikation für die Handball-WM 2013

Das nächste Großereignis im internationalen Handball lässt nach dem Turnier während der Olympischen Spiele 2012 in London nicht lange auf sich warten, denn vom 11. bis 27. Januar 2013 findet in Spanien die Handball Weltmeisterschaft der Herren statt. Bereits am 2. Oktober 2010 hatte die Internationale Handballföderation (IHF) Spanien als Gastgeber der nächsten WM auserkoren. Mit Sicherheit sind Gastgeber Spanien und Titelverteidiger Frankreich dabei. Alle übrigen Mannschaften müssen oder mussten sich über ihre kontinentalen Meisterschaften für die WM 2013 qualifizieren. Für die europäischen Mannschaften sind die Termine für die Qualifikationsspiele bereits festgelegt. Die Hinspiele finden am 9./10. Juni und die Rückspiele am 16./17. Juni statt.

Einige Teilnehmer stehen bereits fest

An der Handball-WM 2013 nehmen 24 Mannschaften aus allen Kontinenten teil. Titelverteidiger Frankreich und Gastgeber Spanien stehen bereits als Teilnehmer an der WM 2013 fest. Bei der Europameisterschaft 2012 in Serbien haben aufgrund ihrer Platzierung Dänemark als Europameister, Serbien als Zweiter und Kroatien als Dritter die Spielberechtigung für die WM 2013 erhalten. Das gleiche gilt für die ersten drei der Afrikameisterschaft, die am 20. Januar zu Ende ging. Hier gewann Tunesien vor Algerien und Ägypten.

Die übrigen europäischen Mannschaften müssen sich qualifizieren

Zu diesen acht bereits feststehenden Mannschaften stoßen weitere neun europäische Teams sowie Vertreter aus Nord- und Südamerika, Asien und Ozeanien. Am Tag des Endspiels der EM 2012 wurden die Paarungen für die Qualifikation in Belgrad ausgelost. Nur der Sieger qualifiziert sich für die WM im nächsten Jahr; es handelt sich somit um klassische Playoffspiele.. Die Paarungen lauten:

Deutschland - Bosnien-Herzegowina, Litauen – Polen, Russland – Tschechien, Slowenien – Portugal, Slowakei – Weißrussland, Mazedonien – Österreich, Ungarn – Norwegen, Island - Niederlande und Schweden – Montenegro.

Der deutsche Bundestrainer Martin Heuberger, dem das Präsidium des deutschen Handball-Bundes (DHB) nach des EM in Serbien weiter das Vertrauen ausgesprochen hat, erwartet „heiße Spiele“, weil bei der EM deutlich wurde, wie gut die Mannschaften aus dem ehemaligen Jugoslawien sind. DHB-Präsident Ulrich Strombach hielt das Los gegen Bosnien-Herzegowina für eine machbare Aufgabe. Und Vizepräsident Horst Bredemeier ergänzte, er gehen davon aus, dass sich Deutschland durchsetzen werde. Wenn ja, beginnt das neue Jahr 2013 dann mit einem Höhepunkt, wie es sie im Sportjahr 2012 reihenweise gibt.

Quellen: IHF, EHF, DHB