
- 8. Spieltag: Claudio Pizarro traf gegen Hannover - Benjamin Radzun
Packendes Duell in der AWD-Arena zwischen den „Roten“ und dem Gast aus der Hansestadt – beim 3:2 der Slomka-Elf hätten durchaus mehr Tore fallen können, und zwar auf beiden Seiten. Letztlich war der Sieg der Niedersachsen aber nicht unverdient. Mit nun 15 Punkten rückten sie bis auf einen Zähler an Bremen und Borussia Mönchengladbach, das gestern mit 0:1 beim SC Freiburg verlor, heran. Auch in dieser Saison ist der Europa-League-Teilnehmer ein starkes Team.
Attraktive Partie mit fünf Toren – Hannover einfach gut
Der entscheidende Mann auf dem Feld war Mohammed Abdellaoue, zumindest beim Blick auf die Statistik. Der Norweger, der schon beim 2:1 in Poltawa am vergangenen Donnerstag erfolgreich war und heute die Saison-Tore 4, 5 und 6 in der Liga erzielte, schwimmt derzeit wie die gesamte Mannschaft auf einer Erfolgswelle.
Auf der anderen Seite erwischte Philipp Bargfrede keinen besonders gelungenen Tag. Ein verschuldeter Foulelfmeter und ein Stellungsfehler führten zu zwei Gegentoren. Die Bremer kamen zwar immer wieder heran, zum Ausgleich reichte es jedoch nicht. Damit ist der FC Bayern trotz des 0:0 in Hoffenheim doch der Gewinner des 8. Spieltags. Drei Zähler beträgt der Vorsprung auf die unmittelbaren Verfolger, zu denen sich nun auch Hannover mit vier Punkten Abstand zählen darf. Gewinnt Schalke 04 am Abend beim Hamburger SV, übernähmen die Gelsenkirchener aber die vierte Position.
8. Spieltag: Fehlstart für die Bremer in der ersten Halbzeit
Auf die Führung brauchten die 96-Fans nicht lang zu warten. Nach nicht einmal 120 Sekunden holte der angesprochene Bargfrede Gegenspieler Lars Stindl reglementswidrig von den Beinen. Abdellaoue trat an und überwand Sebastian Mielitz, der Tim Wiese nach dessen Roter Karte in Nürnberg (1:1) am 6. Spieltag vertrat. Bremen war keineswegs verunsichert und sorgte nachfolgend für Druck. Tatsächlich torgefährliche Szenen waren aber nicht zu beobachten.
Nach rund einer halben Stunde zappelte der Ball schließlich im Netz der Gastgeber. Der Treffer wurde Marko Arnautovic wegen einer Abseitsposition aber zu Recht aberkannt. Trotz der in dieser Phase kaum bis nicht vorhandenen Möglichkeiten auf beiden Seiten fielen bis zum Halbzeitpfiff schließlich doch noch zwei Tore. Zunächst erhöhte Hannover durch Abdellaoue auf 2:0 (38. Minute). Arnautovic besorgte in der Nachspielzeit den Anschluss. Zuvor hatte Jan Schlaudraff, der die Vorarbeit zum zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprung geleistet hatte, die Latte getroffen.
Arnautovic fliegt vom Platz – Spannung bis zum Schluss
Der zweite Spielabschnitt begann mit zwei weiteren Aluminium-Treffern, jeweils einer für beide Mannschaften. Bremen war nun überlegen, schlug aber kein Kapital daraus. Der „Regel“ entsprechend „Wer vorne die Tore nicht macht, fängt sie sich hinten“ fiel das 3:1 für die Slomka-Elf. Auch in dieser Situation nach einer Stunde war Bargfrede der Unglücksrabe, indem er die Abseitsposition des Torschützen Abdellaoue aufhob.
Erst zwölf Minuten vor dem Ende war der nächste „Aufreger“ zu verzeichnen. Arnautovic hatte Sergio Pinto äußerst hart angegangen. Konsequenz war die Rote Karte. Doch noch war der Sieg der 96er nicht in trockenen Tüchern. Im Gegenteil sorgte Claudio Pizarro für weiter klopfende Herzen, als er nach 82 Minuten auf 2:3 aus Werder-Sicht verkürzte. Am Endstand änderte sich aber nichts mehr.
Quellen:
1. Bundesliga, 8. Spieltag, Statistik Hannover 96 vs. SV Werder Bremen, www.dfb.de
1. Bundesliga, Tabelle nach dem 8. Spieltag am Samstag, www.dfb.de
