Hans Zimmer – Musikmagier und Erfolgsgarant

Der gebürtige Frankfurter verzaubert seit über 20 Jahren Hollywood

Mit Filmmusik werden Emotionen, Stimmungen und Gefühle transportiert. Hans Zimmer besitzt die Gabe, Menschen mit seiner Musik in andere Welten zu entführen.

Am 12. September 1957 erblickte in Frankfurt am Main ein Junge das Licht der Welt, der später in seinem Leben die Welt der Filmmusik revolutionieren sollte. Die Rede ist vom Deutschen Hans Zimmer.

Als Kind erlernte Zimmer im Elternhaus in Königstein-Falkenstein zunächst das Klavierspiel, wollte sich jedoch keineswegs der strengen Anforderung an Disziplin und Gehorsam, die an einen Pianisten gestellt wird, unterwerfen. Wenig später brachte er sich kurzerhand alles Weitere selbst bei.

Anfang mit Werbejingles und der Syntheziser

Seine schulische Ausbildung verbrachte er im englischen Internat Hurtwood House, wo er sein Abitur absolvierte. Als Teenager spielte er unter anderem in Gruppen wie "Krisma" oder "Helden" am Synthesizer, der für seine spätere berufliche Laufbahn von großer Bedeutung wird. Nach bestandenem Abitur zog es Zimmer zunächst in die Werbebranche, wo er Ende der Siebziger Jahre als Komponist für Werbejingles arbeitete.

Im Videoclip der "Buggles" zu deren Hit "Video Killed The Radio Star" stand Hans Zimmer am Syntheziser und durfte somit erste Kameraluft schnuppern. Im Londoner Studio "Air Edel" komponierte er dutzende von Werbemelodien und lernte 1979 den bekannten Komponisten Stanley Myers kennen, der Zimmer unter seine Fittiche nahm.

Der Sprung nach Hollywood

1980 wurde er Myers persönlicher Assistent und erlernte von ihm das ABC der Komposition von Orchestermusik. Durch diese Zusammenarbeit bekam er einige Angebote, für Filme die Musik zu schreiben – sein erstes Hollywood-Engagement bekam er 1989 mit der Arbeit für die Tragikomödie "Miss Daisy und ihr Cheuffeur" (Ot: Driving Miss Daisy). Zimmer vertonte den Film komplett mittels eines Synthesizers, also ohne die Begleitung eines Orchesters. "Miss Daisy und ihr Cheuffeur" wurde mit vier Academy Awards, unter anderem in den Kategorien "Bester Film" und "Beste Hauptdarstellerin", ausgezeichnet – der deutsche Komponist ging leer aus, schaffte aber mit dem Film den Sprung nach Hollywood.

Anfang der Neunziger wurde Zimmer wegen seiner innovativen Kombination aus Orchester- und Synthezierklängen bekannt. Für die Action-Reißer "Backdraft – Männer die durchs Feuer gehen" und "Black Rain" von Regisseur Ridley Scott hob er eine neue Stilart, Actionfilme zu vertonen, aus der Traufe. Insbesondere "Backdraft" gilt unter Fachleuten als Meilenstein der Filmmusikgeschichte. Zimmers Entscheidung, mithilfe des sogenannten "Wall-to-Wall"-Score zu vertonen, wurde später der Prototyp für zahlreiche Filmmusiken des Action-Genres.

And the Oscar goes to...

Mit der Musik zu "Zwei Welten" und "Im Glanz der Sonne" entdeckte Hans Zimmer seine Liebe zu den Einflüssen afrikanischer Stile, die er in seiner späteren Arbeit zum Disney-Film "Der König der Löwen" voll auslebte und perfekt unterzubringen wusste. Durch die Zusammenarbeit mit Lebo M entstand für den Trickfilm eine viel beachtete Musik, die es schaffte, diese angesprochenen afrikanischen Klänge mit traditionellen Orchestereinlagen zu verbinden. Der Soundtrack des Films gilt als einer meistverkauften aller Zeiten und rangiert heute, fast 15 Jahre später, auf allen legalen Musikdownload-Portalen immer noch ganz oben. Mit diesem Film fand Zimmer in Hollywood die Anerkennung die ihm gebührte. 1995 wurde er mit dem berühmtesten Goldmännchen der Welt, dem Oscar, für die "Beste Filmmusik" ausgezeichnet.

Hans Zimmer komponiert nicht nur, sondern ist auch gelegentlich als ausführender Musikproduzent im Abspann wiederzufinden, zuletzt beim Animationsfilm "Ab durch die Hecke". Im Jahr 2008 arbeitete er an zahlreichen Projekten, wobei die Arbeiten rund um die Filme "The Dark Knight" und "Frost/Nixon" die meiste Zeit in Anspruch nahmen.

Idol Ennio Morricone und der Meisterdetektiv Sherlock Holmes

Sein letztes Werk war die Filmmusik zu Dan Browns Verfilmung "Illuminati". Als Thema wählte er das Lied "Chevaliers de Sangreal", das bereits am Ende von "The Da Vinci Code – Sakrileg" verwendet worden war. In Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Star-Geiger Joshua Bell lieferte Zimmer mal wieder ein atemberaubendes musikalisches Highlight ab, das den Zuschauer bis zur letzten Minute während Tom Hanks Schnitzeljagd durch den Vatikan fesselt.

Hans Zimmer arbeitet aktuell an der Vertonung zu den Abenteuern des britischen Meisterdetektivs "Sherlock Holmes" mit Robert Downey Jr. und Jude Law in den Hauptrollen – da darf man sich schon wieder auf rasante Takte freuen. Der Deutsche gehört in Amerika zweifellos zur Belle Etage der Filmkomponisten, genau wie Zimmers größtes Idol: Ennio Morricone.

Willi Hinkers - Hallo liebe Leserinnen und Leser, servus, fürti und hallo, ein herzlichen Willkommen zu meinem kleinen Intro, schön dass Sie ...

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