
- Ehrenbrief des Skiverbandes für Hansjörg Löffler - johapress
Hansjörg Löffler hat den Nordischen Skisport in über zwei Jahrzehnten mitgeprägt wie vielleicht kein anderer. Man kannte ihn von Rastatt bis zum Bodensee, er war aber auch bei den anderen Landesverbänden in Deutschland ein geschätzter Mitstreiter des Nordischen Skisports. Beim Verbandstag des Skiverbandes Schwarzwald (SVS) in Schluchsee war aber Schluss und Zeit für einen Stabswechsel. Nach 22 Jahren in verschiedensten Funktionen des Landesskiverbandes ging eine beispielhafte Funktionärskarriere zu Ende. Hansjörg Löffler vollzog seinen schon vor zwei Jahren angekündigten Schritt und kandidierte nicht mehr als Vizepräsident Nordisch beim SVS.
Deutscher Skiverband, Badischer Sportbund und Skiverband Schwarzwald würdigen die Verdienste
„Ohne dein Engagement hätte ich mich nicht zum Präsidenten aufstellen lassen“, würdigte der wiedergewählte Stefan Wirbser gegenüber den Vereinsdelegierten das Wirken von Hansjörg Löffler. Der 56-jährige Löffinger begann die Funktionärskarriere als Referent Skilanglauf. Dies war auch das erste Aufeinandertreffen mit dem langjährigen Weggefährten Dr. Franz Steinle. „Ich erinnere mich zurück, als wir unseren baden-württembergischen Sportlern gemeinsam die Langlaufskier gewachst haben. Da haben wir uns kennen und schätzen gelernt“, sagte der heutige DSV-Vizepräsident, der die Verdienste des Löffingers mit der DSV-Ehrennadel gewürdigt hat.
Seine sachliche und ruhige Art war es, Probleme in Ruhe zu lösen. So war er auch bei der Novellierung des Nachwuchsleistungssports in Baden-Württemberg in der Sportführung mit von der Partie, hielt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. „Da war es nicht immer spaßig“, bekannte der ehemalige Aktive des SV Friedenweiler-Rudenberg freimütig. Aber gerade die Arbeit an der Basis, mit den Vereinen und zuletzt im Präsidium „hat mir in all den Jahren immer viel Spaß bereitet“.
In die Ära Löffler fällt der Olympiasieg von Georg Hettich
SVS-Präsident Stefan Wirbser bezeichnete Löffler, der vor seiner Funktion als Vizepräsident auch sechs Jahre den Nordischen Skisport im SVS als Sportwart mitgeprägt hat, als den „Mister Nordisch“ des Schwarzwaldes. Highlight der Funktionärsära Löffler war der Gewinn der Goldmedaille vom Schonacher Kombinierer Georg Hettich bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin. Vom Landesskiverband wurde Löffler mit dem SVS-Ehrenbrief ausgezeichnet. BSB-Präsident Gundolf Fleischer würdigte gleichfalls das langjährige Engagement des SVS-Vizepräsidenten und überreichte die BSB-Ehrennadel in Gold.
Reich mit Auszeichnungen dekoriert, trat der Handelsvertreter nun in den Funktionärs-Ruhestand. „Wer viel geehrt wird, wird langsam alt“, sagte Löffler bei seinen Dankesworten gegenüber der Versammlung. „Mir war es ein Anliegen, sich mit den Sportlern gut zu verstehen. Wir werden uns irgendwo an der Schanze oder Strecke wiedersehen“, versprach der Geehrte mit einem Schuss Wehmut. Und die Sportler selbst bereiteten ihm bei seiner letzten Deutschen Mannschaft als Teamchef mit über einem halben Dutzend Medaillen ein schönes Geschenk.
Radtouren statt Loipe und Schanze stehen nun im Mittelpunkt für Hansjörg Löffler
Und was macht ein Verbandsfunktionär nach dem Eintritt in den Ehrenamtsruhestand? Gehst du Golf spielen?“, frotzelte jüngst ein Vereinsvertreter. „Nein, das werde ich nicht tun. Aber ich habe mir kürzlich ein neues Fahrrad gekauft und werde die Zeit jetzt hierfür mehr nutzen. Und noch jemand freut über die gewonnene Freizeit. Ehefrau Johanna, die ihren Mann wegen des ehrenamtlichen Engagements im Sport oft entbehren musste. Jetzt können beide gemeinsam auf Radtour gehen.
