Im Jahr 2001 erblickte Harry Potter das Licht der Filmwelt. Die als Buch von Joanne K. Rowling bereits gewaltig erfolgreiche Geschichte um einen jungen Zauberlehrling, der sich einem bösen Feind namens Lord Voldemort stellen muss, avancierte zur erfolgreichsten Film-Reihe aller Zeiten. Mit "Die Heiligtümer des Todes - Teil 2" gibt es seit dem 14. Juli 2011 den Abschluss - und das sogar in 3D.

"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2" - Die Handlung

"Es endet alles" lautet ein Werbeslogan für den Abschluss der Saga, auch gerne als "Harry Potter 7.2" betitelt. Und genau darum geht es auch: Harry Potter und seine Freunde Ron und Hermine begeben sich in den alles entscheidenden Kampf gegen den dunklen Lord Voldemort. Wo sich die erste Hälfte des siebten Teils Zeit nahm, das Finale in aller Ruhe vorzubereiten, geht es im insgesamt achten Film gewaltig hoch her. Düsterer, härter und actionreicher als in allen bisherigen Teilen, darf sich der in den letzten zehn Jahren erwachsen gewordene Potter-Fan über ein spektakuläres Finale freuen, das längst nicht mehr für so junge Zuschauer gedacht ist, wie es bei den ersten Teilen noch der Fall war. Nicht nur kommerziell, sondern auch dramaturgisch ein guter Schritt, den Abschluss in zwei Filme zu halbieren - so gibt es nach dem ruhigen Einstieg ein sattes Action-Finale, das die Mega-Reihe krönt.

Harry Potter - Ein globales Buch- und Film-Phänomen

Dass der Film "Harry Potter und der Stein der Weisen" aus dem Jahr 2001 erfolgreich werden würde, damit hatten die meisten gerechnet. Sehr beliebt war bereits die Buchvorlage der Engländerin Joanne K. Rowling. Dass hiermit jedoch ein Hype einsetzen würde, der sich satte 10 Jahre im Kino hält, konnte man schwerlich ahnen. Sechs Nachfolgebände gab es zum Zauberlehrling, der sich langsam, aber sicher zum Zauberer und Mann mausert. "Die Kammer des Schreckens" (2002), "Der Gefangene von Askaban" (2004), "Der Feuerkelch" (2005), "Der Orden des Phönix" (2003) und "Der Halbblutprinz" (2009) waren allesamt unglaublich erfolgreich und sorgten dafür, dass auf der ganzen Welt Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Potter-Jüngern wurden, die Bücher und Filme über ihren Helden verschlangen und alles in sich aufsogen, was nur ansatzweise mit Harry, Ron und Hermine zu tun hatte. Mit "Die Heiligtümer des Todes", der auch aus dramaturgischen Gründen in zwei Filmen daherkommt, ist der Hype jedoch in keinster Weise beendet. Erst kürzlich kündigte Autorin und Potter-Erfinderin Joanne K. Rowling die Seite Pottermore.com an, auf der sämtliche Zauberer-Geschichten noch einmal auf interaktive Weise erlebt werden können. Das Fan-Universum ist inzwischen riesig und wird noch eine lange, lange Zeit bestehen.

Regisseur Daves Yates inszenierte schon Harry Potter 5, 6 und 7.1

Mit dem Engländer David Yates inszeniert ein Mann den Abschluss der Saga, der schon allerhand Harry-Potter-Erfahrung mitbringt. Yates inszenierte bereits den fünften und sechsten Teil sowie die erste Hälfte des siebten Teils und weiß nicht nur mit den beliebten Figuren umzugehen, sondern ist auch mit dafür zuständig, die Reihe zum Abschluss immer düsterer zu gestalten. Vor der ersten Potter-Regie war Yates beinahe nur in England bekannt, wo er dank einiger Mini-Serien einige Anerkennung erhielt. Im kleineren Rahmen lernte er all das, was er für die Potter-Filme umsetzt. "Die Heiligtümer des Todes - Teil 2" markiert nun den furiosen Abschluss der Saga, nach dem sich auch Yates um andere Projekte kümmern kann. War er seit 2006 nur mit Potter beschäftigt, erscheint nächstes Jahr ein Antikriegsfilm mit dem Titel "St. Nazaire". Dass sich auch der Abschluss der Saga perfekt in die bisherige Reihe integriert, ist auch Drehbuch-Autor Steve Kloves zu verdanken. Kloves, Autor und Regisseur von "Die fabelhaften Baker Boys" (1989) und Oscar-nominiert für "Wonder Boys" (2000), schrieb bereits die Skripte zu fast allen anderen Potter-Filmen - lediglich beim Orden des Phönix setzte er aus.

Daniel Radcliffe - Zehn Jahre lang Harry Potter

Daniel Radcliffe, der 1989 in London geborene Schauspieler, war erst süße 12 Jahre alt, als er als Zauberlehrling erstmals auf der Leinwand zu sehen war. Es wurde die Rolle seines Lebens, durch die er bereits früh den großen Durchbruch schaffte und zum Megastar wurde. Doch auch vor den Potter-Filmen war Radcliffe nicht unbekannt: Seinen ersten großen Part hatte er bereits 1999 im TV-Film "David Copperfield", wo er die Titelfigur spielte. Außerdem gab es eine kleine Nebenrolle im Pierce-Brosnan-Film "Der Schneider von Panama" (2001). Und so arbeitsreich die Potter-Filme auch waren, hat Radcliffe es dennoch geschafft, nebenbei noch nackt für das Theaterstück "Equus" auf der Bühne zu stehen und in zwei anderen Filmen aufzutreten: Als Waisenkind in "December Boys" (2007) und im TV-Film "My Boy Jack" (2007) als Sohn von Autor Rudyard Kipling, der im Ersten Weltkrieg als Soldat verloren geht. 2012 tritt Radcliffe nach Abschluss der Potter-Saga im düsteren Drama "The Woman in Black" (2012) auf, das auf dem gleichnamigen Roman von Susan Hill (zu deutsch "Die Frau in Schwarz") basiert.

Fazit zur Kritik - "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2"

Hauptaugenmerk des Films liegt natürlich auf dem großen Endkampf zwischen Harry Potter und Lord Voldemort. Aber auch etliche Nebendarsteller haben wieder schöne Szenen und fügen sich ins Gesamtbild. Was in den vorangegangenen sieben Teilen begonnen wurde, findet einen furiosen, düsteren, actionreichen Abschluss, der der Reihe alle Ehre macht. Und während die 3D-Konvertierung bei 7.1 noch nicht geklappt hatte, darf man sich im neuen Potter auch über klasse 3D-Effekte erfreuen. Nicht mehr für die kleinen Zuschauer gedacht, wirkt das Potter-Finale beinahe episch und setzt dem bisherigen, zehnjährigen Spektakel die Krone auf. Ein würdiges Finale, das zu begeistern weiß.

Filmangaben

Titel: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2

Originaltitel: Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2

Regie: David Yates

Drehbuch: Steve Kloves

Darsteller: Daniel Radcliffe (Harry Potter), Ralph Fiennes (Lord Voldemort), Emma Watson (Hermine Granger), Rupert Grint (Ron Weasley), Michael Gambon (Dumbledore), Alan Rickman (Severus Snape), Evanna Lynch (Luna Lovegood), Clémence Poésy (Fleur Delacour), Helena Bonham Carter (Bellatrix Lestrange)

Laufzeit: 130 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

FBW: Besonders wertvoll

Quellen

Offizielle deutsche Film-Website

Blickpunkt:Film

Internet Movie Database

Deutsche Filmbewertung und Medienbewertung

Pottermore.com

Warner Bros.