
- Canon PowerShot G12: mit High Dynamic Range (HDR) - Canon Deutschland GmbH
"Alle Megapixel für einen Pixel", lautete das Motto der Drei Megapixel-Tiere von Canon noch im Digitalkamera-Test vom März 2010 bei Stiftung Warentest, drei Canon PowerShot-Modelle teilten sich das Siegerpodest. Alle drei PowerShot-Nachfolgemodelle wurden zur photokina 2010 im September vorgestellt und kommen nun in den Handel: Canon PowerShot G12, S95 und SX130 IS. Nur die SX130 IS bietet nun noch mehr Megapixel für einen Pixel, was bietet das Nachfolgemodell des TIPA-prämierten Bridgekamera-Testsiegers Canon PowerShot G11 der aktuellen Digitalkamera-Bestenliste?
PowerShot G12 – 10 Megapixel-Bildsensor mit HS-System
Gegenüber den PowerShot-Modellen SX30 IS und SX130 IS erhielt die G12 keine Megapixel-Vermehrungskur sondern eine HS-System-Verjüngungskur. Der CCD-Bildsensor besteht wie bei der G11 aus einem Chip mit 10 Megapixeln (MP; CCD: Charge Coupled Device), wobei der DIGIC-4-Bildprozessor im Zusammenspiel mit dem "hochempfindlichen Sensor" und HS-System noch bessere Bildqualität liefern soll. In puncto ISO-Empfindlichkeit macht es sich bei der G12 nicht bemerkbar, wie bei der G11 kann mit der G12 im Low-Light-Modus bei schlechten Lichtverhältnissen die ISO-Empfindlichkeit auf bis zu ISO 12.800 gesteigert werden, allerdings bei der reduzierten Auflösung von 2,5 MP. Immerhin wurde die Canon Digital Ixus 300 HS mit dem neuen HS-System Testsieger, allerdings mit einem anderen neuen Bildsensor – immerhin reichen auch die 3.648 x 2.736 Pixel der G12 für ein Poster bei Online-Fotodiensten im Format von 60 x 40 Zentimeter aus.
Der neue Hybrid-Bildstabilisator kämpft gegen verwackelte Bilder
Weiter linsen bei der G12 11 Linsen in 9 Linsen-Gruppen in die G12-Umgebung, die Blendenwerte von 2,8 bis 4,5 und der 5-fache Zoomfaktor mit Brennweiten von 6,1 bis 30,5 Millimeter haben sich gegenüber der G11 nicht verändert – auch die Belichtungszeiten von 1/4000 bis 15 Sekunden bleiben gleich. Neu ist allerdings das vom Makro-Objektiv EF 100 mm übernommene Konzept des Hybrid-Bildstabilisators. Dies sollte sich positiv auswirken, zwar zeigte die G11 gute Qualitäten bei Nahaufnahmen im Makro-Bereich, allerdings war der Verwacklungsschutz nur ausreichend und führte zur Abwertung bei der Bildqualität – ein verbesserter Bildstabilisator wäre hier ein klares Plus auf dem Weg zum Testsieger namens Canon PowerShot G12.
Das neue Front-Wählrad erleichtert die Bedienung der PowerShot G12
Für den hippeligen DSLR-gewohnten rechten Zeigefinger bietet die G12 endlich ein Betätigungsfeld, das neue Front-Wählrad. Hier können etliche halbautomatische oder manuelle Modi der Bridgekamera gesteuert werden (DSLR: Digital Single Lens Reflex). Dabei kann der Photograph auch Funktionen des Multi-Control-Wählrads der Rückseite auf das Wählrad der Vorderseite legen. Damit es nicht zu unbeabsichtigten Verwirrungen während der Eingewöhnphase kommt, kann das Multi-Control-Wählrad auch vorübergehend deaktiviert werden. Damit werden die guten Bedienungseigenschaften der G11 erweitert (siehe Video-Clip).
Mehr Motiv-Kontraste durch High Dynamic Range
Professionelle DSLR-Merkmale hatte die G11 als Bridgekamera schon genug zu bieten, jetzt setzt die PowerShot G12 noch den neuen HDR-Modus drauf (HDR: High Dynamic Range). Was früher nur über die nachträgliche Photoshop-Session am Computer möglich war, erledigt nun die Kamera, wobei selbst ein DSLR-Testsieger wie die Canon EOS 550D keine HDR-Funktion bietet: Drei Aufnahmen eines möglichst kontrastreichen Motivs werden mit drei unterschiedlichen Belichtungseinstellungen aufgenommen, dann können die einzelnen Bilder zuerst analysiert und anschließend zu einem Gesamtbild kombiniert werden – dies führt oft zu sinneserweiternden Ergebnissen.
Mehr Movie durch HD-Video-Qualität
Auch die befriedigende Videoqualität der PowerShot G11 wurde von Canon vermutlich verbessert. Während die G11 noch Video-Clips mit 30 FPS in VGA-Auflösung mit 640 x 480 Pixel drehte, bietet die G12 nun HD-Video-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixel (HDV: High Definition Video; FPS: Frames per Second, Aufnahmen pro Sekunde).
Canon PowerShot G12 – Zubehör und Preis
Schlagen alle von Canon vorgenommenen Verbesserungen an, kann nach der PowerShot G10 und G11 die G12 vermutlich die Testsieger-Tradition bei Stiftung Warentest fortsetzen, man darf auf die ersten Vergleichstests anderer Zeitschriften gespannt sein. Gewiss wird die neue Bridgekamera nicht sang und klanglos untergehen. Falls doch, gibt es das Unterwassergehäuse WP-DC34 als Zubehör, oder den Objektiv-Filteradapter FA-DC58B für Polfilter. Die unverbindliche Preisempfehlung der etwa 400 Gramm schweren Canon PowerShot G12 liegt bei 549 Euro, am 16. Mai 2011 kostet die Bridgekamera im Online-Handel zwischen 440 und 510 Euro.
Weitere Informationen
"So, what's new pussycat?": Einen kleinen 8-minütigen Video-Clip mit dem Bridgekameravergleich zwischen der Canon PowerShot G12 und S95 während einer Canon-Pressevorstellung in Hong Kong finden Sie in englischer Sprache auf YouTube, unter "Canon PowerShot G12 vs Canon S95" bei DigitalRev.com TV Channel.
