
- Hausratversicherungen - unterschidliche Tarife - Royce Hansman
Die Stiftung Warentest hat in ihrer Zeitschrift Finanztest 134 Hausratversicherungen auf deren Preis und Leistung geprüft. Es wurden die Jahresbeiträge für Versicherungen in vier deutschen Städten – Freital (39.600 Einwohner), Wilhelmshaven (83.200 Einwohner), Duisburg (500.000 Einwohner) und Köln (990.000 Einwohner) getestet. Der Vergleich zeigt, dass die Preisunterschiede zwischen dem günstigsten und dem teuresten Anbieter innerhalb der einzelnen Städte stark variieren.
Preisvergleich bei Hausratversicherungen
Die Tester haben zudem festgestellt, dass teure Tarife bis zu fünfmal so teuer wie günstige sind. Der günstigste Tarif von Ammerländer Classic in Freital beträgt dabei 46 Euro. Der teuerste Tarif Zurich Multiplus Top kostet dagegen 211 Euro. Die Jahresbeiträge in Köln unterscheiden sich ebenfalls deutlich. Die Grundeigentümer verlangt 107 Euro pro Jahr – der günstigste Tarif in der Stadt. Die Versicherten müssen bei der OVAG (Optimal) dagegen 588 Euro im Jahr zahlen.
Leistungsvergleich bei Hausratversicherungen
Die Leistungen bei den Versicherungen sind von Tarif zu Tarif unterschiedlich. Den Testern zufolge begründet dies aber die Preisunterschiede nicht. Zum Beispiel werden Versicherte bei allen getesteten Hausratversicherungen vor Einbruchdiebstählen geschützt. 97 der Tarife decken auch den einfachen Diebstahl von Gartenmöbeln ab. Die teuren Tarife Multiplus Basis der Zurich und die angeblichen Rundumschutz-Tarife von Victoria und DAS übernehmen die Kosten für einen solchen Diebstahl allerdings nicht. Bei einem Diebstahl aus dem Auto kommen diese drei Hausratversicherungen für den Schaden ebenfalls nicht auf. Von den getesteten Hausratversicherungen übernehmen allerdings 96 der Versicherer die Kosten in solchen Fällen. Die oben genannten Versicherer haften auch nicht, wenn Geräte aus Gemeinschaftsräumen wie der Waschküche ohne Einbruch entwendet werden. In einer solchen Situation springen 39 der Tarife im Test ein. Von diesen sind viele auch günstiger als die drei genannten.
Erfahrungsberichte über Hausratversicherungen
Die Finanztester haben zuvor auch Leser nach ihren Erfahrungen in Bezug auf Leistung ihrer Hausratversicherung gefragt. Von 77 Versicherungskunden waren 22 unzufrieden. Diese bemängelten unter anderem die Informationspolitik, verschleppte Zahlungen und unhöfliche Sachverständige.
Konditionen der Hausratversicherungen
Die Tester bemängeln zudem die undursichtigen Konditionen. Es handelt sich dabei um die Versicherungsbedingungen bei grober Fahrlässigkeit seitens des Versicherten. Zum Beispiel haftet der Versicherer bei einem Diebstahl nicht voll, wenn der Kunde sein Haus bei gekipptem Fenster längere Zeit verlässt. Dabei hängt die Höhe des Schadenersatzes von der Schwere der Fahrlässigkeit ab. Viele Versicherer verzichten in ihren Bedingungen bis zu einer bestimmten Summe auf die „Einrede der groben Fahrlässigkeit“. Das heißt: Sie zahlen voll. Das hört sich toll an und lässt sich als interessantes Extra gut verkaufen. 42 Tarife bieten hier echten Mehrwert. Doch weitere 52 Tarife schränken diese eigentlich positive Regelung in anderen Paragrafen wieder stark ein.
Den ausführlichen Test mit allen Ergebnissen finden Sie auf der Website der Stiftung Warentest (kostenpflichtig).
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