
- Fichtenhecken als Sichtschutz - Ingrid Oertel
Wer eine Hecke in seinen Garten pflanzt, tut der Natur etwas Gutes. Als natürliche Abgrenzung zum Nachbarn bietet eine Hecke Insekten und Kleintieren Lebensraum, Schutz und Nahrung. Doch eine Hecke kann noch mehr: Sie schluckt den Lärm und den Staub der Straßen. Sie bietet je dichter gewachsen ist, einen perfekten Sichtschutz vor neugierigen Blicken. Und sie ist der perfekte Windschutz für den ganzen Garten. Je nachdem aus welchem Gehölz die Hecke besteht, erfreut sie ihren Besitzer mit schönen Blüten und mit Früchten. Oder sie liefert das Material für wunderschöne Kränze und Gestecke wie beispielsweise der Kirschlorbeer.
Die Kontrolle der Hecke vor dem Schnitt ist wichtig
Im Allgemeinen sollten Hecken aus Naturschutzgründen zwischen März und Ende Juni nicht geschnitten werden. Denn häufig ziehen Vögel während dieser Zeit ihren Nachwuchs zwischen den schützenden Zweigen groß. Auch im Juli und im August findet oft noch eine zweite oder dritte Brut statt. Daher ist die Kontrolle der Hecke vor dem Schnitt wichtig.
Vorbereitungen für den Heckenschnitt
Ein- bis zweimal im Jahr sollte jede Hecke sorgfältig geschnitten werden. Ideal hierfür ist ein bedeckter Tag im Spätwinter oder im frühen Herbst. Denn bei Sonnenschein besteht die Gefahr, dass die Schnittstellen verbrennen und die Hecke Schaden nimmt.
Eine gut geschärfte Heckenschere ist für den sauberen Schnitt wichtig. Dabei ist es sekundär, ob das Arbeitsgerät manuell oder elektrisch betrieben wird.
Zunächst werden überalterte und kranke Äste entfernt. Auch erfrorene Teile der Hecke müssen heraus genommen werden. Laub abwerfende Hecken werden am besten im Spätwinter gestutzt. Dann lassen sich die Äste am besten erkennen, welche weg genommen werden müssen.
Der Heckenschnitt sollte nicht bis ins alte bereits verkahlte Holz vordringen. Sondern er sollte dort enden, wo der Austrieb im Vorjahr begonnen hat. Wer unsicher ist wo genau sich die Schnittgrenze befindet, trennt einen Zweig seiner Hecke ab. Und prüft dann nach, ab welcher Stelle innen noch ein wenig Grün zu sehen ist.
So lässt sich jede Hecke spielend in Form bringen
Wenn der Schnitt geometrisch gerade erfolgen soll, ist es ganz hilfreich, sich eine Schnur zur Orientierung zu spannen. Die Schnur wird an zwei entsprechend hohen Stäben befestigt und in die Erde gesteckt. An dieser Schnur entlang lässt sich die Hecke mühelos in Form bringen. Wichtig hierbei ist es, dass sich die Hecke nach oben hin etwas verjüngt. Das hat den Vorteil, dass Licht und Luft von oben besser als beim geraden Abschluss oben durch die Zweige bis zur Basis hindurch fluten kann. So wird die Hecke von unten her angeregt auszutreiben was das Verkahlen der unteren Äste verhindert.
Wer Spaß daran hat, seine Hecke in Kugeln, Kegel oder in andere Formen zu schneiden, findet im Fachhandel entsprechende Schablonen. Geschickte Gartenbesitzer können sich diese Hilfe auch selbst basteln.
Wie wird die junge Hecke geschnitten
Junge Hecken, die noch nicht dicht gewachsen sind, werden lediglich etwas in Form geschnitten. Sie besitzen meist noch keine alten verholzten oder kranken Teile. Je nachdem wie der Neuaustrieb der jungen Hecke war, kann sie nach oben hin und seitlich etwas eingekürzt werden.
Ein wenig Pflege dankt jede Hecke
Jede Hecke freut sich über eine Gabe Kompost im Herbst oder im Frühjahr. Eine Mulchdecke aus Laub oder aus Rasenschnitt verhindert allzuviel Unkrautbewuchs. Mulch liefert außerdem Nährstoffe und verhindert das Austrocknen des Erdreiches in heißen Sommern. Wer die Hecke mit Rindenmulch versorgt, sollte zuvor eine Hand voll Hornspäne unter die Mulchdecke streuen. Denn Rindenmulch entzieht bei seiner Zersetzung dem Boden Stickstoff, der dann dem Pflanzenwachstum nicht zur Verfügung steht. Die gilt besonders für Hecken die reichlich Laub entwickeln wie zum Beispiel die Hainbuche.
