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Inzwischen gibt es schon viele verschiedene Arten der Fortbewegung für Fußgänger. Schon lange bekannt sind die Rollschuhe für den Sommer und die Schlittschuhe für den Winter. Es wird aber immer wieder etwas neues erfunden. Passanten staunen nicht schlecht, wenn Kinder ganz plötzlich vom Gehen ins Rollen wechseln.
Heelys Sneakers – Rollen unter den Füßen
Sneaker, auf deutsch „Schleicher“, ist der Sammelbegriff für Sportschuhe, die nicht zum Sport, sondern im Alltag getragen werden. Der Name „Heely“setzt sich aus „wheel in the heel“ zusammen. Das bedeutet „Rad in der Hacke“. Solche Schuhe sehen wie ganz normale Turnschuhe aus. Hebt der Träger solcher Schuhe seine Zehenspitzen, verwandeln sich diese Schuhe in ein Sportgerät. Wer Heelys Sneakers trägt, kann zwischen Gehen und Rollen wählen, ohne die Schuhe wechseln zu müssen. Heelys sind sportliche Straßenschuhe, mit denen man rollen kann. Mit Hilfe einer herausnehmbaren Rolle im Fersenbereich, kann man mit solchen Schuhen sowohl fahren als auch normal gehen. Es sind auch jeweils zwei Rollen pro Schuh möglich. Eine solche Rolle besitzt eine eigene Achse und wird in die vorgesehene Aussparung im Schuh eingesteckt. Wird die Rolle nicht mehr benötigt, kann man diese heraus nehmen und dieses Heelys als ganz normale Schuhe benutzen. Einige Modelle sind mit Grindflächen versehen. Dadurch kann man mit diesen Schuhen auf Geländer- und Bordsteinkanten entlang rutschen. Das Obermaterial besteht aus Leder und die Sohle aus Gummi.
Der richtige Umgang mit Heelys Sneakers
Bevor man in diese Art von Schuhen steigt, ist ein erster Check zu empfehlen. Einmal mit der geballten Faust auf die Rollen schlagen. Dies reicht als Test. Anschließend sucht man sich ein Geländer, eine Mauer oder einen Partner, wo ein abstützen möglich ist, falls man das Gleichgewicht verlieren sollte. Danach wird der Sprungfuß festgelegt. Dieser Fuß steht am Anfang vorne, ein wenig vor dem Anderen. Werden beide Füße nebeneinander gestellt, verliert man schnell die Balance. Jetzt werden die Zehen nach oben bewegt und man balanciert auf den Rollen. Diese Stellung ist zu halten. Bei Gefahr zu kippen, werden die Zehen nach unten bewegt und die Schuhe stehen wieder. Der Schuh rollt, wenn man sich mit dem hinteren Fuß jeweils abstößt. Die Zehen sind dabei nach oben gerichtet. Soll angehalten werden, gibt es dafür zwei Möglichkeiten. Will man langsam bremsen, verlagert man sein Gewicht ein wenig mehr auf die Ferse des hinteren Fußes. Jetzt wird mit der Sohle die Geschwindigkeit langsam verringert. Soll es schneller gehen, wird das Gewicht auf die Spitze des vorderen Fußes verlagert. Jetzt kann aus der Rollbewegung heraus „ausgelaufen“ werden. Es sollte nie schneller gefahren werden, als man laufen kann.
Wo darf mit Heelys Sneakers gefahren werden?
Da es dafür keine Vorschriften gibt, können diese Schuhe überall benutzt werden. Dabei ist es wichtig, sich auf die jeweilige Situation einzustellen. Am besten nutzt man die Heelys Sneakers dort, wo wenig Autoverkehr ist. Auch auf Fußwegen ist vorsichtig zu rollen. Die meisten Fußgänger kennen die Heelys Snaekers noch nicht. Grundsätzlich ist bei dieser Sportart Schutzbekleidung zu tragen. Diese besteht aus Ellbogen- und Knieschonern sowie einem Fahrradhelm. Noch schneller ist man mit dem Nano Inline Footboard unterwegs. Dieses Board ist nur in Verbindung mit Heelys Sneakers nutzbar. Es wird die Rolle aus dem Schuh ausgebaut und das Board an der entsprechenden Vorrichtung befestigt. Mit dem Nanoboard ist man noch schneller, noch weiter und noch länger unterwegs.
Die Pflege der Heelys Sneakers
Die Rolle ist das Herzstück des Heelys Sneakers. Im Prinzip sind solche Schuhe sehr robust. Allerdings sollte man einige Dinge beachten. Benutzt man die Heelys im Geh-Modus, müssen die Rollen aus der Sohle entfernt werden. Die Öffnungen werden durch PlugIns verschlossen, damit kein Schmutz eindringt. Die Rolle selbst muss immer sauber und trocken bleiben. Wasser kann zu Roststellen führen und Sand mindert die Geschwindigkeit.
Die Entwicklungsgeschichte der Sportschuhe
Die ersten Sportschuhe wurden um 1860 in England und etwa zeitgleich in den USA entwickelt. Diese Krokettschuhe wurden mit einer flexiblen Gummisohle und einem Schaft aus Leinen gebaut. Der Begriff Snaeker kommt von „to sneak“ und bedeutet schleichen. Es ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts und stammt vom Werbefachmann Henry Nelson McKinney. Alle anderen Schuhe hatten, bedingt durch die Ledersohle, einen lauten Auftritt. Diese billigen und pflegeleichten Schuhe wurden zur bevorzugten Fußbekleidung der Jugend. Sie gaben in den Folgejahrzehnten einer ganzen Turnschuhgeneration ihren Namen. Zum Erhalt und der weiteren Verbreitung trugen auch der wesentlich geringere Pflegeaufwand sowie der günstigere Ladenpreis bei. Diese Schuhe benötigen keine Lederpflege und durch die Massenanfertigung, angespritzte und vulkanisierte Machart, wurden sie schnell beliebt. Ende der 1970er Jahre entstanden dann qualitativ höherwertige Sneaker, auch Edelsneaker genannt. Mit der allgemeinen Sporteuphorie setzte sich der Sportschuh beziehungsweise Sneaker in weiten Teilen der Bevölkerung als akzeptiertes Freizeitschuhmodell durch.
Dieser neue Freizeit-Trend ist keineswegs nur Kindersache. In den USA gehen auch viele Erwachsene damit auf schnelle Einkaufstouren. Man ist nicht nur schneller unterwegs als alle Fußgänger, sondern es wird auch etwas für die eigene Fitness getan. Der Kalorienverbrauch wird dadurch erhöht und gleichzeitig die Balance und Koordination trainiert.
Quellen:
- Zeitschrift „Marisa“ 2011
- Zeitschrift "Velo TOTAL" 2011
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