Hefeteig für einen Hefezopf schnell und leicht gemacht

Hefezopf - pixelio Gabi Schoenemann
Hefezopf - pixelio Gabi Schoenemann
Mit diesem Hefeteig-Rezept und dem Trick der Frischhaltefolie gelingt der Hefezopf mit Sicherheit.

Der süße Hefeteig ist die Grundlage für feinstes Hefegebäck. Ist er einmal gelungen, kommt er immer öfter zum Einsatz und ist der Garant für ein leckeres Sonntagsfrühstück mit dem traditionellen Hefezopf. Aber auch gefüllt, mit Nüssen oder Mohn, ist das Hefegebäck immer eine willkommene Abwechslung beim täglichen Treff am heimischen Kaffeetisch.

Man muss kein Profi sein, um Hefegebäck wie ein Bäcker zu präsentieren. Es genügen ein paar wenige Grundkenntnisse und ein bisschen Geduld, um feines und lockeres Backwerk zu erhalten. Wichtig bei der Herstellung von Hefeteig ist die Temperatur aller Zutaten. Sie sollten nicht kalt verwendet werden, sondern immer Zimmertemperatur haben, damit sich die Hefe gut vermehren und der Teig somit optimal wachsen kann.

Schritt für Schritt-Anwendung bis zum fertigen Hefeteig

Der Hefeteig wird in mehreren Arbeitsschritten angesetzt. Je öfter man ihn gehen oder ruhen lässt, um so lockerer wird das Gebäck. Man beginnt mit dem sogenannten Vorteig:

250 ml Milch, handwarm erwärmen

1 Würfel frische Hefe

5-6 Esslöffel Zucker

2 Esslöffel Mehl

Diese Zutaten mit dem Schneebesen in einer Rührschüssel gut vermischen. Die Rührschüssel mit einer Frischhaltefolie abdecken, evtl. mit einem Gummiring befestigen. Dadurch entsteht ein feucht warmes Klima, das den Vorteig schnell aufgehen lässt. Hat sich der Vorteig nun verdoppelt und wirft viele Bläschen, kann man die nachfolgenden Zutaten beifügen.

500 g Mehl - gesiebt

1 Esslöffel Butter

1-2 Esslöffel Öl

1 Prise Salz

1 Ei

Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.

Diese Zutaten nun kräftig mit der Rührmaschine oder der Hand mehrere Minuten durchkneten. Verwendet man zum Kneten den Knethaken des Handrührgerätes oder der Küchenmaschine, sollte dies auf niederster Stufe geschehen, damit durch die Hitzeentwicklung die Hefepilze nicht zerstört werden. Der Teig hat seine ideale Festigkeit, wenn er sich leicht von der Rührschüssel löst. Gegebenenfalls muss noch etwas Mehl hinzugefügt werden, oder ist der Teig zu fest, sollte noch etwas Milch dazugegeben werden. Wer im Hefezopf Rosinen liebt, kann diese zum Schluss des Knetvorganges noch beimengen. Nun darf der Teig wieder ruhen. Dazu deckt man die Rührschüssel wieder mit der Frischhaltefolie ab und lässt den Teig bei normaler Raumtemperatur in der Küche stehen. Durch das Abdecken mit der Frischhaltefolie erhält der Teig ideale Bedingungen, um erfolgreich zu wachsen.

Verarbeitung des fertigen Hefeteigs

Hat sich der Hefeteig nun mindestens verdoppelt, nimmt man ihn aus der Schüssel und schlägt ihn noch einmal kräftig durch. Für einen Hefezopf teilt man die Teigmenge in drei gleiche Teile, formt mit der Hand jeweils eine Rolle und flechtet daraus einen Zopf. Den Anfang und das Ende des Zopfes drückt man leicht an.

Mit diesem Hefeteig lässt sich aber auch eine Rolle, gefüllt mit Mohn oder Nüssen zubereiten. Hierzu wird der gesamte Teig ausgerollt und mit der Mohn- oder Nussmasse bestrichen, danach zu einer schönen Rolle geformt. Zum Backen legt man das geformte Gebäck in eine entsprechend große und gefettete Auflaufform. Bevor er in den Ofen kommt, sollte der Teig nochmals 10 – 15 Minuten ruhen und mit einer Mischung aus 1 Eigelb, verrührt mit etwas Milch, bestrichen werden. Eine weitere Alternative mit feinstem Hefeteig ist die bayerische Rohrnudel, gefüllt mit Äpfeln.

Die Backzeit beträgt im vorgeheizten Backofen (Mitte) bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ca. 35 – 40 Minuten, bei Umluft verringert sich die Temperatur auf 160 Grad. Das Gebäck ist fertig, wenn beim Stäbchentest kein Teig mehr am Stäbchen klebt und das Backwerk eine goldgelbe Farbe hat.

Henriette Wild, Rafael Wild

Henriette Wild - Als Schwäbin gehöre ich zu den Menschen, die täglich ihr Profil neu beschreiben, sich immer wieder neu entdecken und ...

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