Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.

Vatikan - Tanni/piqs.de
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Am 01. Mai.2011, dem Tag der Arbeit, wird Johannes Paul II seliggesprochen. Wie war seinem Leben vor dem Pontifikat?

Ungezwungen auftretend, immer ein Ohr für die Jugend habend und gegen den Kommunismus kämpfend, war der unermüdliche Papst populärer als so mancher Popstar. Doch er hatte auch ein bewegendes Leben vor seiner Wahl zum Oberhaupt der Katholischen Kirche.

Karol Wojtylas Jugend

In Wadowice, einer kleinen Stadt in Südpolen, zwischen einem Nebenfluss der Weichsel und den Ausläufern der Beskiden leben Anfang des 20. Jahrhunderts neben den Christen viele Juden, auch das Haus der Familie Wojtyla gehört einem jüdischen Kaufmann. Es gibt sogar eine Synagoge. 1920 kommt Karol Wojtyla zur Welt und begeistert sich in jungen Jahren für Fußball und Theater. Lolek, so sein Spitzname, kennt keinen Antisemitismus und hat viele jüdische Freunde. Sein Vater, der auch Karol heißt, ist Leutnant in Pension. Er diente als Unteroffizier in der österreichischen und als Offizier in der polnischen Armee. Laut seinem Sohn, brachte er ihm das Beten bei. Seine Mutter, Emilia Wojtyla stirbt, als er neun Jahre alt ist. Auch sein älterer Bruder Edmund stirbt an einer Infektion, die er sich in einem Krankenhaus als junger Mediziner holte. So muss der spätere Papst schon in seiner frühen Jugend zwei Schicksalsschläge hinnehmen. Er wird Ministrant und singt im Knabenchor. Als Gymnasiast lernt er mühelos und darf als Klassenbester in seinem Maturajahr die Ansprache und Begrüßung für den damaligen Erzbischof Stefan Sapieha halten, der - auf der Suche nach jungen Talenten für die Kirche – zu Gast in Karols Schule war.

Die Studentenjahre

Eigentlich wollte Lolek Philologie studieren, doch 1942 entscheidet er sich für das Priesterseminar. Kein leichtes Unterfangen, denn in dieser Zeit der Nazis wird die Katholische Kirche verfolgt. Unterrichtet wird im Untergrund, die Theologische Fakultät ist offiziell nicht existent. Als 1944 der Terror durch die Nazis zunimmt, beherbergt Erzbischof Sapieha, von Geburt Fürst, die Seminaristen in seinem Palais. Zwei Jahre später reist Karol Wojtyla nach Rom um dort weiterstudieren zu können. Sapieha weiht ihn deshalb frühzeitig zum Priester.

Die Karriere beginnt

Nach seinem Theologiestudium bekommt Wojtyla eine Anstellung in einer Diözese bei Krakau. Der Ort teilt das gleiche Schicksal der meisten polnischen Bauerndörfer in der damaligen Zeit. Es gibt weder Elektrizität noch fließendes Wasser. Für Krankenbesuche oder den Unterricht in der Schule wird ein Pferdewagen genutzt. Schon jetzt engagiert sich Karol besonders für die Jugend. Neben dem täglichen Unterricht geht er mit ihnen wandern, spielt Fußball und hört ihnen interessiert zu. Es ist das Zeitalter des Kommunismus. Zwar wurden die Nazis vertrieben, aber auch die neue Vorherrschaft über Polen ist kirchenfeindlich. Bespitzelungen, sogar Folter und Mord der Kirchendiener gehen auf die rote Kappe der Besatzer.

Sylvia Prokop, Sylvia Prokop

Sylvia Prokop - Trainerin für Verkauf, Kommunikation, Rhetorik, Motivation, Deutschtrainerin für Migranten (Österreichisches ...

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