
- Ulrike Bellemann - Katharina Steca
Inmitten eines 100 Seelendorfes in Mittelfranken liegt das Tau Haus. Es ist eine ehemalige Gaststätte mit Theatersaal, die seit 1991 von der Seelenheilerin Ulrike Bellemann (51) genutzt wird. Dort finden ihre Seminare und Rituale statt, die nur ein Ziel haben: den Menschen wieder Zugang zu ihrer eigenen Seele und damit auch zu ihren eigenen Heilkräften zu verschaffen.
Ulrike Bellemann und ihre Ausbildung
„Wer Zugang zu seinen eigenen Heilkräften hat, kann sie nicht nur für sich selbst, sondern auch segnend für seine Mitmenschen, Tiere und die Schöpfung einsetzen“, verrät Ulrike, die sich schon ihr ganzes Leben lang mit den Seelen ihrer Mitmenschen beschäftigt hat – zunächst als Diplom Sozialpädagogin in einem psychiatrischen Landeskrankenhaus und danach in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Nach einer weiteren Ausbildung zur Theater-, Spiel- und Ausdruckspädagogin arbeitete sie als Chorleiterin, Choreografin und Regisseurin. Zudem ließ sich Ulrike 3 1/2 Jahre als Essenztrainerin in der Energieheilarbeit ausbilden und absolvierte eine nach dem Dachverband anerkannte Ausbildung für geistiges Heilen. Nun arbeitete sie als Seminarleiterin und Lebensberaterin und beschäftigte sich intensiv mit der spirituellen Mantrapraxis - der Heilkraft des Wortes und des Klangs. „2009 habe ich noch eine Ausbildung zur Seelenheilerin bei Dr. Zhi Gang Sha absolviert und mich seitdem auf die Heiltechnik des Seelengesangs als ein Teil der Heilkunst der Seele konzentriert“, erklärt Ulrike.
„Der Gesang, der aus der Seele kommt, trägt die Frequenz und Schwingung der Seele und bringt sich selbst zum Ausdruck. Seelengesänge sind Melodien und Laute, die in der Seele gespeichert sind. Wenn wir der Seele erlauben, dass sie durch uns singt, erklingen innere Welten“, sagt Ulrike. So sang beispielsweise in einem Seminar eine Teilnehmerin plötzlich in einer fremden Sprache. „Ihre Eltern waren Vertriebene aus Tschechien“, erläutert Ulrike, „und die Worte entstammten aus der Quelle ihrer Ahnen, auch wenn meine Seminarteilnehmerin sie nicht verstand“.
Wie die Seele singt
Dass diese Gesänge durchaus Heilwirkung haben können, beweist dieses Beispiel einer depressiven Seminarteilnehmerin. „Sie konnte diese Schwere ihrer Depression schlecht aushalten und auch nicht die mit ihr verbundene Einsamkeit“. Ulrike fragte ihre Klientin: „Was braucht diese Schwere von deinem Herzen?“ Bei dem anschließenden Seelengespräch fanden sie heraus, dass in der Schwere eine Kraft lag, die die Klientin dringend brauchte: Sie gab ihr das Gefühl von Geborgenheit. „Also durfte die Schwere im Leben dieser Frau sein“, fasst Ulrike zusammen, „schließlich wünschte sie sich Geborgenheit. Gleichzeitig wurden ihre Selbstheilungskräfte sensibilisiert und sie lernte, sich Geborgenheit auch von woanders zu holen“.
Bei einer der nächsten Sitzungen fand die gleiche Frau heraus, dass hinter ihrer Depression der Gedanke steckte: „Ich bin nicht gewollt.“ Auch hier fragte Ulrike ihre Klientin, was die Wahrheit ihrer Seele ist. „Wir fanden heraus, dass wir nicht ändern können, was einmal war, aber dass wir es akzeptieren können. Und dass sich die Frau selbst willkommen heißen kann!“ Wer sich selbst annimmt, kann sich auch einem Partner besser öffnen. „Die Frau hatte dann ein offenes, klärendes Gespräch mit ihrem Partner, das die beiden auch in ihrer Beziehung weiterbrachte“, freut sich Ulrike.
