
- Bodega Ysios: Architektur im Rioja-Weinanbaugebiet - Informationsbüro Rioja
Sanfte Hügel umschließen die Täler entlang des Flusses Ebro. In der Ferne erheben sich die Gipfel, die, wie zum Schutze, die Heimat des tiefroten Rioja-Weins als gewaltiger Wall umgeben: im Norden das Kantabrische Gebirge, im Södosten die Sierra de la Demanda.
Rioja als Synonym für den Weinanbau
Den Namen des berühmten Tropfens entlieh man dem Fluss Rio Oja. Der mündet von Süden kommend in den größeren Fluss Ebro. Seit Jahrhunderten steht Rioja als Synonym für den Weinanbau in dieser weiten Flusslandschaft. Neuer sind die von internationalen Star-Architekten modern konzipierten Bodegas. Viele der traditionellen Arbeitsstätten der nordspanischen Winzer wurden so zu Touristen-Magneten. Rund 20 Kilometer von der Provinzhauptstadt Logroño entfernt entstand mit der „Ciudad del Vino” (Stadt des Weins) eines der größten Bodega-Projekte der letzten zehn Jahre. Der postmoderne Bau, entworfen vom Star-Architekten Frank O. Gehry, umhüllt eine der ältesten Weinkellereien der Gegend, die Marqués de Riscal. Gehry entwarf auch das angrenzende Hotel mit seinem Wein-Therapie-Spa.
Der Tourismus flankiert die Wirtschaft der spanischen Weinregion
Die Ciudad del Vino steht als Synonym für den sanften Wandel der Rioja-Region, denn schon längst flankiert der Tourismus die wirtschaftliche Bedeutung der hochqualitativen Weinherstellung. Das Weingebiet Rioja teilt sich derweil in drei Regionen auf, in denen Genießer mit jeweils charakteristischen Weinen verwöhnt werden. Im Südwesten liegt die Rioja Alta, wo eisenhaltige Tonerde den Geschmack der Weine prägt, im Südosten sorgt das mediterrane Klima der Rioja Baja-Region für die kraftvollen Wein-Noten und im Norden liegen die Weinberge der Rioja Alavesa, dessen Weinbauern einen sehr fruchtigen Wein keltern.
Wein-Tradition trifft im Rioja modernes Design
Auch in der Bodega Ysios: Die markante Silhouette der Bodega ist unübersehbar. Dennoch sticht sie nicht störend aus den traditionsreichen Rebfeldern hervor. Vielmehr harmonisiert das von Santiago Calatrava entworfene Gebäude architektonisch geschickt mit den am Horizont sichtbaren Gebirgsketten der Sierra Cantabria. Die Kombination aus Landschaft, traditionellem Weinanbau und modernem Design ist beispielhaft für das akzentreiche Profil des gesamten Landstrichs.
Strenge Kriterien für hohe Weinqualität
Eine weitere Attraktion ist die Bodega Juan Alcorta in der Nähe von Logroño. In einem eigens ausgehöhlten Tafelberg lagern hier 75 000 Barrique-Fässer. Der Hort ist damit der größte Weinkeller Spaniens. Von außen ist er allerdings nur anhand eines fragil anmutenden Überbaus aus Stahl und Glas auszumachen. Bereits 1991 wurde die komplette Rioja-Region mit den Titel D.O.Ca (Denominación de Origen Calificada) geadelt. Deshalb gelten strenge Qualitätskriterien bei der Wein-Produktion. Zum Vorteil aller, die Spitzen-Weine lieben. Die Bodegas, die mit ihrer spektakulären Architektur für die visuelle Reizflut sorgen, sind schließlich mit eigenen Wein-Bars ausgestattet. Hier beginnt der Gaumen-Genuss.
