Heinrich III. – König und Kaiser aus dem Geschlecht der Salier

Heinrich III. folgte 1039 seinem Vater Konrad II. als römisch-deutscher König und wurde 1046 zum Kaiser gekrönt.

Heinrich III. aus dem Geschlecht der Salier wurde 1039 nach dem Tod seines Vaters Konrad II. römisch-deutscher König. 1046 wurde er zum Kaiser gekrönt. Bereits 1028 wurde Heinrich von seinem Vater Konrad II. zum Mitkönig erhoben.

Unter Heinrich III. kam es zu einer bemerkenswerten sakralen Überhöhung des Königtums. Er sorgte für den Weiterbau des Doms zu Speyer, der zu dieser Zeit zum größten Gotteshaus der abendländischen Christenheit heranwuchs. Er stärkte die Rechte des Königs gegenüber den Herzögen. 1046 beendete Heinrich das Schisma des Papsttums und befreite die Päpste aus der Abhängigkeit vom römischen Adel. So schuf er die Basis für die universale Geltung der Päpste und die Konflikte zwischen Päpsten und Kaisern.

Heinrich III. starb im Alter von 38 Jahren 1056. Ihm folgte sein Sohn als Heinrich IV.

Der junge Heinrich

Heinrich kam am 28. Oktober 1017 zur Welt- Seine Eltern waren Gisela von Schwaben und Konrad der Ältere, der spätere Kaiser Konrad II. 1024 setzte sich Konrad als König durch und begründet das Königsgeschlecht der Salier. Seinen Sohn Heinrich bestimmte er 1026 vor seinem ersten Italienzug zum Nachfolger. Über das Leben des Thronfolgers Heinrich wird im Beitrag „Heinrich III. – Seine Zeit als Thronfolger“ mehr berichtet.

Antritt der Herrschaft 1039

Der Übergang der Herrschaft im Reich von Konrad II. auf Heinrich III. vollzog sich fast ohne Konflikte. Nur Gozelo von Lothringen soll überlegt haben ihm die Huldigung zu verweigern. Selbst in Oberitalien gab es bei Heinrichs Herrschaftsantritt keine Unruhen. Den Konflikt mit dem Erzbischof Aribert konnte Heinrich III. beilegen. Aribert huldigte 1040 auf einem Hoftag in Ingelheim dem König.

In Aachen fand noch 1039 eine Thronsetzung statt. Einen Königsumritt gab es nicht. Doch bis Ende 1040 hatte Heinrich alle Teile des Reiches aufgesucht.

Heirat mit Agnes von Poitou 1043

1043, fünf Jahre nach dem Tod seiner Gattin Gunhild, dachte Heinrich an eine zweite Ehe. Im Sommer 1043 ließ er um Agnes von Poitou, eine Tochter des Herzogs Wilhelms V. von Aquitanien, werben. Die beiden verlobten sich im burgundischen Besançon- In Mainz wurde Agnes zur Königin gekrönt. Ende November 1043 folgte die Vermählung in Ingelheim.

Konflikte im Osten

Heinrich III. suchte die Vorrangstellung des Reiches im Osten zu sichern. Schon direkt nach seiner Thronbesteigung kam es dort zu Konflikten. Mehr dazu bietet der Beitrag „Heinrich III. – Kampf um die Vorherrschaft des Reiches im Osten“.

Italienzug und Kaiserkrönung 1046

1046 zog König Heinrich III. nach Italien und wollte sich in Rom vom Papst zum Kaiser krönen lassen. Das Papsttum befand sich zu dieser Zeit wegen der ständigen Auseinandersetzungen der Adelsfraktionen in Rom um die Herrschaft über die Stadt allerdings in einer schweren Krise. Heinrich III. befreite die Päpste aus dieser Abhängigkeit und legte die Grundlagen für den universalen Herrschaftsanspruch des Papsttums über die Kirche. Und die späteren Konflikte zwischen Päpsten und Königen des Reiches. Mehr dazu bietet der Beitrag „Heinrich III. – Italienzug 1046 und Krönung zum Kaiser“.

Nachfolge und Tod

1050 kam der lang ersehnten Thronfolger für Heinrich III. zur Welt. Schon Weihnachten 1050 ließ Heinrich III. die anwesenden Großen dem Sohn die Treue schwören. Heinrich III. starb unerwartet im Alter von 38 Jahren 1056. Ihm folgte sein noch unmündiger Sohn als Heinrich IV. Für den übernahm seine Mutter, die Kaiserin Agnes, die Regentschaft. Mehr über diese Zeit wird in dem Beitrag „Heinrich III. – Nachfolgeregelung und Tod 1056“ berichtet.

Literatur

  • Johannes Laudage: Die Salier. Das erste deutsche Königshaus, 3. Auflage, Beck München 2011, ISBN 978-3-406-53597-0
  • Egon Boshof: Die Salier. 5. Auflage, Kohlhammer Verlag Stuttgart 2008, ISBN 3-17-020183-2
  • Stefan Weinfurter: Das Jahrhundert der Salier 1024–1125: Kaiser oder Papst?, Thorbecke Ostfildern 2008, ISBN 978-3-7995-4105-3
  • Bernd Schneidmüller und Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters. Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I. Beck München 2003 ISBN 3-406-50958-4
  • Hans K. Schulze: Hegemoniales Kaisertum. Ottonen und Salier. Siedler Berlin 1998. ISBN 3-442-90565-6
  • Helmut Beumann (Hrsg.): Kaisergestalten des Mittelalters. C. H. Beck München 1984, ISBN 3-406-30279-3