Heinrich III. – Seine Zeit als Thronfolger

Konrad II. bestimmte seinen Sohn Heinrich im Alter von 9 Jahren zu seinem Nachfolger. Der konnte 1039 ohne Widerstände die Herrschaft im Reich übernehmen.

Der spätere König und Kaiser Heinrich III. kam am 28. Oktober 1017 zur Welt- Seine Eltern waren Gisela von Schwaben und Konrad der Ältere, der spätere Kaiser Konrad II. 1024 setzte sich Konrad als König durch und begründet das Königsgeschlecht der Salier. Seinen Sohn Heinrich sah er als seinen Nachfolger vor.

Am Hof des Augsburger Bischofs Brun erhielt Heinrich eine gute Bildung. Anfang 1026 zog Konrad in Augsburg ein Heer für seinen ersten Italienzug zusammen. Mit Zustimmung der Fürsten bestimmte er in Augsburg seinen Sohn Heinrich für den Fall seines Todes zum Nachfolger. Für die Zeit der Abwesenheit des Herrschers wurde Brun zum Vormund für Heinrich bestellt.

Mit 10 Jahren wurde Heinrich Herzog von Bayern

Konrad II. erhob 1027 nach seiner Rückkehr aus Italien in Regensburg seinen Sohn Heinrich zum Herzog von Bayern. Diese Verleihung des Herzogtums an einen nicht aus Bayern stammenden jungen Königssohn war ohne Vorbild.

Krönung Heinrichs 1028

Auf einem Hoftag Ostern 1028 in Aachen wurde Heinrich vom Kölner Erzbischof Pilgrim zum König gesalbt und gekrönt. Im Frühjahr 1028 schickte Konrad eine Gesandtschaft an den Kaiserhof in Byzanz.

Friedensschluss mit Ungarn 1031

Als erste selbstständige Handlung des Thronfolgers Heinrich wurde der Friedensschluss mit den Ungarn 1031 überliefert. Dieses Abkommen war die Folge eines gescheiterten militärischen Vorstoßes Konrads II. im Vorjahr. Heinrich musste Gebiete zwischen Fischa und Leitha dem Ungarn überlassen. 1033 führte Heinrich einen erfolgreichen militärischen Zug gegen Udalrich von Böhmen.

Konflikt mit dem Vater 1035

1035 kam es zu einem Konflikt zwischen dem Kaiser und seinem Sohn. Heinrich verweigerte seinem Vater bei dem Versuch, den Herzog Adalbero von Kärnten abzusetzen, die Gefolgschaft. Erst nach dem Fußfall Konrads vor seinem Sohn lenkte Heinrich, der mit Adalbero durch einen Schwur verbunden war, ein.

Vermählung mit Gunhild

Konrad wollte seinen Sohn mit einer byzantinischen Kaisertochter vermählen. Doch diese Absicht scheiterte. Darauf hin wurde Heinrich Pfingsten 1035 auf dem Bamberger Hoftag mit Gunhild, der Tochter des dänischen Königs Knut des Großen, verlobt. Pfingsten 1036 fand in Nimwegen die Hochzeit statt.

Italienzug 1038

1038 begleitete Heinrich seinen Vater in Italien. Auf dem Rückweg ins Reich starb Heinrichs Gemahlin Gunhild. Kurz zuvor hatte sie die Tochter Beatrix zur Welt gebracht. Im Herbst 1038 hielt Konrad II. Hof in Solothurn. Dort übertrug das Königreich Burgund an seinen Thronfolger Heinrich.

Antritt der Herrschaft 1039

Konrad II. starb 1039 in Utrecht. Seinen Leichnam ließen Heinrich und seine Mutter Gisela über Köln, Mainz und Worms nach Speyer überführen. Dort wurde er im Dom zu Speyer beigesetzt.

Heinrich konnte, für die ottonische und salische Zeit ungewöhnlich, ohne Widerstände die Herrschaft antreten. Sein Vater hatte ihn schon durch die Designation 1026, die Erhebung zum Herzog von Bayern 1027, die Königskrönung in Aachen 1028, die Übertragung des Herzogtums Schwaben und die Übertragung der Königswürde Burgunds 1028 als Mitkönig fest etabliert.

Literatur

  • Johannes Laudage: Die Salier. Das erste deutsche Königshaus, 3. Auflage, Beck München 2011, ISBN 978-3-406-53597-0
  • Egon Boshof: Die Salier. 5. Auflage, Kohlhammer Verlag Stuttgart 2008, ISBN 3-17-020183-2
  • Stefan Weinfurter: Das Jahrhundert der Salier 1024–1125: Kaiser oder Papst?, Thorbecke Ostfildern 2008, ISBN 978-3-7995-4105-3