
- Heizkosten - Gerd Altmann
Eines der größten Vergleichsportale in Deutschland - Check24 - hat deutschlandweit die Veränderungen der Strom- und Gastarife analysiert. Die gute Nachricht: Über 140 Gasversorger werden im Februar und März 2009 die Preise für die Grundversorgung vereinzelt um bis zu 25 Prozent senken. Damit sinken die Heizkosten im Durchschnitt um 7,2 Prozent.
Stromkunden müssen hingegen weiter mit steigenden Preisen rechnen. Stromanbieter erhöhen im gleichen Zeitraum ihre Preise um durchschnittlich 7,82 Prozent. Damit setzt sich der Trend zu höheren Strompreisen fort, da diese laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes schon im letzten Jahr im Schnitt um knapp sieben Prozent (6,9 Prozent) gestiegen sind.
Gaspreise gehen im Schnitt um 7 Prozent zurück
Die an das Öl gekoppelten Gaspreise werden 2009 deutlich sinken. Bereits bis März 2009 wollen 145 Gasversorger - das entspricht etwa 20 Prozent aller Anbieter - ihre Tarife senken. Die Senkungen liegen zwischen zwei und über 25 Prozent. Zusammen mit den Tarifsenkungen im Januar (207 Anbieter) werden bis März knapp die Hälfte aller Gasversorger die Preise ermäßigt haben.
Die Entwicklung des Ölpreises lässt aber darauf schließen, dass auch die verbleibenden Gasversorger ihre Tarife im Laufe des ersten Halbjahres 2009 senken werden. Leider werden die meisten Senkungen erst zum Ende der Heizperiode, also voraussichtlich im April oder Mai, durchgeführt.
Die höchsten Senkungen von 25 Prozent verzeichnete das Verbraucherportal Verivox bei der Gas- und Wasserversorgung Fulda sowie der Gas- und Wasserversorgung Osthessen. Hier führt die Entlastung bei den Heizkosten bei einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt zu einer Ersparnis von mehr als 400 Euro pro Jahr.
Stromtarife steigen um bis zu 16 Prozent
Nachdem bereits im Januar etwa die Hälfte aller Stromversorger ihre Tarife nach oben angepasst haben, ziehen jetzt weitere Versorgungsunternehmen nach. Im Februar und März 2009 werden voraussichtlich 105 weitere Stromanbieter den Preis für die Grundversorgung um durchschnittlich 7,82 Prozent erhöhen.
Bei einem Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 KWh kann dies zu einer jährlichen Mehrbelastung von bis zu 133 Euro führen. Die Stromerhöhungen schwanken dabei zwischen einem und 16 Prozent (zwischen 12 Euro und 133 Euro).
Strom- und Gastarife vergleichen
Wer über einen Anbieterwechsel nachdenkt findet bei Verivox oder Check24 sehr gute Vergleichsrechner. So bewertete zum Beispiel die Stiftung Warentest den zertifizierten Stromtarifrechner von Check24 mit gut (Heft 9/2008).
Die Strom- und Gasvergleiche von Check24 umfassen rund 900 Strom- und 750 Gasversorger mit insgesamt ca. 16.000 Tarifen. Damit geben Sie den wechselwilligen Strom- und Gaskunden zumindest eine Preisorientierung.
Die im Internet angebotenen Vergleichsrechner bieten in der Regel jedem die Möglichkeit, schnell und unkompliziert den eigenen Strom- oder Gastarif mit verschiedenen Alternativangeboten kostenlos zu vergleichen und einfach zu wechseln. Für Interessenten ohne Internetzugang stehen zudem häufig auch gebührenfreie Hotlines zur Verfügung.
Suite101-Artikel können keinen rechtlichen Rat erteilen. Deshalb: Fragen Sie Ihren Rechtsanwalt oder einen Mieter- oder Grundeigentümerverein.
