Hell - Apokalypse-Thriller beim Fantasy Filmfest im Kino

Hell - 2011 - Filmplakat - Paramount
Hell - 2011 - Filmplakat - Paramount
Ab 22. September 2011 startet der postapokalyptische Film mit Hannah Herzsprung und Stipe Erceg. Vorher wird der Thriller auf dem Fantasy Filmfest gezeigt.

Deutschland beschäftigt sich mit Dystopien, mit düsteren Zukunftsprognosen bezüglich Wirtschaft und Natur. "Hell" setzt im Jahr 2016 ein und erzählt vom Leben und Überleben mit globaler Erwärmung, die zu Wasser- und Nahrungsmittelknappheit geführt hat. Hannah Herzsprung und Stipe Erceg gehören zu den Darstellern, die ihr Talent in die Hände des Regie-Newcomers Tim Fehlbaum gegeben haben. "Hell" startet am 22. September 2011 in den deutschen Kinos, läuft vorher im August 2011 jedoch auch auf dem Fantasy Filmfest.

"Hell" - Die Handlung des apokalyptischen Thrillers

Die Schwestern Marie (Hannah Herzsprung) und Leonie (Lisa Vicari) bahnen sich den Weg durch ein trostloses Jahr 2016: Globale Erwärmung um 10 Grad haben zu Wasser- und Nahrungsmittelknappheit, Kämpfen zwischen Menschen, dem Ende von Zivilisation und Sicherheit und ständiger Flucht und Angst geführt. Zusammen mit Phillip (Lars Eidinger), der ein Auto besitzt, machen sie sich auf den Weg in die Berge, wo sie Wasser erhoffen. Auf ihrer anstrengenden Reise lernen sie Tom (Stipe Erceg) kennen, der sie mit Benzin ausstattet und dafür von den dreien mitgenommen wird. Doch eines Tages wird die junge Leonie von Unbekannten entführt, womit das Martyrium erst richtig losgeht.

Die Sonne brennt wie die Hölle - Apokalypse-Thriller "Hell"

Der Filmtitel "Hell" darf gerne mehrdeutig aufgefasst werden. "Hell" ist die Sonne, die dafür sorgt, dass die Menschen am Tag nur noch vermummt nach draußen können und sogar ihre Autofenster abdecken müssen, um von der Hitze bei gleichzeitiger Wasserarmut nicht ermattet zu werden. "Hell" ist darüber hinaus als englische Übersetzung von "Hölle" zu verstehen, die die Protagonisten durchleben müssen. Und diese Hölle ist für den Zuschauer ständig spürbar. Eine düstere, beklemmende Atmosphäre zeichnet den Film aus. Mal grell erleuchtet, mal dunkel ist die Leinwand, ständig schmutzig und ungemütlich. Besonders intensiv ist das Filmerlebnis, wenn man im vollen Kinosaal mit Popcorn und Getränken sitzt, während die Charaktere im Film durch menschenleere Gegenden ziehen, ohne Wasser und Nahrungsmittel. Bezeichnend, dass der Nena-Song "99 Luftballons" mehrfach während des Films gespielt wird - im Jahr 1982 zu Zeiten des Kalten Krieges als Antikriegs-Song entwickelt, findet sein Einsatz hier ebenfalls seine Berechtigung. Dass "Hell" höchst professionell geworden ist, liegt sicherlich partiell am ausführenden Produzenten: Roland Emmerich ("The Day After Tomorrow", "2012", "Godzilla") hielt die Zügel in der Hand, als Regisseur fungierte Neuling Tim Fehlbaum ("Nicht meine Hochzeit"), der zusammen mit Oliver Kahl auch das Drehbuch schrieb.

Hannah Herzsprung, Stipe Erceg und mehr in "Hell"

Als Schauspieler konnten hochkarätige Darsteller verpflichtet werden. Allen voran spielt die bildhübsche und wahnsinnig talentierte Hannah Herzsprung. Die 1981 geborene gebürtige Hamburgerin ist bereits seit 1998 vor der Kamera aktiv. Ausgezeichnet unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis, dem Bayerischen Nachwuchs-Filmpreis und dem Adolf-Grimme-Preis, ist sie besonders bekannt für ihre herausragende Rolle im Drama "Vier Minuten" (2006) an der Seite von Monica Bleibtreu. Außerdem begeisterte sie im Drama "Das wahre Leben" (2006) und als Susanne Albrecht in "Der Baader Meinhof Komplex" (2008). Im letztgenannten Film spielte auch bereits Stipe Erceg mit. Als Holger Meins brillierte er genau wie in "Hell" und seinen zahlreichen bisherigen Filmen wie "Die fetten Jahre sind vorbei" (2004) und "Der Knochenmann" (2009). Mit "Unknown Identity" (2011) klopfte er auch bereits leise an US-Türen. Überzeugend spielen außerdem Lars Eidinger ("Alle Anderen"), Angela Winkler ("Die verlorene Ehre der Katharina Blum", "Die Blechtrommel", "Drei") und die 1997 geborene Lisa Vicari ("Hanni & Nanni") als Entführungsopfer Leonie.

Fazit zur Kritik - Apokalypse-Thriller "Hell" mit Hannah Herzsprung

Nach "Die kommenden Tage" (2010) ist "Hell" der nächste deutsche Dystopie-Film, der sehr zu überzeugen weiß. Dichte Spannung kommt auf dank klasse Atmosphäre und ebenso tollen Darstellern, die das harte Leben im veranschaulichten Jahr 2016 für den Zuschauer spürbar machen. Ein kleiner, feiner Film, der sich mit US-Pendants absolut messen darf und kann. So lässt sich auch ein etwas zu offensichtlicher Handlungs-Twist problemlos verschmerzen.

Filmangaben

Titel: Hell

Land, Jahr: Deutschland / Schweiz, 2011

Genre: Thriller

Regie: Tim Fehlbaum

Drehbuch: Tim Fehlbaum, Thomas Wöbke, Oliver Kahl

Darsteller: Hannah Herzsprung, Lars Eidinger, Stipe Erceg, Lisa Vicari, Angela Winkler

Quellen / Weiterführende Links

Offizielle Film-Website

Paramount

Blickpunkt:Film

Internet Movie Database

Fantasy Filmfest - "Hell"

Spiegel Online - 99 Luftballons

Mathias Wagner, Christine Wagner

Mathias Wagner - Ich bin seit dem 23. April 2010 Mitglied von Suite101 und weiß inzwischen die Möglichkeiten zu schätzen, die mir dieses ...

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