
- Hellersdorfer Stadtteilpark - Norman Oelker
In diesem Frühjahr ist auch der östliche Teil des Hellersdorfer Stadteilparks fertiggestellt und freigegeben. Der westliche Teil wurde bereits in den Jahren 2006 bis 2009 angelegt. Er erhielt den Namen der SPD-Politikerin Regine Hildebrandt. Der östliche Abschnitt wird nach dem Antifaschisten Kurt Julius Goldstein benannt.
Stadtteilpark im Doppelpack
Links und rechts der Risaer Straße im Zentrum Helle Mitte, südlich der U-Bahn-Linie 5 gelegen, erstreckt sich der Stadteilpark Hellersdorf. Beide Parks bilden einen Abschnitt einer grünen Verbindung von Hönow über Helle Mitte und Kaulsdorf bis zum sogenannten Berliner Balkon. Der jetzt vollendete östliche Teil, der Kurt-Julius-Goldstein Park, wird von der Risaer Straße, der Heidenauer Straße sowie der Trasse der U-Bahn eingegrenzt. Er ist trotzdem quasi von allen Seiten zugänglich. Der Eingang in der Risaer Straße ist durch einen kleinen Stadtplatz mit Baumbepflanzung betont worden. Zum Zentrum Helle Mitte ist es nur ein kleiner Spaziergang. Der Park ist barrierefrei angelegt. Will man in den Regine-Hildebrandt Park wechseln, muss man nicht unbedingt die Risaer Straße überqueren. Ein Weg unter der Brücke, welche die Straße über die Bahntrasse führt, schafft hier eine bequeme Verbindung. Auch die Höhenunterschiede des Parks sind durch die durchdacht angelegten Wege kein Hindernis für die Barrierefreiheit.
Aussichtspunkt im Kurt-Julius-Goldstein Park
Eine Besonderheit im Kurt-Julius-Goldstein Park ist der etwa 70 Meter lange Fußgängersteg, der den Park überspannt. Er beginnt kurz nach der U-Bahn-Trasse am Rand des Parks und endet in der Heidenauer Straße. In seiner Mitte ist zu beiden Seiten je ein Aussichtspunkt angelegt, von denen man einen Überblick über den Park hat. Blickt man Richtung Riesaer Straße, fällt im Besonderen das Zentrum der Anlage ins Auge. Hier wurde ein Feuchtareal angelegt. Bei entsprechendem Wasseraufkommen bilden sich kleine Pfuhle, wie es sie in der Vergangenheit in der Hellersdorfer Gegend gegeben hat. Neu angelegte Baumbestände und Büsche geben dem Park schon jetzt ein ansprechendes Aussehen. Im Bezug auf die Bepflanzung kann man sagen, dass die Zeit buchstäblich für den Kurt-Julius-Goldstein Park arbeitet.
Biotop im Stadtteilzentrum Hellersdorf
Die Tümpel im Park lenken nicht nur die Augen der menschlichen Betrachter ab. Längst hat sich dort eine neue Anwohnerschaft eingefunden, für die die künstlichen Pfuhle wie gemacht sind. Kommt man im Sommer kurz vor Sonnenaufgang am Park vorbei, kann man ein schon fast ruhestörendes Konzert von Fröschen vernehmen. Auch Stockenten und Hasen haben sich bereits eingenistet. Wer will, wird bestimmt noch mehr Tierwelten in und um die Pfuhle entdecken. Ein Biotop zum Verweilen, nur ein paar Schritte vom Stadtteilzentrum Hellersdorf entfernt.
