Hermann Hesse - Kurzbiographie

Das Leben und Werk des Schriftstellers

Hermann Hesse wurde am 2. July 1877 in Calw geboren und starb am 9. August 1962 in Montagnola bei Lugane. Hesse veröffentlichte zahlreiche Werke.

Der empfindsame Schriftsteller Hermann Hesse polarisierte seinerzeit wie kaum ein anderer die literarisch begeisterten Gemüter, denn während die einen leidenschaftlich seine seelischen Ergüsse verschlangen, stempelten ihn die anderen als Drückeberger und Kulturbolschewisten ab. Letzteres wohl deshalb, weil Hesse sich als bekennenden Pazifisten sah, welcher Krieg und übertriebene Vaterlandsliebe verabscheute. Diese Polarität zeigte sich auch bei den Kritikern. Zum einen wurde er mit etlichen Preisen überschüttet, doch zum anderen wurde ihm eine lediglich konventionelle Sprache sowie literarisch schlechter Stil nachgesagt.

Hermann Hesse und seine Preise

1946 erhielt Hesse sogar den Nobelpreis und 1955 bekam er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Der Künstler war bereits zu Lebzeiten sehr populär und seine Werke auf der ganzen Welt bekannt, besonders in Amerika und in Japan. Hesse wurde auch als letzter Ritter der Romantik betitelt und seine Schriften ließen sich in keine literarische Schublade stecken, vielleicht war er bei seiner eingeschworenen Leserschaft deshalb so beliebt, da er recht unkonventionell und teilweise sehr direkt schrieb. Seine Romane spiegelten auch stets seine konfliktreiche Persönlichkeit wieder und damit konnten sich wohl Scharen von Lesern, besonders die jungen Menschen, identifizieren.

Persönliche Verhältnisse des Schriftstellers

Die Familie von Hermann Hesse war sehr religiös veranlagt und Vorfahren und Verwandte fanden sich verstreut auf der ganzen Welt wieder. Hesses Vater arbeitete als Sprachlehrer und Prediger, auch Hesses Großvater war Missionar, so schien es nur logisch, dass der Sohn sich ebenfalls der Kirche widmen sollte, doch dieser brach das Theologiestudium in Maulbronn ab, da er sich allzu gefangen gehalten fühlte. Als die Eltern Hermann Hesse an anderen Schulen unterbringen wollten, um sein Verhalten zu korrigieren, traf das den Freigeist so sehr, dass er sich das Leben nehmen wollte, woraufhin er in eine Heilanstalt verfrachtet wurde. Später lebte Herrmann Hesse mit seiner Frau Maria in Gaienhofen am Bodensee, 1911 kam Sohn Martin zur Welt. Im selben Jahr bereiste Hesse mit einem Freund Indien und 1912 zog die Familie nach Bern.

Hermann Hesse und Werke

Hermann Hesse arbeitete zunächst als Lehrling in einer Buchhandlung in Tübingen und als Hilfskraft in Basel. Im Alter von 27 Jahren gelang ihm ein gewisser Durchbruch mit dem PETER CAMENZIND, schließlich schrieb er "Unterm Rad", eine Geschichte, welche seine schwierige Jugendzeit wiedergibt. Weiterhin folgen "Knulp" und "Rosshalde". Somit wurde Hermann Hesse als Schriftsteller offiziell akzeptiert und anerkannt. Später kamen seine Werke "Flucht aus Europa" und "Siddharta". Letzteres Buch spiegelt die Reise nach innen wieder, welche auch der Schriftsteller angetreten ist. 1919 schließlich kam "Demian" raus und 1927 der "Steppenwolf". Hesses Geschichten handeln oft von Außenseitern oder Menschen, die ihren Weg suchen, letztlich war wohl auch Hesses Leben eine Suche, an der er viele Menschen durch seine Bücher teilhaben ließ. Das 1943 veröffentlichte Buch "Glasperlenspiel" galt als besonders beeindruckend, zumal es eine friedliche Lebensweise zelebriert.

Tanja Andersen, Tanja Andersen

Tanja Andersen - Immobilienkauffrau aus Selm, Autorin/Werbetexterin: Reisen, Literatur, Marketing

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