
- Hidden 3D - Horror-Kino - Filmplakat - Senator Film Verleih
Viel Klischee, vorhersehbare Story-Wendungen und ein dümmliches Ende erschweren "Hidden 3D" das Grauen, aber die überraschend guten 3D-Effekte machen einiges wieder wett.
"Hidden 3D" - Die Handlung des Horror-Films
Mit seiner Mutter hatte Brian (Sean Clement) nicht mehr viel am Hut, als sie verstarb. Und jetzt muss er sich auch noch um ein altes Kloster kümmern, das sie ihm vermacht hat. Brian will es eigentlich sofort abreißen lassen, aber seine Freunde überreden ihn, dem Gemäuer doch mal einen Besuch abzustatten. Dann könne er schließlich immer noch entscheiden, was er damit anstellt. Doch irgendwas stimmt so ganz und gar nicht in dem alten Haus: Die Freunde betreten einen versteckten Gang und finden keinen Ausweg mehr, sondern nur noch das pure Entsetzen und die schreckliche Gewissheit, dass an diesem Ort schlimme Experimente an Menschen vollzogen wurden.
Unbekannte Darsteller und No-Name-Regisseur: "Hidden 3D"
"Hidden 3D" umweht durchaus einige Frische: Regisseur Antoine Thomas, der hier sein Erstlingswerk abliefert, ist genau so unbekannt wie die Drehbuch-Autoren und die Darsteller. Sean Clement, Simonetta Solder, Bjanka Murgel und Jordan Hayes spielten bisher höchstens in einigen Filmen, die eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit aufgeführt wurden. Bekannter sind da schon Jason Blicker und Devon Bostick. Blicker, der in seiner Rolle Brian davon überzeugen will, das Anwesen zu behalten, weil es schließlich eine Goldgrube sei, spielte seit 1986 schon in über 80 Produktionen mit. Hierunter fallen allerhand kleine Filme und Serienauftritte, aber auch so illustre Titel wie "The Day After Tomorrow" (2004) und "Owning Mahowny" (2003). Bostick wiederum hatte seine größten Auftritte als gemeiner Bruder in den Kinderfilmen "Gregs Tagebuch 1+2" (2010, 2011).
3D-Horror-Filme im Kino - Von "My Bloody Valentine" bis "Piranha"
Als Digital 3D die Kinos während seines Booms im Jahr 2009 weltweit eroberte, war schnell klar, dass die ersten 3D-Horrorfilme nicht lange auf sich warten lassen würden. Der erste Vertreter dieser neuen Filmart war "My Bloody Valentine". Das Remake des Klassikers "Blutiger Valentinstag" von 1981 startete am 20. Mai 2009 und wartete mit einigen expliziten 3D-Effekten auf, inklusive aus der Leinwand schießenden Äxten und nackt umherlaufender Frauen. Ein halbes Jahr später startete "Final Destination 4", der dank seiner 3D-Effekte beeindruckende Zuschauerzahlen aufweisen konnte. So beeindruckend, dass es nur zwei Jahre später ein weiteres 3D-Sequel geben wird ("Final Destination 5", 25. August 2011). Das Kinojahr 2010 brachte leider auch die Kehrseite von Digital 3D zum Vorschein: Durch den großen Erfolg der 3D-Filme wurden allerhand Filme konvertiert, um mehr Geld mit den neuen Fassungen zu erwirtschaften. Zwar gab es mit "Piranha" ein schönes Remake der kultigen 70er-Jahre-Reihe und mit "Saw - Vollendung" einen interessanten, abschließenden, siebten Teil der Reihe, doch Überhand nahmen die schlechten Produkte: "Schock Labyrinth" aus Japan konnte genau so wenig inhaltlich wie von den Effekten her überzeugen wie der türkische "Cehennem" und der amerikanische "Scar", den man sogar aus dem Jahr 2007 ausgebuddelt hatte, um ihn fürs internationale Kino zu konvertieren. Mit dem kaum bekannten "The Cabin in the Woods" und dem miesen deutschen Vertreter "Iron Doors" ging es im Jahr 2011 in schlechtem 3D weiter, doch "Hidden" und der Trailer für "Final Destination 5" machen Hoffnung, dass es doch wieder in die richtige Richtung gehen kann.
Film-Kritik - Horror-Film "Hidden 3D"
82 Minuten lang durchaus nicht schlechter Grusel bekommt der Zuschauer serviert. Dies jedoch ist partiell vielleicht ein wenig zu harmlos ausgefallen, mit vielen Klischees und vorhersehbaren Story-Wendungen sowie häufig idiotischen Handlungen der Protagonisten. So reiht sich "Hidden 3D" auch sehr ein in die Riege anderer 08/15-Genre-Vertreter, hat aber definitiv auch seine Momente, in denen er hervorsticht. Punkten kann "Hidden 3D" vor allen Dingen durch seine überraschend gelungenen 3D-Effekte, die man aus günstigeren Produktionen, besonders im Horror-Bereich, sonst eher nicht auf diese Weise antrifft.
