Himbeeren - gesund, lecker und vitaminreich

Himbeeren sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie lassen sich leicht verarbeiten und haben eine heilende Wirkung.

Himbeeren sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Schon im Mittelalter war die Himbeere bekannt. Sie fand zu dieser Zeit jedoch keine Beachtung und erschien weder auf dem Speiseplan, noch wurde ihr eine heilsame Wirkung zugeschrieben. Im Mittelalter wurde die Himbeere jedoch von Mönchen in ihren Klostergärten gezogen. Die Rubus idaeus, wie die Himbeere von Fachleuten genannt wird, hat ihren Namen von dem in der Türkei liegenden Berg Ida bekommen. Von dort aus nahmen sie Auswanderer nach Nordamerika mit und die Beere wilderte sich selbstständig aus.Schon damals war die heilende Wirkung der Himbeere bekannt. So wurde aus den Blättern der Himbeere-Tee hergestellt, welcher zur Geburtsvorbereitung diente.

Himbeeren in der Botanik

Neben den bekannten roten Himbeeren gibt es auch schwarze, gelbe, orange und weiße Himbeeren. Himbeeren sind nicht besonders anspruchsvoll und wachsen oft wild an Waldrändern. Eine halbschattige Lage ohne Staunässe lässt die Himbeere besonders gut gedeihen. Der Strauch kann bis zu zwei Meter hoch werden und ist mit feinen Stacheln behaftet. Im Gegensatz zu der Brombeere sitzt die Himbeere locker am Blütenboden und kann leicht abgezogen werden. Geerntet werden kann die Beere bis in den September hinein.

Die heilende Wirkung der Himbeere

Himbeeren sind reich an Vitamin B, C und E. Neben Fruchtsäuren, ätherischen Ölen und Pektinen enthält die Himbeere Mineralstoffe Phosphor, Kalium und Kalcium. Der in der Pflanze enthaltene Wirkstoff Rutin wirkt sich stärkend auf die Blutgefäße aus. Für eine leicht fieber- und schmerzsenkende Wirkung sorgt die Salizylsäure, die ebenfalls in der Beere enthalten ist. In vielen Tees sind Blätter der Himbeere enthalten. Die Gerbstoffe der getrockneten Himbeerblätter können bei Durchfall helfen und sind durch ihre milde Wirkungsweise besonders für Kinder geeignet. Ein Tee aus Himbeerblättern kann auch hilfreich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum sein.

Zubereitung der Himbeere

Die Himbeeren am besten nur kurz unter kaltem Wasser abspülen. Ein zusätzliches Süßen der Früchte ist nicht nötig, da die Beere selbst genug Süße enthält. Am besten verzehrt man Himbeeren roh. Sie lassen sich frisch mit Quark oder Naturjoghurt zu einer leckeren und gesunden Nachspeise verarbeiten. Beim Zubereiten von Marmelade sollte die Beere nicht ganz verkocht werden. Besser ist es, die Marmelade kalt anzurühren. Natürlich können Himbeeren auch eingefroren werden. Möchte man sie danach zum Beispiel für einen Obstkuchen verwenden, legt man die noch halbgefrorenen Beeren auf den Tortenboden. So behält die Himbeere ihre Form und wird nicht matschig.

Himbeersaft selbst herstellen

Himbeersaft kann ganz einfach selbst hergestellt werden. Die gewaschenen Beeren werden in einen großen Topf gegeben und mit so viel Wasser aufgefüllt, dass sie knapp bedeckt sind. Mit einem Stabmixer wird das Ganze kurz püriert und anschließend aufgekocht. Wer seinen Himbeersaft ohne Fruchtstücke genießen möchte, kann den Saft nun durch ein sauberes Tuch filtern. Je nach Geschmack kann nun noch etwas Kandiszucker zugegeben werden. Der Saft wird noch heiß in sterile Flaschen gefüllt und gut verschlossen.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.

Alexandra Muders - In der 70er Jahren in Köln geboren und aufgewachsen, zog es mich vor mehr als 10 Jahren aufs Land. Hier dreht sich die Uhr langsamer ...

rss