Hirtenhunde und Hütehunde - die treuen Gefährten des Schäfers

Es gibt zwei Arten von Schäferhunden. Der Hirtenhund lebt inmitten der Herde, während der Hütehund die Kontrolle von außen übernimmt.

Der Mensch ist in vielen Situationen auf die Hilfe des Hundes angewiesen. Ohne seinen vierbeinigen Gefährten hätte zum Beispiel auch der Schäfer große Schwierigkeiten, seine Herde zu führen und zu schützen.

Der Hirtenhund beschützt die Schafe

Es gibt zwei Arten von Schäferhunden: Hirten- und Hütehunde. Hütehunde befolgen die Befehle des Schäfers und treiben die Schafe nach Bedarf zusammen. Hirtenhunde leben dagegen inmitten der Herde, auch wenn kein Mensch anwesend ist. Meist werden für diese Aufgabe Tiere mit weißem Fell ausgewählt, damit sie zwischen den Schafen nicht auffallen. Außerdem sind sie oft groß und massig, so dass sie auch körperlich in der Lage sind, das Vieh zu verteidigen.

Nach wie vor gehören Wölfe zu den größten Gefahren der Herde. Nicht selten kommt es zum Kampf zwischen Beschützer und Angreifer. Damit der Hund eine Chance hat und nicht durch einen Biss in die Kehle getötet wird, trägt er in wolfsreichen Gegenden ein Halsband mit Dornen.

Hirtenhunde können ihre Aufgabe so gut erfüllen, weil sie schon als Welpen mit den Schafen aufwachsen. Sie sehen die Herde als eine Art Rudel an und beschützen sie deshalb instinktiv, ohne dass sie extra dafür dressiert werden müssen. Auch braucht der Schäfer in den meisten Fällen nicht einmal einzugreifen.

Der Sarplaninac als Hirtenhund

Als Hirtenhund wird zum Beispiel gern der Sarplaninac eingesetzt. Es ist zwar eine recht eigenwillige Rasse, die es nicht mag, Befehle zu erhalten. Dennoch sind diese Hunde ausgezeichnete Wächter, da sie einen feinen Geruchssinn haben und Gefahr schon von weitem wittern. Außerdem sind sie arbeitsfreudig und in der Lage, mit der Herde über längere Zeit allein zu bleiben. Sie treffen weitestgehend selbstständige Entscheidungen, was für den Schutz der Schafe allerdings auch nötig ist.

Aufgaben des Hütehundes

Oftmals arbeiten beide Schäferhundarten zusammen. Während sich der Hirtenhund in der Mitte der Herde bewegt, läuft der Hütehund am Rand hin und her und passt auf, dass kein Schaf verloren geht. Auch an Weggabelungen, Kreuzungen und ähnlichen Orten muss er sich so platzieren, dass kein Tier aus der Herde in die verkehrte Richtung laufen kann. Für das sichere Überqueren der Straße ist der Hütehund ebenfalls zuständig.

Es gibt auch Gebiete, wie zum Beispiel die Insel Irland, wo die Schafe keine natürlichen Feinde haben. Sie können sich dementsprechend frei bewegen und sind oftmals kilometerweit in den Bergen verstreut. Wenn es an der Zeit ist, dass die Schafe wieder in ihren Stall müssen, hat der Hütehund die schwierige Aufgabe, sämtliche Tiere zusammenzusuchen und zur Herde zurückzubringen. Oftmals muss er dabei auch außer Sicht- und Hörweite seines Herrn arbeiten können.

Der Border Collie als Hütehund

Ein besonders geeigneter Hütehund ist der Border Collie. Er ist zwar nicht besonders groß, dafür ist er jedoch mit Eifer bei der Sache. Begeistert befolgt er die Befehle des Schäfers. Sein Gespür für das Verhalten der Herde ist so ausgeprägt, dass er sie sogar mit seinen Blicken kontrollieren kann. Außerdem ist er sehr tolerant und arbeitet auch bei störrischen Schafen und in schwierigen Situationen unbeirrt weiter.

Quelle

  • Francois Moutou: Hunde, arsEdition, München 2000

Sylvia Schöbe - Liebe Leser und Leserinnen, Vielen Dank für das Interesse an mir und meinen Artikeln. Dann möchte ich mich einmal kurz ...

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