Für Garten und Terrasse: Hochbeet selber bauen

Hochbeet im Eigenbau - Jonke
Hochbeet im Eigenbau - Jonke
Ein Hochbeet spart Platz, spendet mehr Ertrag und beugt gärtnerischen Kreuzschmerzen vor.

Ein Hochbeet hat viele Vorteile, braucht allerdings mehr Wasser als ein Bodengarten. Es ist also gut, sich zuerst darüber klar zu werden, was für ein Gärtnertyp man selbst eigentlich ist, beziehungsweise sein möchte: einer mit viel Platz und der das Gärtnern als Fitnesssport ansieht, oder einer, der sein Lieblingsgemüse auf wenigen Quadratmetern selbst züchten möchte - ohne viel Aufwand und vor allem ohne langes, Kreuzschmerzen verursachendes Bücken.

Garten auf kleiner Grundfläche

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich ein Hochbeet für einen Hausgarten genauso eignet, wie für eine Terrasse und einen Balkon. Auf relativ kleiner Grundfläche kann man einen feinen Ertrag erzielen. Ab einer Größe von einem Quadratmeter kann man schon los legen. Die Höhe richtet sich nach eigenen Wünschen oder auch nach den örtlichen Gegebenheiten – aber mindestens 40 Zentimeter sind zu empfehlen, damit das Erdreich auf Temperatur kommt – das ist unter anderem entscheidend, für den erhöhten Ernteertrag. Da die Erde im Hochbeet mehr Wärme entwickelt, kann früher mit der Anzucht von Gemüse begonnen werden, die Erntezeit im Herbst verlängert sich.

Vom richtigen Standort

Nun geht es an die Positionierung des Hochbeetes. Wo soll es stehen? Es soll leicht zugänglich sein, Sie sollten die Möglichkeit das Beet zu umrunden mit einplanen, das erleichtert die Pflanz-, Pflege- und Erntearbeiten. Wichtiges Entscheidungskriterium ist auch die Beurteilung der Lichtverhältnisse. Das Beet sollte möglichst sonnig stehen, damit das Gemüse gut wächst. Ein kleiner Nachteil des Hochbeetes gegenüber einem Bodengarten: Es muss mehr gegossen werden, da es schneller austrocknet. Daher sollte möglichst eine Wasserstelle, ein Wasseranschluss in unmittelbarer Nähe sein.

Material für ein Hochbeet (mit den Maßen L150 cm x B100 cm x H 100 cm)

  • 5 Bretter Hartholz 150 cm x 20 cm x 2 cm
  • 5 Bretter Hartholz 100 cm x 20 cm x 2 cm
  • 6 Kanthölzer Hartholz á 150 cm x 8 cm x 8 cm
  • 100 Stück verzinkte Schrauben 8 x 4
  • Drahtgitter 170 cm x 120 cm
  • Metallhaken zur Zaunbefestigung

Ganz einfach ein Hochbeet selbst bauen

Die vier äußersten Kanthölzer versenken Sie nun an der inneren Seite des abgesteckten Hochbeetes cirka 50 Zentimeter tief in die Erde (man kann hier auch vorgefertigte verzinkte Metallhalterungen aus dem Baumarkt zum Schutz der Kanthölzer nehmen – ist aber teuer und nicht unbedingt nötig, da das Hochbeet ja in sich eine Stabilität erlangt.). An den Längsseiten versenkt man dann die beiden anderen Kanthölzer, die der Stabilität dienen. An diesen Kanthölzern werden nun die Wandhölzer befestigt – pro Brett und Pfosten werden zwei Schrauben benötigt. Ist die Hochbeetwanne fertig, legen Sie das Drahtgitter auf den Boden und befestigen es mit Klammern oder kleinen Metallhaken. Es dient der Abwehr von Schädlingen wie Mäuse oder Maulwürfe.

Nun füllen Sie das Hochbeet mit kleineren und gröberen Ästen vom Baum- oder Strauchschnitt. Es soll langsam verrottendes Material sein, das den Boden luftig hält. Danach kommt altes Laub, Grasschnitt und ähnliches ins Beet. Darauf erst wird Erde aufgebracht. Die dünne obere Schicht, cirka fünf Zentimeter, besteht aus Gartenerde oder noch besser Komposterde.

Im ersten Jahr gedeihen im Hochbeet am besten Salat, Kohl und Gemüse das stark gedüngten Boden braucht – erst im zweiten Gartenjahr gibt es das optimale Wachstumsklima für eine bunte Mischkultur.

CJ, Jon

Christina Jonke - Geboren in Villach, Kindheit in Napplach im Mölltal und Triest, lebt jetzt in Klagenfurt. Nach VS und AHS, Lehre zur ...

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