Hochkönig Almwanderungen für höchsten Genuss

Hochkönigmassiv - Irene Ehart
Hochkönigmassiv - Irene Ehart
Das Salzburger Land ist reich an Naturschönheiten, die genussvoll erwandert werden können. Besonders reizvoll sind die Almen rund um den Hochkönig.

Wandern am Fuß des Hochkönigs ist ein echter Genuss, im Sommer wie im Herbst. Nur eine Autostunde südlich von Salzburg findet man sich in überaus eindrucksvoller Landschaft wieder. Am Fuß einer majestätischen Bergkulisse gibt es hier zahlreiche Almwanderwege, die je nach Kondition zu gemütlichen oder ausgedehnten Wanderungen einladen.

Gut beschildert und markiert

Fährt man von Mühlbach am Hochkönig kommend Richtung Dientener Sattel, so bieten sich neben der Straße einige Parkmöglichkeiten an, sodass man sein Fahrzeug sicher abstellen kann. Die Wanderwege sind gut beschildert und markiert, auch ohne Wanderkarte kann man sich zurecht finden.

Entlang des Arnoweges

Manche Wanderwege der Region sind Teil des Arnoweges. Dieser Rundweg im Salzburger Land ist nach dem Salzburger Erzbischof Arno benannt (er lebte im 8./9. Jahrhundert nach Christus) und verbindet zahlreiche landschaftliche und kulturhistorische Höhepunkte.

Klare Luft und herrliche Fernsicht

Nach einem kurzen Aufstieg befindet man sich auf einer Seehöhe von etwa 1.500 Metern. Hier ist die Luft klar und rein, eine Wohltat für Bewohner von feinstaubverseuchten Niederungen. An herbstlichen Schönwettertagen bietet sich zudem eine atemberaubende Fernsicht vom Dachstein bis zu den Tauern und dem Gletschereis des Kitzsteinhorns. Doch auch der Blick auf den Boden lohnt sich, nicht nur, weil es der Sicherheit dient. Verschiedene Enzianarten erfreuen das Auge.

Natur genießen

Der Anblick des Hochkönigs wie auch die Bergketten am Horizont sind ein großartiges Naturerlebnis. Mit etwas Glück sieht man ein Reh, das den Weg kreuzt, einen Raubvogel, der am Himmel seine Kreise zieht, oder hört ein Mankei pfeifen, wie die Murmeltiere hier genannt werden. Das wunderbare Gefühl, Teil dieser Natur zu sein, macht die Menschen zufrieden und ein freundliches „Grüß Gott“ oder „Griaß Euch“ ist hier selbstverständlich.

Herzliche Gastfreundschaft

Ist nach einer kurzen bis mehrstündigen Wanderung das Ziel erreicht, laden eine Reihe von Almhütten ein, sich zu stärken, zu erholen und die Aussicht zu genießen. Von der urigen Almhütte, wo noch ohne elektrischen Strom gewirtschaftet wird, bis zum komfortablen Berggasthof reicht das gastfreundliche Angebot. Erreicht man beispielsweise nach zweistündiger "Vier Almen Wanderung" die "Wiedersberg Alm", so hat man gleich vier Hütten zur Auswahl. Sie werden von Bauern bewirtschaftet und bieten Hausmannskost aus den besten Produkten eigener Erzeugung zu sehr familienfreundlichen Preisen. So etwa bis zum österreichischen Staatsfeiertag am 26. Oktober darf man damit rechnen, dass die Hütten bewirtschaftet sind. Wer sicher sein möchte, sollte sich vorab informieren, denn ohne mitgebrachte Jause vor verschlossener Hütte zu stehen, nimmt dem Bergerlebnis unweigerlich den Genussfaktor.

Gute Ausrüstung – eine Selbstverständlichkeit

Seit Bergwandern und Wanderurlaube wieder gefragt sind, ist Gott-sei-Dank auch das Bewusstsein für die richtige Ausrüstung erheblich gestiegen. Auch wenn die Almwanderwege großteils keine besonderen Anforderungen an bergsteigerische Fähigkeiten verlangen, ist gutes Schuhwerk mit rutschfester Sohle unumgänglich nötig.

Checkliste für den Rucksack:

  • Imbiss, isotonisches Getränk
  • Pullover, Regenjacke
  • Wanderkarte
  • Mobiltelefon
  • Taschenlampe
  • Sonnencreme und Sonnenhut
  • Fotoapparat
  • Geld
  • Verbandszeug, Taschentücher

Selbst bei strahlendem Spätsommerwetter soll man auf Nummer sicher gehen. Viele Bergfexen sehen heute ihr Mobiltelefon als Sicherheitsfaktor an. Was jedoch, wenn der Akku leer oder gerade keine Sendefrequenz vorhanden ist? Eine kleine Trillerpfeife ist im Notfall ebenso geeignet, um auf sich aufmerksam zu machen.

Hochkönig - der König der Berchtesgadener Alpen

Natürlich bietet der majestätische Hochkönig auch schwierige und ausgedehnte Wanderungen für konditionsstarke Bergsteiger. Arthurhaus, Mitterfeldalm, Mandlwände, Ochsenkar, Übergossene Alm und Matrashaus sind verlockend klingende Namen für Tourengeher, die sich vor Gehzeiten von zehn bis elf Stunden nicht scheuen. Die Mehrzahl der Urlauber und Tagesgäste zieht die gemütlicheren kurzen Varianten vor. Kehrt man nach der Wanderung im Hochköniggebiet wieder zurück, so bleibt ein Gefühl der Zufriedenheit und Freude, wie nach einem kurzen Urlaub, der einen herauslöst aus der Hektik und den Belastungen des Alltags.

Irene Ehart , Irene Ehart

Irene Ehart - Geboren im Salzkammergut und seit vielen Jahren in Salzburg lebend möchte ich meinen Lesern die bezaubernde Vielfalt von Landschaft, ...

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