Hochwertige Öle in der Hundeernährung

Welche Öle sind für Hunde gesund?

Die Beimischung von hochwertigen Ölen wie Lein- oder Borretschöl ins Hundefutter wirkt sich positiv auf den Hundeorganismus aus und hilft sogar bei Juckreiz und Schuppen.

Kaltgepresste Öle spielen in der Hundeernährung eine wichtige Rolle: sie enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Hund nicht selbst produzieren kann. Hochwertige Fertigfutter enthalten in der Regel alle lebenswichtigen Nährstoffe, deswegen ist hier eine Zugabe von Öl nicht nötig. Doch insbesondere bei der Rohfütterung sollten Öle regelmäßig in den Futterplan aufgenommen werden.

Im Unterschied zu den gesättigten Fettsäuren, die als Energieträger der Energiegewinnung dienen, sind die ungesättigten Fettsäuren unter anderem wichtig für das Immunsystem und für den Aufbau von Nervenzellen. Aber auch die Haut und das Fell sind auf eine ausreichende Versorgung an ungesättigten Fettsäuren angewiesen.

Heilsame Wirkung von Ölen

Öle sind nicht nur wichtige Nährstofflieferanten für einen gesunden Hundeorganismus: sie haben auch eine heilsame Wirkung. Schuppen, glanzloses Fell, trockene Haut oder auch Juckreiz bei Hunden können verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise treten diese Symptome häufig bei allergischen Hunden oder Hunden, die mit qualitativ minderwertigem Futter ernährt werden und dadurch oft unter einem Fettsäuremangel leiden, auf. Mischt man jedoch täglich ein hochwertiges Öl ins Futter, kann es bereits nach kurzer Zeit zu einer wesentlichen Verbesserung kommen. Das Fell glänzt wieder, die Haut regeneriert sich.

Öle sind essentiell bei der Rohfütterung

Der Hundeorganismus ist nicht in der Lage, ungesättigte Fettsäuren selbst herzustellen. Sie müssen dem Hund deshalb über die Ernährung zugeführt werden, da sie lebensnotwendig sind: Sie sind wichtig für ein intaktes Nerven- und Immunsystem, für das Sehvermögen, die Fertilität oder auch für die Entwicklung des Gehirns und den Zustand der Haut. Ein Mangel kann unter anderem zu Hautproblemen, Hautentzündungen, Unfruchtbarkeit führen.

Welche Öle sind für Hunde besonders wertvoll?

Borretschsamenöl enthält einen sehr hohen Anteil an Gamma-Linolensäure und wird erfolgreich bei Hautproblemen und Allergien eingesetzt.

Das aus dem Samen der Hanfpflanze gewonnene Hanföl ist ebenfalls ein Öl, das erfolgreich zur heilenden Wirkung bei Hauterkrankugen wie schuppiger oder juckender Haut eingesetzt werden kann. Die darin enthaltenen Linol- und Linolensäuren sind wirkungsvolle Entzündungshemmer. Insbesondere für allergische Hunde ist dieses Öl deshalb empfehlenswert.

Lachsöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren und hilft bei Juckreiz, schuppiger Haut sowie Fellproblemen.

Leinöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren, vor allem an Alpha-Linolensäure. Es kann sowohl zur Linderung von Juckreiz eingesetzt werden als auch zur Verbesserung der Fellbeschaffenheit. Ferner ist es hilfreich bei zu hartem Stuhlgang, da es sich positiv auf die Verdauung auswirkt. In Verbindung mit Quark soll es darüber hinaus eine positive Wirkung bei Krebserkrankungen haben.

Schwarzkümmelöl wird meist aus den Samen des ägyptischen Schwarzkümmels gewonnen. Es handelt sich dabei um ein sehr hochwertiges Öl, das bis zu sechzig Prozent ungesättigte Fettsäuren enthält. Es wirkt unterstützend im Bereich der Lunge, des Darms und des Magens sowie bei Allergien. Jedoch sollte es aufgrund seiner ätherischen Öle nicht langfristig angewendet werden.

Olivenöl ist ein hochwertiges Öl, das zur Prävention von Herz- und Kreislauferkrankungen eingesetzt wird. Olivenöl gibt es mittlerweile günstig in jedem Discounter zu kaufen. Jedoch sollte bei einem Kauf darauf geachtet werden, dass es sich um kein minderwertiges Produkt handelt. Stiftung Warentest gibt Auskunft darüber, wie die Qualität der einzelnen Öle zu bewerten ist. Auf jeden Fall sollte das Olivenöl kaltgepresst und nativ sein. Bei diesen Ölen werden die essentiellen Fettsäuren durch ein schonendes Verfahren erhalten.

Wichtig: Kaltgepresste Öle

Achten Sie grundsätzlich darauf, dass die Öle, die Sie für Ihren Hund kaufen, kaltgepresst sind. Die Etikettierung „kaltgepresst“ gewährleistet ein schonendes Herstellungsverfahren, wodurch die essentiellen Fettsäuren und Vitamine in den Ölen enthalten bleiben. Beachten Sie zudem die kurze Haltbarkeit der Öle! Angebrochene Flaschen sollten kühl und dunkel gelagert werden.

Anwendung: Mischen Sie für einen kleinen Hund etwa einen Teelöffel pro Tag ins Futter, bei einem größeren Hund einen Esslöffel. Wechseln Sie für eine ausgewogene Nahrungsergänzung regelmäßig die Ölsorten. Sinnvoll ist es, etwa zwei bis drei Ölsorten im Haus zu haben.

Alle Angaben ohne Gewähr!

Denise Fritsch - Jahrgang 1982, Studium der Politikwissenschaften, Sinologie, Germanistik und Soziologie in Bochum, Shanghai und Hagen. Denise Fritsch lebt ...

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