Der große Plumplori ist eine Unterart der Großfamilie der Loris. Sein lateinischer Fachname "Nycticebus coucang" ist wie viele der lateinischen Tiernamen ein Zungenbrecher. Aber nicht er ist es, der uns zum Lachen bringt …
Das Aussehen des großen Plumplori
Die Plumploris sind kleine Halbäffchen mit einer maximalen Körperlänge von 35cm. Davon sind 30cm Körper und nur 5cm der stumpfe Schwanz.
Sie haben einen eher gedrungenen Körperbau mit langen Gliedmaßen. Dazu kommen kurze Ohren, eine spitze Schnauze und große Augen, die braun umrandet sind und so an eine Brille erinnern.
Der Pelz der Plumploris ist plüschig weich und aschgrau in hellen oder dunklen Nuancen. Über den ganzen Rücken ist ein kastanienbrauner Strich bis vor zum Kopf abgezeichet, wo der in Bändern zu den Ohren und Augen ausläuft.
Das Verhalten der Tiere
Der große Plumplori ist ein reines Nachttier, weswegen es den ganzen Tag über meist nur schläft. Er lebt im Geäst der Bäume in Familienverbänden, ist also kein Einzelgänger.
Die Plumploris sind Greifkletterer, wofür sie auch perfekt ausgestattete Pfoten haben.
Bevorzugte Nahrung des Plumplori
Der große Plumplori ernährt sich hauptsächlich vegetarisch. Blätter, Früchte, Blütensäfte und Pflanzenschösslinge müssen sich vor ihm in Acht nehmen. Doch auch vor kleinen Vögeln, deren Jungen und Eiern schreckt er nicht zurück.
Dadurch kann ein ausgewachsenes Plumplori bis zu 1,2 kg wiegen.
Tragzeit und Aufzucht der Jungtiere
Mit etwa zwei Jahren sind die Plumploris geschlechtsreif. Ein schwangeres Weibchen trägt ihr Junges circa 190 Tage, was etwa sechs Monaten entspricht, mit sich. Bei der Geburt beträgt das Gewicht des Jungtiers 45g. Das heißt, das Neugeborene wiegt weniger als 1/5 eines normalen Butterblocks.
Während der Nahrungssuche klammert sich das Jungtier zu Beginn an den Bauch der Mutter. Später bleibt es im Geäst zurück und wird von seiner Mutter abgeschleckt. Das Gift in ihrem Speichel soll das junge Plumplorikind vor Feinden schützen.
Nach sechs Monaten wird das Junge dann entwöhnt.
Vorkommen der Plumplori
Plumploris sind in den Wäldern Vietnams, in Westindonesien und Teilen Indiens zu finden. Außerdem leben sie auf den Philippinen, Sumatra, Java und Borneo.
Wegen des Aberglaubens der Menschen in Südostasien aber sind diese Primaten in ihrer Art gefährdet – manchmal sogar stark gefährdet.
Man glaubt, dass das Fell eines Plumploris Wunden schneller heilen lässt oder mit einem Plumplori an Bord die Segler keine Windstille befürchten müssen. Durch die Jagd auf die Plumploris und die massenhafte Zerstörung ihres Lebensraums ist nicht sicher, wie lange es diese kleinen Affen, die ebenso ein Recht auf das Leben haben wie der Mensch, noch gibt.
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