
- Hohe Cholosterinwerte oder nicht? I - Cornelia Buron
Wenn der behandelnde Arzt den Cholesterinspiegel feststellen lassen möchte, dann wird das Gesamtcholesterin im Blut ermittelt. Bei den Untersuchungen wird heutzutage noch weiter unterschieden zwischen dem HDL-Cholesterinwert und dem Wert für LDL-Cholesterin. Aber wann kann man von zu hohen Cholosterinwerten sprechen und was sind die Gründe dafür, dass der Cholosterinspiegel zu hoch ist?
Zu hohe Cholesterinwerte
Der Cholesterinspiegel wird nicht im Vollblut, sondern im Blutserum oder -plasma gemessen. Die Norm- bzw. Referenzwerte für das Gesamtcholesterin liegen im Idealfall bei 160 mg/dl (Milligramm pro Deziliter), sie sollten 200 mg/dl jedoch möglichst nicht überschreiten. Ist der Cholesterinspiegel zu hoch, wird das in der Medizin auch als Hypercholesterinämie bezeichnet.
Wann sind die LDL-Cholesterinwerte erhöht?
Der Normbereich liegt bei bis zu 160 mg/dl. Bestehen bereits Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, niedrige HDL-Cholesterinwerte oder gehört der Patient zur Gruppe der Raucher, sollte der Referenzwert nicht über 135 mg/dl steigen. Bei einer bestehenden Herzerkrankung oder Arteriosklerose wird empfohlen, den Blutwert nicht über 100 mg/dl ansteigen zu lassen.
Und ab wann sind die HDL-Cholesterinwerte zu hoch?
Der Norm bzw. Referenzbereich des im Blutserum ermittelten HDL-Cholesterins liegt zwischen 40 und 60 mg/dl. Hier liegt der Fall jedoch genau anders: ein erhöhter Wert des sogenannten "guten" Cholesterins bedeutet gleichzeitig einen besseren Schutz vor koronaren Herzerkrankungen, Arteriosklerose sowie allen anderen arteriellen Verschlusskrankheiten. Dagegen ist ein Wert unter dem Normbereich gleichzusetzen mit einer höheren Gefahr für dieselben Erkrankungen.
Man kann also davon ausgehen, dass ein hoher LDL-Cholesterinwert bis zu einem gewissen Maße von einem entsprechenden HDL-Cholesterinwert ausgeglichen werden kann. (Blutwerte verstehen: Cholesterin). Regelmäßiger Sport oder/und stärkere körperliche Aktivität hat nachweisbar einen positiven Effekt auf den HDL-Blutwert.
Welche Gründe gibt es für einen erhöhten Cholesterinspiegel? Gründe für niedrige Blutwerte
Sind die Werte erhöht, kann dies genauso wie bei erhöhten Triglyceriden (Neutralfetten) bedeuten, dass bereits eine arteriosklerotische Erkrankung vorhanden ist oder ein hohes Risiko für Arteriosklerose und koronare Herzkrankheiten vorliegt. Es besteht die Gefahr, irgendwann einen Herzinfarkt zu erleiden. Es kann aber auch ein Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Ist der Wert dagegen niedrig, kann dies an Verdauungsstörungen, Magersucht oder einem angeborenen Mangel an Lipoproteinen liegen, tritt aber auch bei Krebserkrankungen oder Aids auf.
Der Cholesterinspiegel ist zu hoch - welche Einflüsse verändern die Werte?
Beeinflusst werden können die Cholesterinwerte von mehreren Faktoren. Nimmt der Patient harntreibende Mittel, führt dies möglicherweise zu einer Erhöhung der Blutwerte/Laborwerte. Lipidsenkende Medikamente und Zigaretten können ebenfalls einen Einfluss haben, genauso wie eine Ernährung, die fettarm oder fettreich ist.
Im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass die Nahrung ungefähr bis zu maximal 15% Einfluss auf die Höhe des Cholosterinspiegels hat. Das meiste Cholesterin wird vom Körper selbst produziert. Während einer Schwangerschaft, in den Wechseljahren und danach werden ebenfalls hohe Werte gemessen. Ein weiterer Grund für einen erhöhten Cholesterinspiegel liegt laut vielen Medizinern bereits in den Genen. Im Alter verschieben sich die Blutwerte ebenfalls in den negativen Bereich.
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Quellen:
- Laborwerte, GU Verlag, Dr. N. Schaenzler, Dr. med. W.P. Bieger
- Der Mensch, Anatomie und Physiologie, Thieme Verlag, Dr. med. hab. J. Schwegler
- Dr. Bartels, Arzt für Allgemeinmedizin, Elze
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