
- Auszubildende und Christian Wulff - Volkswagen AG
Als eines der schrecklichsten Verbrechen, die jemals an Menschen begangen wurden, gilt der sogenannte Holocaust: Unter diesem Begriff ging die systematische Auslöschung des jüdischen Volkes in die Geschichte ein. Etwa 5,6 bis 6,3 Millionen Menschen wurden vom Regime der Nationalsozialisten im Zeitrahmen des Zweiten Weltkrieges getötet. Am 27. Januar 2011 wird weltweit dieses grausamen Verbrechens gedacht. Der Wolfsburger Autohersteller Volkswagen meldete, dass eine Auswahl seiner Auszubildenden anlässlich dieses Gedenktages den UN-Generalsekretär und den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff treffen.
Der Holocaust – Begriffserklärung
Der Begriff Holocaust wurde vom griechischen holókauston abgeleitet, was soviel heißt wie "vollständig verbrannt“. Im deutschsprachigen Raum wird diese Bezeichnung angewendet, wenn über den Völkermord an den europäischen Juden gesprochen wird. Die von Adolf Hitler und seinem Regime geplante vollständige Tötung der Juden wurde systematisch und mittels Anwendung industrieller Methoden in den Konzentrationslagern durchgeführt. Mit von der Aggression betroffen waren auch Roma, Sinti und Homosexuelle. Die hebräische Sprache kennt für diesen Völkermord auch den Begriff der Shoah, was mit "Unheil‘ oder "große Katastrophe“ übersetzt wird.
Der Holocaust ist in Deutschland vor allem in der Nähe des Berliner Reichstages und der US-Botschaft präsent. Dort wurde am 10. Mai 2005 das Denkmal für die ermordeten Juden Europas eingeweiht, das nach einem Entwurf des amerikanischen Architekten Peter Eisenman auf einer Fläche von 19.000 Quadratmetern entstand; kurz Holocaust-Mahnmal genannt. Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag nehmen Auszubildende von Volkswagen auf Einladung des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) an Veranstaltungen in den USA, in Polen und Deutschland teil: Der Generalsekretär der UN, Ban Ki-Moon, empfängt vier Auszubildende in New York zu einem Gespräch.
Jugendliche beim Präsidenten Polens und dem deutschen Bundespräsidenten
Sieben weitere Jugendliche aus dem Ausbildungskader des Autobauers sind zur Gedenkfeier mit dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski und dem deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz eingeladen. Fünf junge Frauen und Männer nehmen dagegen in Berlin an der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages teil. Die Auszubildenden im Alter von 19 bis 23 Jahren aus Wolfsburg, Kassel, Hannover, Emden und Chemnitz haben sich in der Gedenkstättenarbeit in Auschwitz engagiert, mit der die Volkswagen AG dort seit 1988 internationale Jugendbegegnungen fördert.
Holocaust-Gedenktag: Ausstellungen zum Holocaust in Berlin und New York
Dazu Christoph Heubner, Vize-Präsident des IAK: „Begegnungen zwischen Überlebenden des Holocaust und Jugendlichen sind für beide Seiten wichtig. Berichte und Erlebnisse der Zeitzeugen gehen an den jungen Auszubildenden nicht spurlos vorbei. Engagierte junge Menschen halten mit ihrer Gedenkstättenarbeit die Erinnerung wach. Dafür sind wir dankbar." In der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin beschreiben die Jugendlichen aus Deutschland und Polen im Rahmen der Ausstellung "Mein Bruder, meine Schwester“, welche Gefühle und Gedanken bei ihnen die Erinnerungen der Zeitzeugen auslösten.
Die Ausstellung "Mein Bruder, meine Schwester" zeigt Bilder und Dokumente ehemaliger Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz. Am Sitz der Vereinten Nationen in New York wurde am Montag, den 24. Januar 2011, die Ausstellung "Was in Erinnerung bleibt …" eröffnet, in deren Mittelpunkt Zeichnungen aus dem Konzentrationslager und Zitate von Holocaust-Überlebenden stehen. Ergänzt werden sie durch Beiträge von Volkswagen Auszubildenden, die ihre Empfindungen in Worte gefasst haben. Die Ausstellung eröffnet der deutsche UN-Botschafter Dr. Peter Wittig. Dem voraus ging das Treffen der Auszubildenden mit dem UN-Generalsekretär.
Auszubildende bei den Gedenkfeiern zum Holocaust-Gedenktag
Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages hat das IAK Auszubildende auch zu den zentralen Gedenkfeiern am 27. Januar in Polen und Deutschland eingeladen. Bundespräsident Christian Wulff und der polnische Präsident Bronislaw Komorowski gedenken mit einer Kranzniederlegung im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz und dem Aufstellen von Kerzen in Auschwitz-Birkenau der Opfer. In der Internationalen Jugendbegegnungsstätte werden die Präsidenten mit Überlebenden sowie polnischen und deutschen Berufsschülern sprechen.
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Volkswagen und die Arbeit rund um die Erinnerung an den Holocaust
Insgesamt 1.260 Auszubildende von Volkswagen haben in den vergangenen 23 Jahren an Begegnungen in Polen teilgenommen und halfen bei Erhaltungsarbeiten auf dem Gelände der Gedenkstätte. Das Titelbild zu diesem Artikel zeigt von rechts Bundespräsident Christian Wulff (hält "Gabe der Erinnerung“ in den Händen), Noah Flug, Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees und KZ-Überlebender, Jennifer Naumann und Francisco Kiazailua, Auszubildende von Volkswagen sowie Christoph Heubner, den Vize-Präsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees.
Das dritte Bild zeigt UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon mit den Auszubildenden Luisa Polster (19, Chemnitz) und Francisco Kiazailua (20, Hannover). Ganz rechts im Bild ist Christoph Heubner, der stellvertretende Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees zu sehen. Auf dem Gemeinschaftfoto – Bild Nummer vier – sitzt Ban Ki-Moon in der Mitte. Die letzte Aufnahme stammt von der Gedenkveranstaltung mit dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski (rechts) und Bundespräsident Christian Wulff (links) in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim.
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