Holosync Meditation

Stressbewältigung mit Hilfe der Beeinflussung der Gehirnwellen

Ein ausgeklügeltes Audiosystem erzeugt einen meditativen, beruhigten, glücklichen Zustand: Dieser Effekt wird durch Beeinflussung der Gehirnwellen hervorgerufen.

Seit Jahrtausenden versuchen die meisten Menschen einen Zustand des inneren Friedens und des Glücks zu finden. Nicht wenige kommen dabei zur Meditation, von der es mittlerweile unzählige verschiedene Arten gibt. Die meisten davon haben gemeinsam, dass es jahrzehntelanger Übung und Disziplin bedarf, bis dieser angestrebte Zustand auch nur für kurze Zeit erreicht werden kann. Ein in den 1970er und 1980er Jahren entwickeltes Audiosystem hilft, diesen Zustand der inneren Ruhe innerhalb kurzer Zeit zu erreichen; der Trick besteht in der Beeinflussung der Gehirnwellen.

Die vier Zustände des Gehirns und des Denkens

Das Gehirn kann vier verschiedene Bereiche von Frequenzen der Gehirnwellen produzieren, die jeweils mit einem bestimmten Bewusstseinszustand assoziiert sind.

  • Beta-Wellen (13-100+ Hz): Dies ist das schnellste Muster; es entsteht im normalen wachen Zustand und ist assoziiert mit Wachsamkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration. Normale Menschen produzieren alle vier Arten von Gehirnwellen gleichzeitig; die Beta-Wellen haben jedoch den höchsten Ausschlag (die höchste Amplitude) und bestimmen deshalb den Zustand.
  • Alpha-Wellen (8-12.9 Hz): Etwas langsamer als Beta entstehen diese Wellen im Zustand der Entspannung (unteres Ende) oder beim Lernen (oberes Ende des Spektrums).
  • Theta-Wellen (4-7.9 Hz): Sie sind noch langsamer als Alpha, und entstehen im so genannten REM- oder Traumschlaf. Sie sind assoziiert mit erhöhter Kreativität, Gedächtnis, Heilung und integrativer Erfahrungen. Dies ist der Zustand, der während der Meditation angestrebt, aber nur selten für kurze Zeit erreicht wird.
  • Delta-Wellen (0.1 – 3.9 Hz): Dies ist die langsamste Frequenz, sie entsteht im Zustand des traumlosen Schlafs.

Ziel der meisten Meditationstechniken ist es, einen Zustand mit vorwiegend Theta- und Delta-Wellen zu erreichen, ohne in Schlaf abzugleiten. Selbst erfahrene Meditationsmeister erreichen einen solchen Zustand nach jahrzehntelanger Übung nur für kurze Zeit (Sekunden bis Minuten).

Die Funktionsweise des Holosync-Audio-Systems

Das Holosync-System beeinflusst die Gehirnwellen. Während man Stereokopfhörer trägt, bekommt man eine Geräuschkulisse auf CD eingespielt, die sich in der Frequenz vom linken zum rechten Ohr unterscheidet – und zwar genau um den Betrag der Frequenz der Gehirnwellen, die man erzeugen möchte (also z.B. eine Frequenzdifferenz von 5 Hz für Theta-Wellen). Die "Hör-Kulisse" besteht etwa aus Regen und gong-ähnlichen Geräuschen, die an und für sich bereits beruhigend wirken, aber eben nur Kulisse sind - der eigentiche "Trick" findet in wesentlich tieferen Frequenzen statt, und man hört ihn nur, wenn man sich explizit darauf konzentriert.

Die Audioprogramme sind so gestaltet, dass langsam von Beta- über Alpha- zu Theta- und Delta-Wellen übergegangen wird.

Um den gewünschten Effekt sicherzustellen, sind Stereokopfhörer ein Muss. Bei Lautsprechern geht der gewünschte Frequenzunterschied verloren, da beide Ohren Signale von allen Lautsprechern hören. Auch beim Kopieren auf einen MP3-Player ist Vorsicht geboten, da bei der Konvertierung vom CD-kompatiblen Format in ein anderes dieser Unterschied ebenfalls verschwinden kann.

Eine tägliche Anwendung ist nötig, um einen dauerhaften Effekt zu erzielen; 30 Minuten sind am Anfang genug. Jedoch kann die Benutzung am Anfang unangenehm sein, da viele verborgene Gefühle usw. aufkommen können – das gibt sich aber mit der Zeit.

Effekte des Holosync-Systems

Sowohl von subjektiven als auch von objektiven Effekten wird berichtet. Die subjektiven Erfahrungen erzählen meist von genereller größerer Ausgeglichenheit, Zufriedenheit, Glücksgefühl und größerem Erfolg in alltäglichen Dingen. Auch berichten Benutzer davon, dass sie jetzt die Effekte erleben würden, die sie ursprünglich von traditionellen Methoden der Meditation erwartet hatten.

Auf der objektiven Ebene wurde festgestellt, dass sich bei langjähriger Anwendung die Gehirnwellen auch außerhalb der Audioanwendung verändern: Während bei Normalpersonen Beta-Wellen deutlich überwiegen, wurde bei diesen Benutzern eine gleichmäßige Verteilung aller vier Frequenz-Bereiche der Gehirnwellen festgestellt. Sie hatten in etwa den gleichen Anteil und den gleichen Ausschlag von Beta-, Alpha-, Theta- und Delta-Wellen im Wachzustand.

Fazit

Bei Techniken wie Meditation ist es meist schwierig, objektive Veränderungen festzustellen; dies ist hier dennoch der Fall. Nähere Informationen gibt es unter Centerpointe; dort findet man auch das Manual "Threshold of the mind", das die physiologischen und psychologischen Aspekte des Systems erklärt.

Dazu kommen noch unzählige Erfahrungsberichte von langjährigen Anwendern, die meist positives berichten. (z.B. Multiplex)

Letztendlich ist es aber – wie meist – an jedem selbst, zu testen und zu urteilen.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat nicht ersetzen kann.

Anke Wanger, Anke Wanger

Anke Wanger - Geboren und aufgewachsen in Muenchen habe ich dort auch studiert und 2005 an Uni Muenchen mein Medizinstudium abgeschlossen; die Promotion ...

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