Home Office - welche Jobs man von zu Hause aus machen kann

Direktverkauf - eine Chance für Freiberufler - Avon
Direktverkauf - eine Chance für Freiberufler - Avon
Besonders Alleinerziehende hätten oft gern einen Job, den sie von zu Hause aus erledigen können. Doch fehlt der Mut zur freiberuflichen Tätigkeit.

Mütter, die gern wieder arbeiten würden, aber keinen Weg zurück in ihren Beruf finden, weil sie keinen Arbeitsplatz bekommen, gehören dazu. Frührentner, die viele Jahre Arbeitserfahrung mitbringen und gern noch arbeiten würden, aber vom Unternehmen aus Rationalisierungsgründen in Rente geschickt wurden, gehören dazu. Und alle, die aus allen sonstigen Gründen lieber von zu Hause arbeiten würden gehören auch dazu. Wozu? Sie gehören zu der Gruppe Menschen, die, wenn sie nur wüssten wie, gern ein Home-Office mit einer eigenen kleinen Geschäftsidee führen würden.

Die Möglichkeiten sind vielfältig, doch man sieht sie meistens nicht oder hält sie für zu wenig lukrativ. Hinterfragt man, woher diese schlechte Einschätzung kommt, werden Beispiele von Freunden oder Bekannten genannt. Ganz ehrlich: was andere tun oder lassen und was andere ausprobieren und daran scheitern, kann das Glück für einen selbst sein. Das Negativdenken muss raus aus dem Kopf. Es gibt immer eine Lösung und einen Weg. Vielleicht klappt die erste Idee nicht, dann kann man vorbeugen und Plan B parallel parat haben. Hier sind einige Vorschläge:

Virtuelle Assistenten werden laufend online gesucht und gut bezahlt

Wer gute Kenntnisse in den modernen Kommunikationstechniken hat und zudem schnell tippen kann, der kann sich als virtueller Assistent (oft wird der VPA gesucht = Virtueller Persönlicher Assistent) nebenbei eine Menge Geld verdienen. Entweder indem man für kleine Firmen die Anrufe entgegennimmt (online möglich) oder für sie die Erledigung der Korrespondenz übernimmt.

Sprachkenntnisse sind ein bis heute unterschätzter Vorteil

Wer eine oder mehrere Fremdsprachen spricht, der möge sich bewusst machen, dass das nicht jeder kann. Diese kann man nutzen, auch ohne Dolmetscherabschluss. Zum einen garantiert auch für alle Vorschläge, die hier gemacht werden, aber insbesondere für diesen: als Übersetzerin von Texten oder Verfasserin von Textaufträgen, die online angeboten werden. Oft wird ein Probetext als Test für die Sprachkenntnisse verlangt und dann los. Wer ernsthaft im Home Office seinen Schwerpunkt auf Übersetzungen legen möchte, der findet im Internet viele Auftragsangebote - und kann selbst annoncieren.

Als Tutor professionell seine Erfahrungen weitergeben

Es gibt beispielsweise viele Kinder, die aus Krankheitsgründen nicht zur Schule gehen können, aber gern lernen würden. Das funktioniert nicht nur im Hinterland Australiens online, das geht auch in Europa und in Deutschland mit Hilfe des Internets. Die rechtlichen Dinge aber bitte vorher genauestes klären. Die ersten Informationen findet man ganz sicher im Internet.

Es gibt auch Studenten, deren Tutor man auf diese Weise werden kann. Existenzgründer, die gern einen erfahrenen Menschen beratend für die ersten zwei Jahre zur Seite hätte oder Menschen, die gern online abends Schach lernen würden. Im Grunde kann man fast den gesamten VHS-Katalog auch online anbieten und auf diese Weise auch sein Hobby zum Geldverdienen nutzen. All unsere Talente und Fähigkeiten sind dazu gedacht, dass wir sie in unserer Lebenszeit optimal für uns und zum Wohle anderer Menschen einsetzen und nutzen.

Freelance Autor - für alle Wortakrobaten

Ehrlich gesagt ist das eher ein Nebenjob, denn die Texte werden schlecht bezahlt. Und man muss sehr fleißig sein, um davon leben zu können. Online werden jede Menge Texter angeboten. Wer es versuchen möchte, der riskiert nichts. Wer darauf sein Home Office aufbauen möchte, der muss damit rechnen, dass er täglich bis zu 10.000 Wörter schreiben müsste, um bei den marktüblichen Preisen wirklich gut davon leben zu können. Aber einen Versuch ist es wert. Wie oben erwähnt: Der eine jammert und verzweifelt und gibt auf - und der andere nimmt es als Chance und findet sein Glück. Am besten findet man die verschiedenen Anbieter für Textauftäge über die Suchmaschinen.

Direktverkauf - ein Talent für den Umgang mit Menschen

Dieser Tipp ist eigentlich uralt und scheint aus der Mode gekommen. Aber diese Möglichkeit existiert noch. Und wer aus den Verkaufsbereichen kommt und gerade arbeitssuchend zu Hause verzeifelt, der sollte den Direktverkauf (englisch Direct Sales) für sich ausprobieren. Es ist dabei wichtig, ein Netzwerk aufzubauen. Dazu gehört das soziale Netzwerk online mit den üblichen Profilen bei Facebook, Twitter und Co. ebenso wie das private Netzwerk. Und das kann sogar ehemalige Kollegen mit einbeziehen. Warum denn nicht die guten, jahrelang aufgebauten Arbeitskontakte für sich nutzen? Warum dieses unglaubliche Potenzial verschenken? Dazu gehört Mut, diese Menschen nochmal anzurufen, aber: es gibt ja etwas vorzuweisen, einen geschäftlichen Grund sozusagen.

Was genau? Avon, Mary Kay und Tupperware haben es vorgelebt. Die Unternehmen sind deshalb so bekannt, weil sie erfolgreich sind. Und kann man sie im Geschäft kaufen? Nein, bis heute nicht. Und sie sind bei weitem nicht die einzigen Unternehmen. Von Unterwäsche, Bademoden bis hin zu Sportartikeln, Kinderspielzeug, Tiernahrung, Parfüm, Büchern und Werkzeugen aller Art. Also am Produkt (von wegen nur für Frauen) kann es nicht scheitern. Eher an der Motivation. Das Verkaufen muss man dafür wirklich mögen, doch noch viel mehr muss man die Menschen mögen und gern neue Menschen freundlich und geduldig kontaktieren. Ein erster Schritt auf andere zuzugehen, wenn man sich gerade noch ganz klein und nicht dazu berufen fühlt, wäre: ein schlichter Zettelaushang in allen umliegenden Supermärkten. Telefonnummer zum Abreißen nicht vergessen! Und keine Panik: als Direktverkäufer geht man zu den Kunden, Tupperparties macht man immer bei anderen, es sei denn man hat ein entsprechendes Zuhause, in das man alle einladen kann. Hier ist bei der Suche nach dem geeigneten Produkt jeder im Vorteil, der auch bei den ausländischen Firmen nachfragen kann, ob er auf dem deutschen Markt die Produkte für das Unternehmen verkaufen kann.

Tipps zum Schluss

Zu Beginn den eventuell vorhandenen Job, auch wenn nur ein Mini-Job, bitte noch nicht kündigen. Aus diesen kleinen Jobs möchte man schnell raus, aber wenn man so einen Job noch hat, startet sich das Home Office leichter. Vor einer Kündigung, auch beim 400-Euro-Job, müssen erst die Ergebnisse her und das Gefühl, dass das Home Office funktioniert. Aber: Aus dieser Sicherheit heraus wird es ein Erfolg.

Und für alle anderen, die sonst gerade das Gefühl haben nicht gebraucht zu werden: Das Gefühl trügt, doch es kommt nie einer vorbei und sagt das. Man muss sich selbst aus dem tiefen schwarzen Loch ziehen und damit motivieren, dass man ja doch eine Chance hat. Das kann durchaus auch ganz einfach neben Kindern und Haushalt gelingen. Viel Glück und Erfolg!

E.R.M, ©Elisabeth R. Meier

Elisabeth R. Meier - Elisabeth R. Meier ist Architekturfotografin und Autorin/Bloggerin mit Bachelor in Betriebswirtschaft und 10 Jahren Berufserfahrung im ...

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