Horrorfilme, die man gesehen haben sollte

Night of the living Dead - KSM (über Amazon.de)
Night of the living Dead - KSM (über Amazon.de)
Diese Horrorfilme sollte man zumindest einmal in seinem Leben gesehen haben, da sie alle das Genre revolutionierten.

Die hier folgenden Horrorfilme sollte man irgendwann in seinem Leben gesehen haben. Sie alle haben das Genre auf ihre Art und Weise beeinflusst, sind Inspirationsquellen für andere Werke und haben so ihre Spuren hinterlassen. Sie zählen nicht umsonst zu den besten Horrorfilmen, die je gedreht wurden.

"Asylum" (dt. Titel: "Asylum - Irrgarten des Schreckens", GB 1972)

Regie: Roy Ward Baker

Mit: Peter Cushing, Britt Ekland, Herbert Lom, Robert Powell, Charlotte Rampling u. a.

Drehbuch: Robert Bloch ("Psycho")

Der junge Dr. Martin bewirbt sich in einer abgelegenen Anstalt für Geisteskranke. Die Aufnahmeprüfung gestaltet sich jedoch reichlich ungewöhnlich. Er muss sich von vier Insassen jeweils eine Geschichte erzählen lassen und erkennen, bei welchem von ihnen es sich um den ehemaligen Leiter der Anstalt handelt. Wenn er das schafft, bekommt er die Stelle. Als er erkennt, dass er gefangen ist, ist es bereits zu spät.

"Asylum - Irrgarten des Schreckens" von der Produktionsfirma Amicus lebt vor allem von seiner gespenstischen Atmosphäre. So legen sich Angst und Verzweiflung kraftvoll über alle Bilder und ersticken alle positiven Emotionen. Die schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank sehr gut. Der Film hat nur leider ein Problem, dass viele Epsiodenfilme mit ihm teilen: Es ist eine Geschichte dabei, die ein absoluter Rohrkrepierer ist. Hier ist dies "The weird Taylor", in der Peter Cushing einen Schneider spielt, der jemanden beauftragt, für seinen toten Sohn einen Anzug anzufertigen, der diesen wieder zum Leben erweckt. Hier ist die Prämisse einfach zu bescheuert. Ansonsten ist "Asylum - Irrgarten des Schreckens" aber auf jeden Fall einen Blick wert.

"The Fog" (dt. Titel: "The Fog - Nebel des Grauens", USA 1980)

Regie: John Carpenter

Mit: Jamie Lee Curtis, Adrienne Barbeau, Janet Leigh, u. a.

Die Vorbereitungen für die Jubiläumsfeier des Küstenstädtchens Antonio Bay laufen auf Hochtouren. Währenddessen breitet sich ein geisterhafter Nebel in der Stadt aus. Mit ihm kommen auch einige mörderische Untote, welche sich nun aus ihrem nassen Meeresgrab erheben, um für die himmelschreiende Ungerechtigkeit, mit der die Gründung von Antonio Bay erst möglich wurde, Rache nehmen zu können. Eine Nacht des blanken Horrors beginnt.

Nachdem John Carpenter mit "Halloween" für Furore gesorgt hatte, war die Erwartungshaltung. was seinen nächsten Kinofilm angeht, groß. Mit einem Budget von nur einer Million Dollar drehte er mit "The Fog - Nebel des Grauens" schließlich einen Klassiker des modernen Geisterfilms.

"Halloween" (dt. Titel: "Halloween - Die Nacht des Grauen", USA 1978)

Regie: John Carpenter

Mit: Jamie Lee Curtis, Donald Pleasance u. a.

Vor 15 Jahren hat der damals sechsjährige Michael Myers zu Halloween seine Schwester brutal ermordet. Nun ist er, der bis dahin in einer geschlossenen Irrenanstalt von dem Psychiater Dr. Loomis betreut wurde, aus eben jener Anstalt entkommen. Es ist wieder Halloween und Myers ist unterwegs nach Haddonfield, seiner Heimatstadt. Während Michael dort wieder mit dem Morden beginnt, versucht ein verzweifelter Dr. Loomis den Irren aufzuhalten.

Und wieder John Carpenter. Mit "Halloween" hat der Regisseur wahrscheinlich - neben Romeros "Die Nacht der lebenden Toten" - die größte Revolution im Horrorgenre der letzten Jahrzehnte losgetreten und quasi im Alleingang den Slasherfilm erfunden. Besonders auffällig an dem FIlm sind die langen POV-Shots, mit denen Carpenter die Umgebung aus der Sicht des Killers zegit und die Musik, welche er - wie bei vielen seiner Filme - selbst komponiert hat.

"Scream" (dt. Titel: "Scream - Schrei!", USA 1996)

Regie: Wes Craven

Mit: Neve Campbell, Courteney Cox, David Arquette, Rose MocGowan, Drew Barrymore, Skeet Ulrich, Matthew Lillard u. a.

Ein Jahr nach dem Tod der Mutter von Sidney Prescott (Neve Campbell) werden zwei ihrer Schulkollegen brutal ermordet. Während der Killer sich mit der Zeit einen nach dem anderen von Sidneys Freunden vornimmt, beginnt diese zu realisieren, dass die Morde mit dem Tod ihrer Mutter in einem Zusammenhang stehen...

Wenn "Halloween" die Geburt des Slashergenres markiert, dann stellt Wes Cravens "Scream" dessen Wiederbelebung dar. War das Genre in den 90er Jahren eher durch trostlos-dumme Fortsetzungen von bereits bekannten Franchises geprägt, feierte es mit Scream und seinen bisher drei Fortsetzungen ein fulminantes Comeback. Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens waren die Protagonisten in "Scream" nicht die hirnlosen Opfer, wie sie den Zuschauern oft in ähnlichen Filmen präsentiert werden. Zweitens hat sehr vielen Fans gefallen, wie Wes Craven in seinem Film mit den Regeln des Genres spielt und dabei konsequent mit den Erwartungen spielt. Der immense Erfolg von "Scream" hatte zur Folge, dass in den Jahren danach eine ganze Reihe von Filmen kam, die versuchten, die erfolgreiche Formel von "Sream" zu kopieren (als Beispiele seien hier "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" und "Düstere Legenden" genannt), welche aber bei weitem nicht an das Original heranreichen konnten.

"Night of the living Dead" (dt. Titel: "Die Nacht der lebenden Toten", USA 1968)

Regie: George A. Romero

Mit: Duane Jones, Judith O'Dea, Karl Hardman, Marilyn Eastman u. a.

Als die Toten beginnen, wieder ins Leben zurück zu kehren und sich von den Lebenden zu ernähren, verbarrikadiert sich eine kleine Gruppe von Menschen in einem abgelegenen Haus. Bei dem verzweifelten Versuch, die Nacht zu überleben, müssen die Menschen feststellen, dass die größere Bedrohung nicht die Untoten vor der Tür, sondern der Konflikt innerhalb ihrer eigenen Gruppe ist.

Wenn man sich fragt, inwiefern Romeros "Night of the living Dead" das Genre beeinflusst hat, muss man sich nur irgend einen Zombiefilm ansehen und ihn mit denen vergleichen, die vor 1968 erschienen sind. Waren die lebenden Leichen bis dahin beispielsweise meist nur als "Beiwerk" von verrückten Voodoo-Priestern vorhandenen, hat sich dies mit Romeros Film und seinen diversen Fortsetzungen grundlegend geändert. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass der Film immer wieder als Blaupause für die damaligen gesellschaftlichen Umbrüche hergenommen wurde und Romero deshalb bis heute als der große Sozialkritiker unter den Genreregisseuren gilt.

Udo Seelhofer, Udo Seelhofer

Udo Seelhofer - Studium: Deutsche Philologie (abgeschlossen) Kombinierte Religionspädagogik (im letzten Abschnitt) Arbeit: Seit Oktober 2006 ...

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